Di, 11:42 Uhr
08.02.2011
Naturpark Südharz - einige Macher im Kreis
Die vorhin beschriebene Situation wäre noch viel dramatischer, wenn es nicht von amtlicher Seite, aber auch von unternehmerischer Seite Aktivitäten gebe, die sehr vielversprechend und wirkungsvoll sind. Dies ändert aber nichts an der seit vielen Jahren anhaltenden großflächigen Tendenz auf den extensiv zu nutzenden ursprünglich offenen Bereichen der Kulturlandschaft: Einige Vorreiter seien hier stellvertretend genannt:
Eine artenreiche Gebirgswiese im NSG Brandesbachtal. Ein positives Beispiel für das, was uns in vielen anderen Bereichen des heutigen Naturparks verloren ging
Seit vielen Jahren arbeite ich als Einzelkämpfer und jetzt in der BUND-Kreisgruppe mit der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Nordhausen zusammen. Trotz der dort oft schwierigen Personalsituation und der daraus resultierenden Arbeitsbelastung und trotz oft fehlender Mittel, tut man dort aus meiner Sicht das irgendwie Mögliche, um vor allem in den Naturschutzgebieten alte Nutzungsformen zu erhalten, Streuobstwiesen freizustellen und immer ein offenes Ohr für die Wünsche der Umweltverbände zu haben.
Weiterhin sind Landwirte zu nennen, an denen wohl kein Naturpark und kein Biosphärenreservat künftig vorbeikommen, wenn die mit ihnen verbundenen Ziele erreicht werden sollen: Als Beispiele mögen die drei folgenden Familien dienen: Die Familien Forst aus Nordhausen und Rüdigsdorf sowie die Familie Liebig aus Sophienhof lassen von ihren Tieren Flächen beweiden, die zum Teil seit langem nicht mehr beweidet wurden, so im Beretal und im Raum Rothesütte.
Eine der größten Ziegenherden Thüringens weidet im Harz, und die Wiedereinführung des robusten und für die Landschaftspflege bestens geeignten, vom Aussterben bedrohten Harzer Rindes Roten Höhenviehs, haben in einigen Bereichen unseres Naturparks und unserer Schutzgebiete eine positive Entwicklung herbeigeführt. Sie stehen beispielhaft für das, was wir in ihnen brauchen: umweltverträgliche, die Biodiversität fördernde Landnutzung, die mit einem sanften Tourismus und der Vewrmarktung regionaler Produkte einhergeht.
Genannt und gewürdigt seien auch die letzten Schäfer im Landkreis, die den niedrigen Wollpreisen trotzen, und sich immer noch den Luxus gönnen, Schafe für die Landschaftspflege zu halten. Diese Schäfer, die Forsts und Liebigs können Anlass zur Hoffnung geben. Hier sollten die Verantwortlichen in Bund, Land, Städten und Gemeinden der Region ansetzen.
Bodo Schwarzberg
Autor: nnzEine artenreiche Gebirgswiese im NSG Brandesbachtal. Ein positives Beispiel für das, was uns in vielen anderen Bereichen des heutigen Naturparks verloren ging
Seit vielen Jahren arbeite ich als Einzelkämpfer und jetzt in der BUND-Kreisgruppe mit der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Nordhausen zusammen. Trotz der dort oft schwierigen Personalsituation und der daraus resultierenden Arbeitsbelastung und trotz oft fehlender Mittel, tut man dort aus meiner Sicht das irgendwie Mögliche, um vor allem in den Naturschutzgebieten alte Nutzungsformen zu erhalten, Streuobstwiesen freizustellen und immer ein offenes Ohr für die Wünsche der Umweltverbände zu haben.
Weiterhin sind Landwirte zu nennen, an denen wohl kein Naturpark und kein Biosphärenreservat künftig vorbeikommen, wenn die mit ihnen verbundenen Ziele erreicht werden sollen: Als Beispiele mögen die drei folgenden Familien dienen: Die Familien Forst aus Nordhausen und Rüdigsdorf sowie die Familie Liebig aus Sophienhof lassen von ihren Tieren Flächen beweiden, die zum Teil seit langem nicht mehr beweidet wurden, so im Beretal und im Raum Rothesütte.
Eine der größten Ziegenherden Thüringens weidet im Harz, und die Wiedereinführung des robusten und für die Landschaftspflege bestens geeignten, vom Aussterben bedrohten Harzer Rindes Roten Höhenviehs, haben in einigen Bereichen unseres Naturparks und unserer Schutzgebiete eine positive Entwicklung herbeigeführt. Sie stehen beispielhaft für das, was wir in ihnen brauchen: umweltverträgliche, die Biodiversität fördernde Landnutzung, die mit einem sanften Tourismus und der Vewrmarktung regionaler Produkte einhergeht.
Genannt und gewürdigt seien auch die letzten Schäfer im Landkreis, die den niedrigen Wollpreisen trotzen, und sich immer noch den Luxus gönnen, Schafe für die Landschaftspflege zu halten. Diese Schäfer, die Forsts und Liebigs können Anlass zur Hoffnung geben. Hier sollten die Verantwortlichen in Bund, Land, Städten und Gemeinden der Region ansetzen.
Bodo Schwarzberg


