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Di, 15:19 Uhr
08.02.2011

Vorstellung im Ausschuss

Heute sollten sich im Nordhäuser Kreisausschuss zwei Geschäftsführer vorstellen, die so lange diesen Job noch nicht machen. nnz war für Sie auch deshalb sehr neugierig...


Doch erst einmal zu den Standard-Punkten in der Tagesordnung, den Ausgaben der Verwaltung jenseits der 10.000 Euro. So sollen 12.000 Euro für den Umbau von Kellerräumen zum Tierseuchenkrisenzentrum ausgegeben werden. Konkret geht es um den Einbau der Lüftungstechnik. Trotz bestehender Haushaltssperre wurde der Ausgabe durch den Kreisausschuss mehrheitlich zugestimmt.

Dann war die Vorstellungsrunde dran. Zu den beiden Geschäftsführern des Südharz-Krankenhauses hatte die nnz bereits ausführlich berichtet, Ideen gab es heute auch zu hören. Guido Hage, der kaufmännische Geschäftsführer, schilderte zuvor jedoch die Probleme des Hauses hinsichtlich der ungelösten Situation mit den Tarifverträgen, die für die wirtschaftliche Entwicklung des Hauses ein Risiko darstellte. Jetzt sei ein Tarifvertrag mit dem Marburger Bund zustande gekommen. Seit dem 1. Februar gibt es für die Ärzte eine 10prozentige Steigerung ihrer Gehälter, für das Pflegepersonal war ein neuer Tarif bereits ausgehandelt.

Auch die Krankenkassen waren Verhandlungspartner. Ab November gab es ein um drei Millionen höheres Budget für das Nordhäuser Haus. Die Klinik für Gefäßchirurgie sei jetzt wieder arbeitsfähig, auch konnten abgewanderte Ärzte wieder zurückgeholt werden. Das sei, so Hage, auch auf die neue Gehaltsstruktur am Südharz-Krankenhaus zurückzuführen.

Unter dem Bereich „Die Brücke“ seien mittlerweile viele Abteilungen zusammengefasst worden, von der Aufnahme, über die Altenheime bis hin zur Bibliothek. Ein zweiter Bereich sei als IT- und Servicebereich ausgewiesen worden, hier konnte ein neuer IT-Leiter an das Haus gebunden werden. Der Blick in die Zukunft wurde den Kreistagsmitgliedern nicht vorenthalten. Die soll unter dem Zeichen einer umfassenden Kommunikation stehen, zwischen der Geschäftsleitung sowie den Gremien der Gesellschafter wie Kreistag oder Stadtrat.

Dr. Matthias Brucke, der medizinische Geschäftsführer, betonte, dass die Patienten den gut ausgebildeten Medizinern und Pflegekräften vertrauen können. Das Haus müsse auch weiterhin ein Maximal-Versorger mit überregionaler Ausstrahlung sein. Ausbaufähig sei es dennoch allemal. Dazu sollen in den kommenden Monaten die Weichen mit Gesellschaftern und Aufsichtsrat gestellt werden. Eine Kooperation wird künftig mit der Martin-Luther-Universität in Halle/Sa. aufgebaut werden. Neben der Uni in Jena soll auch die Uni in Halle künftig Studenten in Nordhausen in der Praxis ausbilden können.

Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) wird laut Guido Hage moderat weiter ausgebaut, hier sollen weitere Ärzte etabliert werden. Parallel dazu wird die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten gesucht. Hier gab es in der Vergangenheit Probleme mit Überweisungspraktiken, die sich eindeutig gegen das Krankenhaus gerichtet hatten und auch gegen den eigentlichen Willen der Patienten. Momentan sind am MVZ rund 20 Ärzte beschäftigt, darunter mehrere Chefärzte des Krankenhauses.

In die Diskussion brachte sich auch der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Prof. Heinrich Markgraf (CDU) ein. So müsse ein Kredit für den weiteren Ausbau des Parkplatzes vor dem Haupteingang aufgenommen werden. Diese Kreditaufnahme sei durch den Kreistag zu bestätigen. Da für den Parkplatz eine Gebühr erhoben werde, könne das Geld für den Bau nicht aus dem allgemeinen Betrieb des Krankenhauses genommen werden, da die Gesellschaft eine gemeinnützige GmbH ist.
Autor: nnz

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