Fr, 13:00 Uhr
14.01.2011
Über dem Durchschnitt
Der Tourismus im Harz hat sich im vergangenen Jahr positiv entwickelt. Während sich laut Statistischem Bundesamt der Harz in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt von Januar bis Oktober über je gut zwei Prozent mehr Gästeankünfte freuen kann, kann der Südharz sogar ein Plus von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbuchen...
Fast 69.500 Gäste machten in den ersten drei Quartalen Urlaub im Thüringer Harz. Ähnlich positiv haben sich auch die Übernachtungen entwickelt: Hier stiegen die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr um fast fünf Prozent auf rund 174.600 Übernachtungen. Besonders das Sommerhalbjahr von Mai bis Oktober hat zu diesem Trend beigetragen. Allein in diesem Zeitraum gab es gut 13 Prozent mehr Gästeankünfte als im Jahr zuvor und vier Prozent mehr Übernachtungen. Im Schnitt bleiben die Gäste zweieinhalb Tage, was dem bundesweiten Trend zu Kurzreisen entspricht.
Im vergangenen Jahr sind verschiedene Entscheidungen gefallen, die den Tourismus weiter fördern sollen. Ein aktuelles Beispiel: In der letzten Kreistagssitzung 2010 im Dezember haben die Kreisräte entschieden, dass der Landkreis Nordhausen dem Vorbild der anderen Harzer Landkreise folgt und wieder Mitglied im Harzer Tourismusverband (HTV) wird. Die Zusammenarbeit mit dem Dachverband für die touristische Vermarktung des Harzes hatte sich in den vergangenen Monaten schon deutlich intensiviert.
So wirbt beispielsweise der Südharzer Tourismusverband in einer gemeinsamen Anzeige mit dem Theater, dem Rabensteiner Stollen und der Arbeitsgemeinschaft Thüringer Südharz für die Region im neuen Reisekatalog des HTV, der u.a. auf Messen im In- und Ausland verteilt wird. Durch die Umstrukturierung von HTV und dem Regionalverband Harz ist Landrat Joachim Claus nun der stellvertretende Vorsitzende beider Verbände. Ich sehe die touristische Entwicklung der Region positiv. Neue Potentiale eröffnet aus meiner Sicht der Naturpark Südharz, denn nun können wir auch unter dem Dach der Nationalen Naturlandschaften werben, sagt Landrat Joachim Claus (CDU), der Vorsitzender des Südharzer Tourismusverbandes ist.
Dieser ist Träger des im Dezember ausgewiesenen Naturparks Südharz. In der Tourist-Info im Harzquerbahnhof haben die Mitarbeiter bereits eine kleine Naturparkinfo eingerichtet. Im historischen Ambiente des gut 100 Jahre alten Bahnhofsgebäudes der Harzer Schmalspurbahnen bietet der Südharzer Tourismusverband seit April montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr sowie am Wochenende von 8 bis 11 Uhr neben der touristischen Fachberatung und Zimmervermittlung auch Tickets für Bus und Straßenbahn sowie HSB-Fahrkarten, Souvenirs, Karten für das Nordhäuser Theater und für zahlreiche Veranstaltungen in Thüringen.
Ein Kernstück des Naturparks Südharz ist die Karstlandschaft, den der Karstwanderweg erschließt. Dieser überregionale Weg, dessen Träger in Thüringer der Landkreis Nordhausen ist, wird derzeit in einem Vorhaben zur Entwicklung von Natur und Landschaft, kurz ENL, aufgewertet. Der Förderverein Karstwanderweg Landkreis Nordhausen setzt mit Fördermitteln der EU und des Freistaats Maßnahmen um, die die Besucher der Karstregion informieren und an besondere Punkte lenken, ihnen Naturerlebnisse bieten, den Naturschutz thematisieren und die Qualität des Weges weiter steigern werden.
Neben dem Naturpark-Status wird sich auch der Anschluss des Thüringer Harzes an den niedersächsischen Mountainbike-Park Harz auswirken, den die Harz-Agentur unter dem Namen des Hauptsponsors als Volksbank Arena Harz vermarktet. Derzeit liegen die vorgeschlagenen Strecken rund um Ellrich, Ilfeld und Neustadt u.a. im Forstamt Bleicherode aus. Den Startschuss für den Ausbau hatten die Bürgermeister von Ellrich, Ilfeld und Neustadt Matthias Ehrhold, René Schröter-Appenrodt und Dirk Erfurt, die sich zur Arbeitsgemeinschaft Thüringer Südharz zusammengeschlossen haben, im Juni mit einer Zweckvereinbarung mit der Samtgemeinde Oberharz gegeben.
Im späten Frühjahr sollen die Strecken dann für die Mountainbiker ausgewiesen sein. Der Verein für Wirtschaftsentwicklung der Region Nordhausen steuert 30.000 Euro aus Mitteln des Regionalbudgets bei, Ellrich, Ilfeld und Neustadt jeweils 3.000 Euro sowie 1.000 Euro jährlich in den kommenden zehn Jahren, um die Strecken zu unterhalten. Ebenfalls im Juni unterzeichneten der Südharzer Tourismusverband, der Landkreis, die KAG Thüringer Südharz und die Stadt Nordhausen einen Kooperationsvertrag, um stärker im Tourismus zusammenzuarbeiten. Seitdem gibt es regelmäßige Treffen, bei denen gemeinsame Marketingprojekte angeschoben werden.
