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Do, 11:24 Uhr
27.01.2011

Gemeinsam stark für Nordhausen

„Zuwanderung und Integration gehören zusammen“ erklärte Staatsministerin Maria Böhmer angesichts der Veröffentlichung des Migrationsberichts 2009. Um die Integration auch auf kommunaler Ebene für den Landkreis Nordhausen voranzutreiben, wird derzeit ein lokaler Integrationsplan erarbeitet...


Wie bereits im vergangenen Jahr engagieren sich wieder zahlreiche Akteure für verbesserte Rahmenbedingungen der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in Nordhausen. Sie erarbeiten in diesem Zusammenhang einen Integrationsplan für den Landkreis. Die Beteiligten setzen sich dabei aus Vertretern der Verwaltungen von Stadt und Landkreis, Studierenden der FH und des Studienkollegs, Migrantenorganisationen, Bildungsträgern, Parteien und Vereinen zusammen. Initiator und verantwortlich für die Koordination der Arbeit ist der JugendSozialwerk Nordhausen e. V. mit dem Projekt „MIGRADO“. Ziel der Arbeit ist es, Handlungsfelder und Maßnahmen für eine verbesserte Integration und ein interkulturelles Zusammenleben in Nordhausen zu veröffentlichen.

Es leben rund 2.000 Migranten in Nordhausen, die es heißt, in das soziale und kulturelle Leben der Stadt mit einzubeziehen, um das Potential, dass die Vielfalt mit sich bringt, optimal zu nutzen. Der Integrationsplan zeigt dabei die Rahmenbedingungen auf und analysiert Maßnahmen für eine verbesserte Partizipation aller.

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière erläuterte, dass Integration ein aufeinander Zugehen ist. Dabei ist es wichtig, die kulturelle Vielfalt in Deutschland als Bereicherung zu sehen und nicht als Bedrohung. Integration ist eine Querschnittsaufgabe, welche die gesamte Bevölkerung betrifft und daher zusammen erarbeitet und getragen werden muss. Die verschiedenen Themen der Arbeitsgruppen spiegeln die Bandbreite der Integration wieder und machen deutlich, dass sie eine vielschichtige Aufgabe ist, die sich durch alle Lebenslagen hindurch zieht.

Die Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit den Handlungsfeldern Schule, Sprache und Bildung, Arbeit und Ausbildung, Soziale Integration, Betreuung und Beratung, Förderung des interkulturellen und interreligiösen Zusammenlebens sowie interkulturelle Öffnung der Verwaltungen. Es wurden bereits konkrete Problemfelder analysiert und derzeit werden Empfehlungen zur Arbeit an diesen diskutiert und zusammengetragen.

Um möglichst auf alle Problemlagen im Landkreis eingehen zu können benötigen wir ihre Mithilfe. Daher ist jeder Bürger herzlich Willkommen uns bei der Arbeit zu unterstützen und eigene Ideen mit anzubringen. Besonders freuen wir uns über die Mitwirkung von Migranten, die aus ihrer eigenen Perspektive berichten können und uns mit ihren Erfahrungen und Eindrücken zur Seite stehen.

Bei Fragen oder Interesse an der Mitarbeit in einer Arbeitsgruppe melden sie sich bei Birthe Sieg (Projekt „MIGRADO“, Familienzentrum, JugendSozialwerk Nordhausen e.V. Telefonnummer 03631/467864, E-Mail:b.sieg@jugendsozialwerk.de)
Autor: nnz

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Kommentare
Georg66
27.01.2011, 17:48 Uhr
Integration
Ich hätte an die Frau Böhmer mal eine Frage.
Wieso ist Deutschland ein Einwanderungsland geworden und muss dadurch tausende Integrationswillige und Unwillige auf Kosten des deutschen Steuerzahlers eingliedern.
Keine Deutschkenntnisse, oftmals keine Schul- und Berufsausbildung und kein Wille sich der abendländischen Kultur anzupassen.
Zum goldenen Schluss kommt noch die Forderung der Politik, sich stärker für fremde Kulturen zu begeistern.
der Andere
27.01.2011, 21:16 Uhr
bitte erst mal Baustelle "Deutsche Einheit " abarbeiten ;-)
Unsere eigennützigen Politiker sollten erst mal die Baustelle " Deutsche Einheit " zum erfolgreichen Abschluss bringen, bevor die nächste Baustelle in Angriff genommen wird und nur Trümmer statt blühender Landschaften hinterlassen werden.

Bitte integriert erst mal Ostdeutschland in die bunte Republik, denn so erfolgreich scheint das Projekt ja noch nicht zu sein.
Ich arbeite schon fast ein Jahrzehnt in den alten Bundesländern für den doppelten Lohn - vielleicht habe ich es nur deshalb nicht mitbekommen,daß nicht nur die Preise für die Lebenshaltungskosten dem Westniveau angepasst wurden, sondern auch die Löhne.Aber ich denke ich irre mich gewaltig.

Nichts gegen Migranten oder Ausländer, aber warum sind die Geburten deutscher Bürger so zurückgegangen ? Weil die Familienpolitik und alles drumherum total verfehlt ist.

Das wird jetzt versucht, mit der Integration von Migranten zu glätten.Fachkräftemangel nennt man das dann - , da sieht man mal , was unser Bildungssystem so drauf hat, wenn man schon im Ausland ausgebildete Fachkräfte anheuern muss.Sehr einfallsreich kann ich dazu nur sagen.

Gute Nacht Deutschland !
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