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Mi, 17:11 Uhr
01.09.2010

Preisgericht kürt zwei Arbeiten

Das Preisgericht des Wettbewerbs zur Neugestaltung des Blasii-Kirchplatzes hat gestern am Ende einer mehr als zehnstündigen Sitzung in der Kreissparkasse zwei Arbeiten als Preisträger ermittelt. Hier weitere Einzelheiten zum Ausgang...

Das Preisgericht (Foto: psv) Das Preisgericht (Foto: psv)
Das Preisgericht bei der Sitzung in der Kreissparkasse

Den 1. Preis bekommt Gisela Marta Stötzer, Freiburg. Der Träger des 2. Preises ist das Büro lohrer.hochrein landschaftsarchitekten, München und Magdeburg. Das sagte heute Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke.

Hierfür gab es einen ersten Preis (Foto: privat) Hierfür gab es einen ersten Preis (Foto: privat)
Der erste Preis

Sämtliche 21 eingereichten Wettbewerbsarbeiten können vom 6. bis 30. September 2010 in der Kreissparkasse Nordhausen, Kornmarkt 9, zu den üblichen Geschäftszeiten besichtigt werden. Am 15. September werden die Nordhäuser Stadträte während ihrer Sitzung in einer „1.Lesung“ die Wettbewerbsergebnisse besprechen, am darauf folgenden Tag, dem 16. September, werden die Preisträger-Arbeiten der Öffentlichkeit im Rahmen eines „Nordhäuser Stadtgesprächs“ vor- und zur Diskussion gestellt, bevor am 24. November die Stadträte endgültig darüber entscheiden, welcher der Entwürfe wie umgesetzt werden soll. „Wir haben also noch einen langen Prozess bis zur endgültigen Entscheidung vor uns“, sagte Frau Rinke.

„Wir gestalten diesen Platz für die Zukunft und nicht für die Vergangenheit“ – das habe man bei den Preisträgerarbeiten gespürt, sagte Frau Rinke weiter. Trotz dieser zeitgemäßen Herangehensweise aller Wettbewerbsteilnehmer „hat man gespürt, dass sich der Großteil der Büros intensiv mit der Geschichte des Platzes auseinandergesetzt hat.“

Die beiden Preisträgerarbeiten haben sich für Neu-bzw. Ergänzungsbauten zur Platzgestaltung entschieden“, sagte Nordhausens Bau- und Wirtschaftsdezernentin Inge Klaan. Bei beiden Arbeiten blieben die derzeit auf dem Platz vorhandenen Gebäude erhalten wie auch ein Großteil der Bäume. Beiden Arbeiten sei ebenfalls gemeinsam, dass sie dem Platz Intimität verleihen würden, die durch die Ergänzungsbebauung in Richtung Kranichstraße entstehe wie auch durch den Lückenschluss neben der Eselsgasse. „Beide Arbeiten sind nicht historisierend, sehen den Platz allerdings als wichtige Schnittstelle zwischen Alt und Neu. Darüber hinaus lassen beide Entwürfe die Umsetzung der Neugestaltung in Teilschritten zu.“

Details zum Wettbewerb und Bilder von den beiden Preisträgerarbeiten gibt es unter www.nordhausen.de beim Klick auf das Bild „Wettbewerb Neugestaltung Blasiikirchplatz“, und dort im Bereich „Presse“.
Autor: nnz

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Kommentare
pumpnC
01.09.2010, 21:17 Uhr
Ohne Worte
Scheinbar sitzen in der Stadt einige unfähige Leute, die es nicht mal hinbekommen, ein simples PDF zu erstellen oder zu konvertieren. Da kann man sich natürlich auch keine Bilder anschauen.
Luftikus
01.09.2010, 21:53 Uhr
Vertrauen in Stadträte bestätigt
Das Ergebnis läst sich sehen und dürfte die Mehrheit der Nordhäuser zufrieden stellen. Es beweist auch, das auf unsere gewählten und beteiligten Stadtverordneten sowie der anderen Mitglieder des Preigerichts, das gesetzte Vertrauen nicht entäuscht wurde.

