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Fr, 07:01 Uhr
25.03.2011

nnz-Forum: Der äußere Anschein...

Geht man Donnerstags kurz vor 18:00 Uhr durch den Ort, so stellt man Woche für Woche fest, daß viele Menschen unterwegs sind. Sie begeben sich zu ihrem zentralen Treffpunkt im Ort - dem Sundhäuser Kirchplatz. So war das auch gestern, um so für eine Verfahrenseinstellung zum Bebauungsplan für den Autohof Sundhausen einzutreten.


Aus der nnz hatten die Menschen erfahren, viele hatten es auch selbst mit großer Genugtuung beobachtet, daß der Acker auf dem der Autohof entstehen soll, vom Sundhäuser Landwirt Dr. Manfred Eschner, der seit Jahren den Sundhäuser Saatenhof betreibt, wieder bewirtschaftet wird. Es gibt einen neuen Pachtvertrag mit der BVVG in Erfurt.

Erleichterung allerdings ist bei den Sundhäusern nicht festzustellen, denn die nun bestellte Fläche, die altes Sundhäuser Land ist und seit Generationen landwirtschaftlich genutzt wird, wurde in Gewerbefläche umgewidmet, damit dort ein gigantischer Autohof entstehen kann. Seit Monaten protestieren die Menschen im Ortsteil ruhig und besonnen dagegen: auf einer Bürgerversammlung, wo zumindest versucht wurde, die Pläne zu rechtfertigen; mit einer groß angelegten Unterschriftensammlung über den ganzen Ortsteil; mit der Teilnahme an Sitzungen des Nordhäuser Stadtrates u.a. Ein Antrag auf Verfahrenseinstellung – dem mehrheitlichen Bürgerwillen im Ort entsprechend – liegt seit Monaten im Stadtrat vor. Der Ortsteilrat von Sundhausen hat einstimmig für die Verfahrenseinstellung votiert.

Neben alternativen Standorten z.B. in Bleicherode und nun auch an der Westabfahrt der BAB 38 durch die Gemeinde Werther angeboten, gäbe es auch zahlreiche geeignete Flächen, durch deren Nutzung keine Betroffenheit für Wohngebiete wie in Sundhausen entstehen würde und dennoch alle Planungsziele für die Region verwirklicht werden könnten. Der Stadt entstehen bei der Verfahrenseinstellung zu Sundhausen keinerlei Kosten. Dennoch erklärt die Stadtverwaltung, die Nutrilab GmbH habe immer noch Interesse am Sundhäuser Projekt.

Wann endlich wird in den Ort Sundhausen wieder Ruhe einziehen können, sofern man angesichts der jetzt bereits vorhandenen Lärmpegel von der BAB 38 diesen Begriff überhaupt nutzen sollte ? Wann endlich wird dem Ort das gewährt, was bei dessen Eingemeindung zur Stadt Nordhausen vertraglich zugesichert wurde – die Erhaltung seines Charakters als Dorf ? Wahre Demokratie lebt von der anerkannten und ernst genommenen Beteiligung der Bürger – und das nicht nur wenn Wahlen vor der Tür stehen. Ziel der Arbeit demokratisch gewählter Gremien sollte das Gemeinwohl sein.

Einen Autohof im Gebiet des Landkreises wird und muß es geben, aber sollte er gegen den Willen von hunderten betroffener Anwohner und zu deren evidentem Nachteil errichtet werden? Politikverdrossenheit hat Ursachen. Sehr gute Ausweichstandorte, deren Nutzung es allen Beteiligten ermöglichen würde, das Gesicht zu wahren, sind glücklicherweise vorhanden. Die Menschen in Sundhausen jedenfalls werden die kommenden Wochen sehr aufmerksam verfolgen und nicht allein auf den äußeren Schein vertrauen...
Die Sundhäuser Bürgerinitiative
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
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