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Do, 14:53 Uhr
27.01.2011

Lauterberg in Limlingerode

„In Bewegung“, Dichtung, Zeichnung und Malerei. So wird der Auftakt des Jahres 2011 in der Dichterstätte Sarah Kirsch in Limlingerode betitelt. nnz-Autorin Heidelore Kneffel stellt das Programm vor...

Karen Aurin (Foto: H. Kneffel) Karen Aurin (Foto: H. Kneffel)

Karen Aurin, Jahrgang 1944, ist seit einigen Jahren Mitglied des Fördervereins „Dichterstätte Sarah Kirsch“. Seitdem wirkte sie das eine und andere Mal an der Gestaltung der Programme mit. Als wir erfuhren, dass sie zeichnet und malt, besuchten einige von uns sie in ihrem anheimelnden Holzhaus nahe Bad Lauterberg und überzeugten uns von der bildkünstlerischen Qualität ihrer Blätter. Die Idee zu einer HausART in Limlingerode wurde geboren, die heute durch Karin Kisker eröffnet wird.

Aurin, die sich schon als Kind die Welt mit Zeichnen und Malen erschloss, befasst sich seit 1974 intensiv mit dem künstlerischem Tun. Das Familienleben mit drei Kindern, der Beruf als Lehrerin ließen nicht kontinuierlich ein künstlerisches Tätigsein zu. Über ein Fernstudium und durch direkte Teilnahme an verschiedenen Kursen wurde sie immer selbständiger. Sie unterrichtete auch in Bildender Kunst an der Volkshochschule. In den unterschiedlichen Lebensphasen blieb der Drang zum Zeichnen und Malen beständig.

Der Titel der Ausstellung „In Bewegung“ bezieht geistiges, seelisches und körperliches Bewegtsein ein, das ja immer aus einer Ruheposition erfolgt. Karen Aurin zeigt die Amaryllis in mehreren Stadien des Blühens und im Vorgang des Verwelkens, des Vergehens. Mit an- und aufrührender Intensität wird dieser Vorgang in vielen Phasen zeichnerisch erfasst.

Der zweite Schwerpunkt zeigt mehrere Blätter zu „Körper und Tanz“. Die ersten Zeichnungen dazu entstanden während eines Kurses. Diese Bewegungsstudien wurden dann auch in Farbe weitergeführt. Drei Collageblätter runden diese Serie in Limlingerode.

In der anschließenden Lesung werden Dichterinnen und Dichter aus der Publikationsreihe „Poesiealbum“ vorgestellt. Das sind Annette von Droste-Hülshoff, Ernst Toller, Richard Pietraß, Wulf Kirsten, Eva Strittmatter, Christine Lavant, Georg Heym, Wolfgang Hilbig, Christoph Meckel.

Bernd Jentzsch, Lyriker und Lektor im Verlag Neues Leben, begründete 1967 die legendäre ostdeutsche Publikationsreihe „Poesiealbum“, die 1990 eingestellt wurde. Auf jeweils 32 Seiten wurden internationale Dichter und junge Poeten der DDR vorgestellt. 275 Hefte und 15 Sonderhefte erschienen zwischen 1967 und 1990 und waren eine preiswerte Möglichkeit, Poesie kennen zu lernen. Das ungewöhnliche Format, die Titelbilder und Grafiken auf den Innenseiten machten die Lyrikhefte unverwechselbar.

Seit 2007 wird sie im Märkischen Verlag Wilhelmshorst fortgeführt, herausgegeben und ausgewählt von dem Lyriker Richard Pietraß.
Heidelore Kneffel

„In Bewegung“, Dichtung, Zeichnung und Malerei als Auftakt des Jahres; 2011 am Samstag, 29. Januar, ab 14.30 Uhr in der „Dichterstätte“; Dauer: bis 16. April 2011
Autor: nnz

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