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Di, 16:06 Uhr
25.01.2011

Auf Streik vorbereiten

Hochschulangehörige und Lehrer bereiten sich auf Streik vor. So lautete eine heutige Meldung. Die nnz wollte wissen, ob das auch für die Nordhäuser Fachhochschule gilt...


Die Tarif- und Besoldungsrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst wird am 4. Februar 2011 eröffnet. In drei Verhandlungsrunden wollen die Gewerkschaften GEW, ver.di und GdP gemeinsam mit der dbb Tarifunion ihre Forderungen gegenüber den Arbeitgebern durchsetzen. Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder wollen am wirtschaftlichen Aufschwung beteiligt werden.

Die GEW Thüringen bereitet derzeit ihre Mitglieder und betroffene Beschäftigte in Schulen und Hochschulen auf die Tarif- und Besoldungsrunde vor. Im Mittelpunkt steht neben der Information der Gewerkschaftsforderungen auch die Mobilmachung und Vorbereitung von Aktionen, Warnstreiks und Streiks. Letztere werden notwendig, wenn die Tarifgemeinschaft der Länder als Vertreterin der Arbeitgeberseite die Forderungen nicht umsetzt.

Die GEW erwartet erbitterten Widerstand der Länder und setzt auf die entschlossene Kampfkraft der Gewerkschaften, um erfolgreich zu sein. Immerhin sind etwa 20.000 Beschäftigte des Freistaats Thüringen von dieser Tarifrunde betroffen. Deshalb lädt die GEW zu einer öffentlichen Mitgliederversammlung am 26.01.2011 um 16:30 Uhr im Audimax der FH Nordhausen ein.

Die Kernforderungen sind
  • Anhebung der Tabellenentgelte um 50 Euro und 3 Prozent. Dabei sollen die Tabellenentgelte um einen Sockelbetrag in Höhe von 50 Euro und um 3 Prozent erhöht werden. Über alle Entgeltgruppen und Stufen hinweg entspricht dies einer durchschnittlichen Erhöhung der Einkommen um gut 5 Prozent.
  • In der Tarifrunde soll eine Entgeltordnung zum TV-L (Länder-Entgeltordnung L-EGO) vereinbart werden. Bisherige Verhandlungen dazu wurden mehrfach durch die Tarifgemeinschaft der Länder abgebrochen. Die Entgeltordnung soll erstmalig die Tätigkeitsmerkmale für Lehrkräfte tarifieren. Besonders für die GEW hat L-EGO einen hohen Stellenwert. Damit soll eine auf gleichwertige Tätigkeit und gleichwertige Ausbildung bezogene Eingruppierung der Lehrkräfte an Schulen und Hochschulen erreicht werden, die auch die noch vorhandenen Unterschiede in den Entgelten Ost und West aufhebt.
  • Die Gewerkschaften fordern, eine Öffnungsklausel für landesbezirkliche Tarifverhandlungen zur Altersteilzeit zu vereinbaren.
  • Der persönliche Geltungsbereich des TV-L soll auf die künstlerischen Lehrkräfte an Kunst- und Musikhochschulen sowie auf wissenschaftliche Hilfskräfte ausgeweitet werden. Die Tarifvertragsparteien werden aufgefordert, den Anstieg befristeter Arbeitsverhältnisse zu stoppen und die Zunahme prekärer Beschäftigung insbesondere an Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu verhindern.
  • Die Gewerkschaften fordern die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Tarifabschlusses auf Beamtinnen und Beamte. Dies würde nicht für die Landesbediensteten gelten, sondern auch für Beamtinnen und Beamte, die bei den Kommunen beschäftigt sind.
  • Als Laufzeit fordern die Gewerkschaften 14 Monate. Damit würde die nächste Tarifrunde im Bereich der Länder synchron zum TVöD stattfinden, was der gewerkschaftlichen Strategie entspricht, einen möglichst großen Gleichklang für alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst wiederherzustellen.
Autor: nnz

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