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Do, 13:32 Uhr
09.12.2010

Wenig Resonanz

Am Nordhäuser Südharz-Krankenhaus werden zur Zeit Tarifverhandlungen geführt. Für die Ärzteschaft sitzt der Marburger Bund am Tisch, für die nichtärztlichen Beschäftigten die Gewerkschaft verdi. Die jedoch ist kaum vertreten...


Im August dieses Jahres wurde am Krankenhaus eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Seitens der Gewerkschaft ver.di wurden dazu 1.650 Fragebögen verteilt. "Über den geringen Rücklauf waren wir enttäuscht", schreibt Falk Ludwig von der Gewerkschaft. Lediglich 352 Mitarbeiter des nichtärztlichen Bereiches hatten die Bögen ausgefüllt. Das sind gerade mal etwas mehr als ein Fünftel. Von diesen Beschäftigten befürworten jedoch 92 Prozent, dass die Gewerkschaft den Haustarifvertrag verhandeln soll. Nur: Mitgliedsbeiträge zahlen, das kommt für die überwiegende Zahl der Mitarbeiter nicht in Frage. Nach Angaben der Gewerkschaft gibt es am Krankenhaus mal gerade 292 Mitglieder, von denen hat knapp die Hälfte den Fragebogen ausgefüllt.

Allerdings gibt es seitens ver.di auch einen klitzekleinen Grund zur Freude. Elf Mitarbeiter haben sich für eine Mitgliedschaft entschieden, damit gibt es jetzt 303 Frauen und Männer, die gewerkschaftlich im Südharz-Krankenhaus organisiert sind.

Das bedeutet, dass "die Bedingungen, um erfolgreich Tarifverhandlungen zu führen, immer noch ungünstig sind. Wir sind noch zu schwach, um unsere Tarifforderungen mit Druck durchsetzen zu können. Dafür brauchen wir die Unterstützung aller Beschäftigten", ist aus dem Handzettel der Gewerkschaft herauszulesen.
Autor: nnz

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Kommentare
Georg
09.12.2010, 17:38 Uhr
Trittbrettfahrer...
nenne ich solche Menschen,d ie alle Vorteile der Tarifergebnisse in Anspruch nehmen, selbst aber nichts dafür tun wollen. Wo sollen denn sonst die Einkommenssteigerungen herkommen wenn sie nicht von den Gewerkschaften erstritten und erkämpft werden. Eine Gewerkschaft besteht aus ihren Mitgliedern und je mehr es sind umso besser sind auch dann die Ergebnisse.
Verdianer
09.12.2010, 19:47 Uhr
Hallo Georg, voll richtig ...
... und die Nichtorganisierten klagen dann noch am lautesten, wenn es keine Tarifabschlüsse gibt. Leute, werdet munter und handelt! Unterstützt mit eurer Mitgliedschaft die Tarifkommission. Nur das bringt ein besseres Arbeitgeberangebot!
Georg66
09.12.2010, 23:03 Uhr
Die Gewerkschaften...
sollten sich nicht so weit aus dem Fenster lehnen! Was haben denn die Gewerkschaften in den letzten Jahren gegen Massenentlassungen gerade im öffentlichen Dienst unternommen?

Die Kündigungen mit abgenickt. Ach so. Es wurden ja immer noch Abfindungen gezahlt.
Aber was hat es im Enddefekt den Gewerkschaftsmitgliedern genutzt? Nichts!

Im Gegenteil wurde bei den ehemaligen Mitarbeitern versucht, von dem gezahlten Arbeitslosengeld noch weiter Mitgliedsbeiträge zu kassieren. Eine Erfolglosenprämie müßte man das doch nennen!

Die Gewerkschaftsbosse haben sich doch mit den Arbeitgebervertretern in den letzten Jahren immer besser verstanden. Sogar Urlaubsreisen haben sich diese finanzieren lassen. Solche Gewerkschaften braucht kein Arbeitnehmer. Den Mitgliedsbeitrag kann sich jeder sparen. Die Gewerkschaften, so wie diese jetzt organisiert sind, gehören sofort abgeschafft!
Verdianer
10.12.2010, 10:15 Uhr
Hallo Georg66 ....
...genau das meine ich mit klagen! Es werden Themen vermischt und entstellt. Der Kommentar wird für persönlichen Frust ausgenutzt. Es ging doch im Artikel um Tarifverhandlungen. Übrigens, Gewerkschaften bestehen nicht nur aus "Gewerkschaftsbossen" sondern in erster Linie aus Mitgliedern!

Was die Abschaffung von Gewerkschaften anbelangt, da ist ein Blick in die Geschichte interessant! Bitte nicht vergessen was frühere Generationen für abhängig Beschäftigte erkämpft haben!
Georg66
10.12.2010, 11:41 Uhr
Und es war Sommer...
Daß die Mitglieder den Gewerkschaften in den letzten Jahren in Massen davon gelaufen sind, ist doch kein Geheimnis.
Und dass Herr Sommer den Zusammenschluss von verschiedenen Gewerkschaften begrüßt, ist doch auch verständlich. Somit ist der Arbeitsplatz an der Spitze immer sicher.

Verständlich für Herrn Sommer, aber nicht für die verar... Mitglieder und ex-Mitglieder. Ich kann jeden noch Mitglied nur raten: Austreten und das Geld sparen.
Aber Zuhause in die Spardose, denn irgenwann kommt dann Hartz, mit all seinen entarteten Fassetten.

PS:Ich lasse in der NNZ keinen Frust ab, da gibt es andere Möglichkeiten. Außerdem ist das hier kein Chat!
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