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Di, 12:21 Uhr
08.02.2011

Geburtstag im Südharz

Seit im September vergangenen Jahres der Sozialverband VdK sein 20-jähriges Bestehen in Thüringen feierte, geht es Schlag auf Schlag mit den Jubelfeiern. Nach Bleicherode und Nordhausen beging nun auch der Ortsverband Ilfeld gestern sein 20-jähriges Bestehen mit einer festlichen Mitgliederversammlung. Ein Bericht von Klaus Henze...

Gefeiert (Foto: K. Henze) Gefeiert (Foto: K. Henze)
Gut vorbereitet startete die Jubiläumsfeier

Die Vorsitzende des Ortsverbandes Ingrid Müller nutzte ihre kurze Festansprache zu einem kleinen Rückblick auf die Entwicklung des VdK in Ilfeld. Am 30. Januar 1991 wurde in Anwesenheit von etwa 70 Interessenten mit Unterstützung von Kameraden aus dem Landesverband Rheinland-Pfalz, insbesondere des Hauptgeschäftsführers a. D. Waldemar Brömmersdorf aus Koblenz, der Ortsverband Ilfeld/Neustadt gegründet. Erster Vorsitzender wurde Walter Kubach, heute Ehrenvorsitzender des Ortsverbandes.

Sie zollte ihm und den anderen damaligen Vorstandsmitgliedern Hochachtung für ihre Arbeit, in deren Mittelpunkt vor allem Probleme der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen standen. Sie sollten jetzt endlich in den Genuss der Versorgungsleistungen kommen, die in den alten Bundesländern schon viele Jahre Gang und Gäbe waren. Dazu galt es eine Flut von Anträgen zu bearbeiten, wozu sich die Ehrenamtler selbst erst einmal Sachkenntnisse aneignen mussten.

Die Probleme der Kriegsbeschädigten waren nach ein paar Jahren im Wesentlichen gelöst. Jüngere Mitglieder kamen dazu mit anderen Problemen, die sich vor allem aus der hohen Arbeitslosigkeit ergaben, die Anerkennung von Schwerbehinderungen, Erwerbsminderungsrenten über Hartz IV bis hin zur Fragen der Barrierefreiheit öffentlicher Straßen und Einrichtungen. Der VdK wandelte sich vom Verband der Kriegsgeschädigten zum echten Sozialverband. Insbesondere die sozialrechtliche Beratung und Vertretung der Mitglieder wurde professioneller mit dem Zusammenschluss der VdK-Landesverbände Hessen und Thüringen zu einem großen Landesverband. In Nordhausen wurde eine Bezirksgeschäftsstelle des VdK mit einer festangestellten Juristin eröffnet.

Gefeiert (Foto: K. Henze) Gefeiert (Foto: K. Henze)
Ingrid Müller freute sich sichtlich über die Anerkennung ihres Ehrenamtes mit der Ehrenplakette des Landesverbandes. Hier mit Dr. Claus-Dieter Junker, Richard Funke und Bernd Reiber (von rechts)

Neue Probleme kamen auf den Verband mit der Politik des Sozialabbaus durch die Bundesregierung zu. Der stv. Vorsitzende des Landesverbandes Dr. Claus-Dieter Junker, ging in seinen anschließenden Grußworten näher darauf ein. Er sprach von der großen Protestaktion „Heißer Herbst“ des Verbandes, welche zwar den Abbau des Solidarsystems durch die Gesundheitsreform nicht verhindern konnte, aber einige Zeichen setzte. Diese Aktion wird in diesem Jahr ihre Fortsetzung finden im Zusammenhang mit der anstehenden Reform der Pflegeversicherung. Dr. Junker sprach über das Wachsen des Sozialverbandes, das in Ilfeld wie im gesamten großen Landesverband beachtlich ist und dafür spricht, dass das Vertrauen der Bürger in den Verband ständig wächst, während das Vertrauen in die Politik und Parteien immer mehr schwindet.

Gefeiert (Foto: K. Henze) Gefeiert (Foto: K. Henze)
Der erste Vorsitzende des Ortsverbandes Ilfeld Walter Kubach nahm aus den Händen von Dr. Junker die Treueurkunde für 20 Jahre Mitgliedschaft entgegen

Natürlich gab es auch viele Dankesworte und einige Auszeichnungen an diesem Nachmittag. Erfreulicher Weise konnten 29 Mitglieder mit der Ehrennadel für 20-jährige Treue zum Verband ausgezeichnet werden. Ingrid Müller durch den Landesvorstand mit der Ehrenplakette des VdK in Silber geehrt. Silvia Schmidt dankte ihr darüber hinaus im Namen des Vorstandes mit herzlichen Worten und einem kleinen Präsent. Sie dankte ebenso den Kassenführer Manfred Müller und der Wirtin der Gaststätte „Poppenbergs Ruh“ Andrea Adamitz für die Unterstützung bei den Verbandsnachmittagen wie auch der Ausgestaltung dieses Nachmittages.

Geburtstagsglückwünsche gab es auch von vielen Gästen wie einer Delegation des Kreisvorstandes, durch die Bezirksgeschäftsstelle, benachbarte Ortsverbände und der Stellvertretenden Bürgermeisterin von Neustadt Frau Renate Preinesberger. Etwas enttäuscht war man allerdings, dass niemand aus dem Ilfelder Bürgermeisteramt Zeit gefunden hatte an der Veranstaltung des sicherlich nicht unwichtigen Vereins der Gemeinde teilzunehmen. Der Nachmittag klang bei Kaffee und Kuchen unterhaltsamer Musik und natürlich interessanten Gesprächen aus.
Klaus Henze
Autor: nnz

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