Do, 09:58 Uhr
03.02.2011
Flüge teurer als gedacht
Versteckte Kosten, doppelte Gebühren und verteuerte Flüge nach der Buchung: Eigentlich sollte durch eine EU-Regelung die Flugbuchung im Internet für Kunden transparenter werden. Für einige Online-Flugvermittler gilt das offenbar nicht. Hier ist die Überraschung beim Endpreis inklusive...
Wie viel die Reiseversicherung tatsächlich kostet, erfährt der Nutzer erst, wenn er sie gezielt mit einem Klick abwählt. Das selbe Muster bei cheapfares.de und Elumbus: Hier soll dem Nutzer ein Reiserücktritts-Topschutz untergejubelt werden. Bei allen Portalen variieren die Preise für die Versicherung je nach Strecke. Bei einem sehr kurzen Flug zum Beispiel kostet die Versicherung 12 Euro.
Ein Flug von Dortmund nach Barcelona für 70 Euro? Wer jetzt auf den Button Flug buchen klickt, wähnt das Angebot in der eigenen Tasche. Das Problem: Die Online-Flugvermittler geben keine Gewähr, dass der Kunde diesen Flug für den angezeigten Preis tatsächlich erhält. Sie haften nicht dafür, ob die Angaben zur Airline und zum Preis stimmen. Nach Auskunft von fluege.de liegt das daran, dass die Flugvermittler nicht immer die aktuellsten Flug-Informationen gespeichert haben.
Deshalb erhalten Reisende auch schon mal Flüge, die deutlich teurer waren als online bei der Buchung angezeigt. Ebenfalls intransparent: Will der Reisende bei cheapfares.de einen Flug buchen, ändert sich regelmäßig im nächsten Buchungsschritt der Preis. Der Nutzer wird nun zwar explizit auf den veränderten Preis hingewiesen, den vermeintlichen Schnäppchen-Flug bekommt er jedoch nicht.
Autor: nnzMichael Ballack: Alles in Ordnung!
Nach der Suchanfrage bei dem Online-Flugvermittler fluege.de erscheint Michael Ballack auf dem Bildschirm. Er hält den Daumen hoch und signalisiert: Alles in Ordnung! Zwei Klicks weiter kann der Nutzer dann den gewünschten Flug buchen. Worauf die Reisenden sich aber bei manchen Flugvermittlern wirklich einlassen, wissen die wenigsten. test.de hat sich einige Beispiele angeschaut.Servicegebühren zusätzlich
Der Fluggast beauftragt den Flugvermittler mit einer sogenannten Buchungsanfrage – im Gegensatz zu vielen Flugsuchmaschinen, die den Nutzer direkt zum Anbieter weiterleiten (test 02/2010). Vergleichbar einem Reisebüro, bucht das Vermittlungs-Portal dann für den Kunden den gewünschten Flug. Dabei kommt ein Vertrag zustande – oftmals mit klaren Nachteilen für den Verbraucher. Denn für ihre Dienstleistung verlangen einige Flugvermittler Gebühren. Bei fluege.de und flug24.de beispielsweise hängt das zusätzliche Entgelt von der Anzahl der Reisenden, der Flugstrecke und sonstiger Serviceleistungen ab. Cheapfares.de kassiert 12 Euro pro Passagier, unabhängig von der Flugstrecke. Bei den anderen geht es in der Regel mit 20 Euro los.Reiseversicherung ist voreingestellt
2008 wurde den Fluggesellschaften untersagt, im Internet die Buchung einer Reiseversicherung voreingestellt zu haben. Das heißt, der Kunde muss seitdem die Versicherung bewusst anwählen, wenn er diese abschließen möchte. Bei Online-Flugvermittlern wie fluege.de oder flug24.de ist das anders: Hier ist der RundumSorglos-Schutz inbegriffen. Im Endpreis taucht der Preis für die Versicherung allerdings nicht auf.Wie viel die Reiseversicherung tatsächlich kostet, erfährt der Nutzer erst, wenn er sie gezielt mit einem Klick abwählt. Das selbe Muster bei cheapfares.de und Elumbus: Hier soll dem Nutzer ein Reiserücktritts-Topschutz untergejubelt werden. Bei allen Portalen variieren die Preise für die Versicherung je nach Strecke. Bei einem sehr kurzen Flug zum Beispiel kostet die Versicherung 12 Euro.
Ein Flug von Dortmund nach Barcelona für 70 Euro? Wer jetzt auf den Button Flug buchen klickt, wähnt das Angebot in der eigenen Tasche. Das Problem: Die Online-Flugvermittler geben keine Gewähr, dass der Kunde diesen Flug für den angezeigten Preis tatsächlich erhält. Sie haften nicht dafür, ob die Angaben zur Airline und zum Preis stimmen. Nach Auskunft von fluege.de liegt das daran, dass die Flugvermittler nicht immer die aktuellsten Flug-Informationen gespeichert haben.
Deshalb erhalten Reisende auch schon mal Flüge, die deutlich teurer waren als online bei der Buchung angezeigt. Ebenfalls intransparent: Will der Reisende bei cheapfares.de einen Flug buchen, ändert sich regelmäßig im nächsten Buchungsschritt der Preis. Der Nutzer wird nun zwar explizit auf den veränderten Preis hingewiesen, den vermeintlichen Schnäppchen-Flug bekommt er jedoch nicht.

