Di, 11:46 Uhr
06.07.2010
Zentrum für Perspektiven
Die Vereine Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft und Horizont haben sich gemeinsam erfolgreich bei einem Wettbewerb des Thüringer Wirtschaftsministeriums zum Landesarbeitsmarktprogramm beworben. Beide Partner wollen das Perspektivcenter Nordhausen aufbauen...
Von links: Michael Gerboth (Projektleiter), Marc Otto (Integrationsbegleiter), Thomas Bähring (Regionalverantwortlicher Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft), Jana Kleinewalter (Integrationsbegleiter), Liane Knabe (Integrationsbegleiter), Jörg Wolf (Fachbereichsleiter Horizont)
Mit Centern, zu gut deutsch: Zentren, gibt es in und um Nordhausen herum schon vielfältige Erfahren. So gibt es ein Berufsinformationszentrum oder ein Soziales Integrationszentrum. Jetzt neu hinzu gekommen: ein Zentrum für die Perspektive. Damit ist das Projekt aus dem Landkreis Nordhausen eines von 24 Konzepten, das ein Ausschuss mit Vertretern u.a. der GfAW, dem Wirtschafts- und Sozialministeriums, der Argen und Optionskommunen für eine Förderung empfohlen hatte.
Eingegangen waren insgesamt 102 Wettbewerbsbeiträge bei der GfAW – Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung, die das Landesarbeitsmarktprogramm Arbeit für Thüringen und Zukunft Familie betreut. Den so genannten Programmteil A Arbeit für Thüringen setzen nun im Landkreis das Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft und Horizont um. Die Arge SGB II des Landkreises Nordhausen unterstützt dieses Projekt, das das Land Thüringen fördert. Das Team, das das Perspektivcenter nun entwickeln und begleiten wird, hat sich bereits in der Arge SGB II vorgestellt.
Das Landesarbeitsmarktprogramm Arbeit für Thüringen und Zukunft Familie hat zum Ziel, arbeitslose erwerbsfähige Hilfebedürftige zusätzlich zu unterstützen. Der Freistaat strebt an, 3.500 Menschen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf dem ersten und zweiten Arbeitsmarkt oder in arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zu integrieren. Das Programm ist gegliedert in Teil A und Teil B. Im Programmteil A mit dem Titel Arbeit für Thüringen werden regionale Integrationsprojekte aufgebaut, in denen rund 2.000 Arbeitssuchende betreut werden. Zukunft Familie heißt der Programmteil B. Zielgruppe sind hier insbesondere die so genannten Familien-Bedarfsgemeinschaften, also Familien mit Kindern, in denen beide Elternteile bzw. Alleinerziehende arbeitslos sind.
Arbeitgeber sollen Zuschüsse dafür erhalten, dass sie aus dieser Gruppe von Arbeitssuchenden jemanden einstellen. Auf diesem Weg sollen 1.500 Arbeitsplätze geschaffen werden. Wichtig ist beim Landesarbeitsmarktprogramm die enge Kooperation des Landesministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Technologie mit der jeweiligen Arge SGB II und den Projektträgern vor Ort.
Damit widmet sich das Land der größten Gruppe von Arbeitssuchenden: Etwa zwei Drittel der Arbeitslosen in Thüringen erhalten Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch Zweites Buch, kurz SGB II. Im Juni fielen von den gut 4.900 gemeldeten Arbeitslosen im Landkreis Nordhausen fast 70 Prozent unter das SGB II. In ganz Thüringen waren es gut 68.100 Menschen, 12 Prozent davon sind unter 25 Jahre alt, fast 50 Prozent über 55 Jahre alt.
Zu diesem Personenkreis gehören weitere besonders benachteiligte Gruppen. So lag beispielsweise die Anzahl der Partner-Bedarfsgemeinschaften mit Kindern Ende vergangenen Jahres bei fast 15.600, davon gut 2.000, in denen beide Elternteile arbeitslos sind. Fast jeder dritte Arbeitslose in Thüringen ist langzeitarbeitslos.
Autor: nnzVon links: Michael Gerboth (Projektleiter), Marc Otto (Integrationsbegleiter), Thomas Bähring (Regionalverantwortlicher Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft), Jana Kleinewalter (Integrationsbegleiter), Liane Knabe (Integrationsbegleiter), Jörg Wolf (Fachbereichsleiter Horizont)
Mit Centern, zu gut deutsch: Zentren, gibt es in und um Nordhausen herum schon vielfältige Erfahren. So gibt es ein Berufsinformationszentrum oder ein Soziales Integrationszentrum. Jetzt neu hinzu gekommen: ein Zentrum für die Perspektive. Damit ist das Projekt aus dem Landkreis Nordhausen eines von 24 Konzepten, das ein Ausschuss mit Vertretern u.a. der GfAW, dem Wirtschafts- und Sozialministeriums, der Argen und Optionskommunen für eine Förderung empfohlen hatte.
Eingegangen waren insgesamt 102 Wettbewerbsbeiträge bei der GfAW – Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung, die das Landesarbeitsmarktprogramm Arbeit für Thüringen und Zukunft Familie betreut. Den so genannten Programmteil A Arbeit für Thüringen setzen nun im Landkreis das Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft und Horizont um. Die Arge SGB II des Landkreises Nordhausen unterstützt dieses Projekt, das das Land Thüringen fördert. Das Team, das das Perspektivcenter nun entwickeln und begleiten wird, hat sich bereits in der Arge SGB II vorgestellt.
Das Landesarbeitsmarktprogramm Arbeit für Thüringen und Zukunft Familie hat zum Ziel, arbeitslose erwerbsfähige Hilfebedürftige zusätzlich zu unterstützen. Der Freistaat strebt an, 3.500 Menschen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf dem ersten und zweiten Arbeitsmarkt oder in arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zu integrieren. Das Programm ist gegliedert in Teil A und Teil B. Im Programmteil A mit dem Titel Arbeit für Thüringen werden regionale Integrationsprojekte aufgebaut, in denen rund 2.000 Arbeitssuchende betreut werden. Zukunft Familie heißt der Programmteil B. Zielgruppe sind hier insbesondere die so genannten Familien-Bedarfsgemeinschaften, also Familien mit Kindern, in denen beide Elternteile bzw. Alleinerziehende arbeitslos sind.
Arbeitgeber sollen Zuschüsse dafür erhalten, dass sie aus dieser Gruppe von Arbeitssuchenden jemanden einstellen. Auf diesem Weg sollen 1.500 Arbeitsplätze geschaffen werden. Wichtig ist beim Landesarbeitsmarktprogramm die enge Kooperation des Landesministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Technologie mit der jeweiligen Arge SGB II und den Projektträgern vor Ort.
Damit widmet sich das Land der größten Gruppe von Arbeitssuchenden: Etwa zwei Drittel der Arbeitslosen in Thüringen erhalten Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch Zweites Buch, kurz SGB II. Im Juni fielen von den gut 4.900 gemeldeten Arbeitslosen im Landkreis Nordhausen fast 70 Prozent unter das SGB II. In ganz Thüringen waren es gut 68.100 Menschen, 12 Prozent davon sind unter 25 Jahre alt, fast 50 Prozent über 55 Jahre alt.
Zu diesem Personenkreis gehören weitere besonders benachteiligte Gruppen. So lag beispielsweise die Anzahl der Partner-Bedarfsgemeinschaften mit Kindern Ende vergangenen Jahres bei fast 15.600, davon gut 2.000, in denen beide Elternteile arbeitslos sind. Fast jeder dritte Arbeitslose in Thüringen ist langzeitarbeitslos.