Natürlich darf man auch den Aktivisten um Herrn Lauke seinen Dank aussprechen, die durch Ihre Demonstrationen Ihre Wünsche in den Entwürfen verankert haben. Einige Abstriche müssen natürlich beide Seiten hinnehmen.
reiner3000
02.09.2010, 09:17 Uhr
Öfter mal was Neues !
Ich verstehe nicht wieso man immer an dem Alten hängen muss ! Eine Stadt muss sich entwickeln.
Wenn man nicht nach vorne schaut und Neues ausprobiert, würden wir heute noch auf Bäumen leben oder in Höhlen hausen. Mir gefallen die Neuen Entwürfe jedenfalls.

Reiner
J. Arnsmeyer
02.09.2010, 15:59 Uhr
Wo ist der Event-Platz gebleiben?
Dank an alle Bürger, die Ihre Stimme erhoben und über die Zukunft des Blasiikirchplatz nachgedacht haben. Sie dürften dazu beigetragen haben, dass über den Event-Platz nicht mehr geredet wird und die Gestaltung des Platzes bürgernahe Formen annimmt.

Dies ist nicht zurückgewandt und an Altem hängend sondern zukunftsweisend, denn die Stadt von Morgen ist eine Stadt ihrer Bewohner mit zentralen Orten, an denen man sich gerne begegnet, lebt und feiert.

Ich kann nur sagen: weiter so! Mit Hilfe engagierter Menschen lässt sich eine Stadt gestalten, in der es sich lohnt, zu leben.

Eine Bitte noch an Stadt und Stadträte: Unterstützen Sie aktiv das Engagement der Bürger! Werden Sie zum Vorreiter der echten Bürgerbeteiligung und des Dialogs.
Kritiker2010
08.09.2010, 13:50 Uhr
1,2,3 - letzte Chance vorbei
Kurz und knapp: Bei der Betrachtung des favorisierten Entwurfes war ich entsetzt. Nicht, dass ich den Entwurf einfach schlecht reden wollte, wie das in Nordhausen üblich ist. Ich bin mir sicher, dass er durchdacht ist. Ohne die übrigen Entwürfe zu kennen, denke ich vielmehr, dass bislang kaum einer der Entscheidungsträger die notwendigen Zusammenhänge einer funktionierenden Stadt verstanden hat.

Der favorisierte Entwurf bringt aus meiner Sicht:
Ein paar weitere, meist leer stehende Geschäfte in engen dunklen Straßen, ohne Parkmöglichkeiten. Die bestehenden Geschäfte in der Altstadt werden so auch noch ein wenig mehr vom Publikumsverkehr abgeschnitten. Märkte, Konzerte und sonstige Kulturveranstaltungen, welche die Innenstadt beleben könnten, müssen nun endgültig ausgelagert werden. Ein Einkaufzentrum baut in dieser Ecke sicher auch niemand mehr. Von Nordhausens Position im Kaufkraftindex wollen wir ja gar nicht erst reden.

Wie hätte es aussehen können? Wieder kurz und knapp: Domplatz Erfurt im Kleinen. Ein mittelgroßer Platz, mit interessant gestalteten Randzonen, gern auch Treppen und Brunnen - perfekt für alle Veranstaltungen, Rolandsfest, Weihnachtsmarkt, Wochenmärkte, Konzerte, etc. mit vielen Besuchern in der Innenstadt. Außerhalb der Zeiten vollflächiger Nutzung hätte auch der Verkehr weiter durch die Kranichstraße (über den Platz) verlaufen können.

Unter dem Platz hätte eine großzügige Tiefgarage für Anwohner und Einkäufer genügend Raum gefunden. Die Bebauung um den Platz hätte mit ansprechenden Wohn- und Geschäftshäusern geschlossen werden können. Der Platz mit Tiefgarage hätte der entscheidende Antrieb für die Belebung der Altstadt und des gesamten Zentrums werden und auch bestehende Probleme dieser Tage lösen können.

Leider wurde wohl nun auch diese letzte Chance vertan, Nordhausen sowohl für die Menschen, als auch für die Wirtschaft attraktiver zu gestalten und auf das Niveau anderer Städte zu bringen. Die Betreiber der Südharzgalerie wird es freuen, denn in der nun verplanten Ecke wird sich sicher kein reges Geschäftsleben mehr etablieren. Einkaufzentrum am Pferdemarkt? Glaubt sie denn nur wirklich immer noch daran?

Fazit: Prima, Nordhausens Entscheider haben wieder einmal mit viel Augenmaß ins Leere gezielt und sich für eine ruhige, enge und leblose Stadt entschieden.
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