Viele weitere Informationen zum Tourismusverband und zur Region stehen unter www.nordhausen-tourist.de
Autor: nnzFast 69.500 Gäste machten in den ersten drei Quartalen Urlaub im Thüringer Harz. Ähnlich positiv haben sich auch die Übernachtungen entwickelt: Hier stiegen die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr um fast fünf Prozent auf rund 174.600 Übernachtungen. Besonders das Sommerhalbjahr von Mai bis Oktober hat zu diesem Trend beigetragen. Allein in diesem Zeitraum gab es gut 13 Prozent mehr Gästeankünfte als im Jahr zuvor und vier Prozent mehr Übernachtungen. Im Schnitt bleiben die Gäste zweieinhalb Tage, was dem bundesweiten Trend zu Kurzreisen entspricht.
Im vergangenen Jahr sind verschiedene Entscheidungen gefallen, die den Tourismus weiter fördern sollen. Ein aktuelles Beispiel: In der letzten Kreistagssitzung 2010 im Dezember haben die Kreisräte entschieden, dass der Landkreis Nordhausen dem Vorbild der anderen Harzer Landkreise folgt und wieder Mitglied im Harzer Tourismusverband (HTV) wird. Die Zusammenarbeit mit dem Dachverband für die touristische Vermarktung des Harzes hatte sich in den vergangenen Monaten schon deutlich intensiviert.
So wirbt beispielsweise der Südharzer Tourismusverband in einer gemeinsamen Anzeige mit dem Theater, dem Rabensteiner Stollen und der Arbeitsgemeinschaft Thüringer Südharz für die Region im neuen Reisekatalog des HTV, der u.a. auf Messen im In- und Ausland verteilt wird. Durch die Umstrukturierung von HTV und dem Regionalverband Harz ist Landrat Joachim Claus nun der stellvertretende Vorsitzende beider Verbände. Ich sehe die touristische Entwicklung der Region positiv. Neue Potentiale eröffnet aus meiner Sicht der Naturpark Südharz, denn nun können wir auch unter dem Dach der Nationalen Naturlandschaften werben, sagt Landrat Joachim Claus (CDU), der Vorsitzender des Südharzer Tourismusverbandes ist.
Dieser ist Träger des im Dezember ausgewiesenen Naturparks Südharz. In der Tourist-Info im Harzquerbahnhof haben die Mitarbeiter bereits eine kleine Naturparkinfo eingerichtet. Im historischen Ambiente des gut 100 Jahre alten Bahnhofsgebäudes der Harzer Schmalspurbahnen bietet der Südharzer Tourismusverband seit April montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr sowie am Wochenende von 8 bis 11 Uhr neben der touristischen Fachberatung und Zimmervermittlung auch Tickets für Bus und Straßenbahn sowie HSB-Fahrkarten, Souvenirs, Karten für das Nordhäuser Theater und für zahlreiche Veranstaltungen in Thüringen.
Ein Kernstück des Naturparks Südharz ist die Karstlandschaft, den der Karstwanderweg erschließt. Dieser überregionale Weg, dessen Träger in Thüringer der Landkreis Nordhausen ist, wird derzeit in einem Vorhaben zur Entwicklung von Natur und Landschaft, kurz ENL, aufgewertet. Der Förderverein Karstwanderweg Landkreis Nordhausen setzt mit Fördermitteln der EU und des Freistaats Maßnahmen um, die die Besucher der Karstregion informieren und an besondere Punkte lenken, ihnen Naturerlebnisse bieten, den Naturschutz thematisieren und die Qualität des Weges weiter steigern werden.
Neben dem Naturpark-Status wird sich auch der Anschluss des Thüringer Harzes an den niedersächsischen Mountainbike-Park Harz auswirken, den die Harz-Agentur unter dem Namen des Hauptsponsors als Volksbank Arena Harz vermarktet. Derzeit liegen die vorgeschlagenen Strecken rund um Ellrich, Ilfeld und Neustadt u.a. im Forstamt Bleicherode aus. Den Startschuss für den Ausbau hatten die Bürgermeister von Ellrich, Ilfeld und Neustadt Matthias Ehrhold, René Schröter-Appenrodt und Dirk Erfurt, die sich zur Arbeitsgemeinschaft Thüringer Südharz zusammengeschlossen haben, im Juni mit einer Zweckvereinbarung mit der Samtgemeinde Oberharz gegeben.
Im späten Frühjahr sollen die Strecken dann für die Mountainbiker ausgewiesen sein. Der Verein für Wirtschaftsentwicklung der Region Nordhausen steuert 30.000 Euro aus Mitteln des Regionalbudgets bei, Ellrich, Ilfeld und Neustadt jeweils 3.000 Euro sowie 1.000 Euro jährlich in den kommenden zehn Jahren, um die Strecken zu unterhalten. Ebenfalls im Juni unterzeichneten der Südharzer Tourismusverband, der Landkreis, die KAG Thüringer Südharz und die Stadt Nordhausen einen Kooperationsvertrag, um stärker im Tourismus zusammenzuarbeiten. Seitdem gibt es regelmäßige Treffen, bei denen gemeinsame Marketingprojekte angeschoben werden.
Viele weitere Informationen zum Tourismusverband und zur Region stehen unter www.nordhausen-tourist.de


