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Mi, 16:58 Uhr
01.09.2010

nnz-Live-Blog: Lange Ordnung

Die Tagesordnung der heutigen Sitzung des Nordhäuser Hauptausschusses war relativ lang. Fast 30 Punkte waren abzuarbeiten. Verfolgen Sie die Sitzung in unserem Live-Blog...


16.00 Uhr
Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) eröffnet die Sitzung und informiert über die gestrige Sitzung des Preisgerichts (siehe dazu in der nnz).

16.10 Uhr
Bau- und Wirtschaftsdezernentin Inge Klaan (CDU) freut sich über die Ergebnisse, die der Wettbewerb für die Gestaltung des Platzes an der Blasiikirche gebracht hat. Die Bebauung mit Gebäuden sei nicht Sache des Wettbewerbs gewesen. Letztlich bescheinigte der Wettbewerb die hohe Attraktivität des Platzes.

16.15 Uhr
Norbert Klodt war beeindruckt von der Atmosphäre der Sitzung des Preisgerichts.

16.17 Uhr
Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) informierte über Gespräche mit Südharz-Gemeinden (nnz berichtete). Man sei in Neustadt, in Buchholz und Herrmannsacker gewesen. Man suche die Zusammenarbeit im Status einer erfüllenden Gemeinde oder die Eingemeindung der Kommunen, die sich nicht zu einer Landgemeinde zusammenschließen wollen (siehe nnz).

16.20 Uhr
Der Antrag von Bündnis90/Grüne, die Bürger noch intensiver an Entwicklungen zu beteiligen, wurde diskutiert. Volker Fütterer (SPD) sprach sich dafür aus, im Stadtrat darüber abzustimmen. Skepsis bei der Verwaltung. Es gebe jetzt schon genügend Informations- und Mitgestaltungsmöglichkeiten, so Inge Klaan. Martin Höfer (FDP) stimmte zu, Norbert Klodt (CDU) mahnte an, dass sich das Niveau der künftigen Bürgerbeteiligung nicht an dem Brief der "Bürger" orientieren dürfe, der gestern an die Stadträte übergeben wurde. OB Rinke erinnerte, dass es seit 1996 Gespräche und Workshops zur Innenstadt gegeben habe.

16.28 Uhr
Volker Fütterer ist erbost. Es sei gestern über 21 Entwürfe entschieden worden, es hätten mehr Stadträte sein können, so sei auch eine Beteiligung von Gewählten möglich, die den Bürgern Rechenschaft ablegen können. Norbert Klodt widersprach Fütterer, er sei froh und dankbar über die Vielzahl der Fachleute gewesen, die wesentliche Hinweise gegeben hätten.

16.38 Uhr
Praktikanten in der Stadtverwaltung sollen künftig mit bis zu 300 Euro monatlich entschädigt werden. Das wäre vor allem in Richtung der Studenten der Fachhochschule ein Anreiz. In den vergangenen Jahren gab es sieben bis acht Studenten, die pro Semester ein Praktikum absolvieren. Aktuell seien es vier. Dem wurde zugestimmt.

16.43 Uhr
Die Vergabe von Bauleistungen wird aufgerufen. 1,5 Millionen Euro sollen für den Umbau des Kinderhauses in Nordhausen-Ost bereitgestellt werden. Volker Fütterer will nicht nur über die Vergaben abstimmen, sondern auch Informationen zu anderen Angeboten erhalten, um sich eine umfassende Meinung bilden zu können. Er will nicht nur immer die Hand heben. Oberbürgermeisterin Rinke machte darauf aufmerksam, dass in der Verwaltung nach gesetzlichen Vorgaben gehandelt werde. Der Stadtrat habe nur das Geld freizugeben. Jeder Stadtrat habe die Möglichkeit, in die Vergabeunterlagen Einblick zu erhalten.

16.52 Uhr
Lothar de Maiziere soll Ehrenbürger von Nordhausen werden. Das bringt die CDU-Fraktion ein. Hintergrund ist der 20. Jahrestag der Deutschen Einheit. Der in Nordhausen geborene Politiker habe einen entscheidenden Anteil an der Vollziehung der Deutschen Einheit geleistet. Eigentlich wollte das ja auch die FDP (siehe nnz-Archiv), die zog jedoch ihr Begehren zurück. Der Hauptausschuss sprach sich einstimmig dafür aus.

17.12 Uhr
Jetzt werden noch Tagesordnungspunkte der nächsten Stadtratssitzung behandelt. Wir schließen den Blog.
Autor: nnz

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Kommentare
H.Buntfuß
01.09.2010, 20:35 Uhr
Nutzen der Eingemeindung?
Die Nordhäuser Politiker kriechen jeder Gemeinde in den Hintern. Speziell die „SPD, die „SO GENANNTE WIR PARTEI“. Worum geht es? Die Politiker sagen zwar, es geht um das Wohl der Gemeindebürger.

Ich sehe das ganze etwas anders. In erster Linie geht es um den Posten des Oberbürgermeisters. Und Plätze im Stadtrat, in zweiter Linie, geht es um die Landeszuweisung, sie beträgt 500 Euro, wenn ich nicht irre.

Dann kommt eine weile nichts und dann kommen vielleicht die Bürger der Gemeinden, wie war das mit der Eingemeindung von Hesserode. Wurde den Bürgern nicht ein Radweg nach Nordhausen versprochen? Wie viele Jahre ist das nun her?

Nun hat die Stadt ein Auge, auf die Gemeinde Neustadt, um nur eine zu nennen, geworfen. Wie sagte Herr Jendricke: „Neustadt sei ein „FILETSTÜCK“. Ja ,ja mit diesen Ort könnte Nordhausen für sich Werbung machen, obwohl sie NICHTS für diesen Ort getan hat.

Auch hier wird die Demokratie wieder einmal mit Füßen getreten. In Falle einer Eingemeindung, egal in welche Richtung, wird es keine Bürgerbefragung geben, so jedenfalls ist es vom Bürgermeister Erfurt zu hören. (Artikel Werben geht weiter vom 30.08.10.)

Neustadt hat 1309 Einwohner, der Gemeinderat besteht aus 13 Personen mit Bürgermeister. Wenn ich richtig gerechnet habe, sind das ca.1% ( wenn ich Politiker wäre,würde ich sagen, weit weg von 1 Prozent)der Neustädter Bürger und die maßen sich an, zu bestimmen was aus Neustadt wird.

Vielleicht sollte man den Politikern einmal sagen, was „DEMOKRATIE“ bedeutet. Das Wort kommt aus den griechischen und wird mit VOLKSHERRSCHAFT übersetzt und nicht mit ÜBER DAS VOLK HERRSCHEN, so wie es einige Politiker sehr gern deuten.
NDHler
02.09.2010, 08:17 Uhr
@ Werner
Auch für sie gilt: Erst informieren, dann los poltern! Wenn sie den ersten Bericht hier richtig gelesen hätten, wüssten sie, dass die Südharzgemeinden an die Stadt Nordhausen herangetreten sind. Die Stadt Nordhausen macht sich also an niemanden heran!

Ich habe meinen Standpunkt dazu ja auch schon einmal gepostet, tue das für sie aber gern noch einmal. Hier geht es nicht darum sich etwas an Land zu ziehen, nein die Südharzgemeinden sind auf der Suche nach der optimalen Verwaltung für die Zukunft. Dazu muss man sich aber auch mal mit dieser beschäftigen.

In spätestens drei bis vier Jahren gibt es den Landkreis Nordhausen nicht mehr. Die Rufe nach einer Gebietsreform werden ständig lauter und es ist nur noch eine Frage der Zeit bis diese umgesetzt wird. Das Beispiel Sachsen Anhalt zeigt aktuell, dass es ratsam ist, sich vorzeitig mit dem Thema auseinander zu setzen. Die Klagen gegen die Eingemeindungen per Gesetz wurden alle von den Gerichten abgewiesen.

Nach einer solchen Gebietsreform wird es den Landkreis Nordhausen nicht mehr geben. Momentan deutet alles auf einen Zusammenschluss mit dem Kyffhäuserkreis hin. Es kann gut sein, dass ein Großteil des Landratsamtes dann in Sondershausen sitzt und die Stadt Nordhausen im Gegenzug in ihrer Eigenverwaltung gestärkt wird. Ich denke, dass die Gemeinden welche auf die Stadt zugegangen sind, sich genau darüber Gedanken gemacht haben und nun überlegen, wo und wie sie sich ihre Verwaltung der Zukunft vorstellen.

Das die Stadt Nordhausen da nicht ablehnend reagiert hat, ist mehr als verständlich. Übrigens geht es nicht nur um Eingemeindungen sondern auch um die Möglichkeit zunächst als erfüllende Gemeinde aufzutreten. Also lieber Werner, bitte immer schön sachlich bleiben und bitte sich vorher mit den Realitäten auseinandersetzen!
H.Buntfuß
02.09.2010, 15:27 Uhr
Klagen abgewiesen
Es stimmt schon, dass das Gericht des Landes Sachsen-Anhalt, Klagen wegen der Eingemeindung abgelehnt hat. Vielleicht können Sie uns (NDHler) Fairerweise auch sagen warum?

Ist es nicht so, dass diese Gemeinderäte ihre Klagen viel zu spät eingereicht haben? Ob das bewusst oder aus Unwissenheit gemacht wurde kann ich vor hier nicht beurteilen. Aber ich habe da so meine Vorstellungen.
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