So, 16:00 Uhr
27.03.2011
Alles umsonst
Wie würde Wacker Nordhausen heute gegen die Wismut aus Gera spielen? Würden die Jungs um Kapitän Sven Pistorius die Kraft und den Willen haben, sich am eigenen Schopf aus dem Abstiegssumpf zu ziehen? Die Antwort suchte nnz auf dem Albert-Kuntz-Sportpark...
Kwiatkowski springt am höchsten
Gefunden wurde sie in den ersten zehn Minuten nicht so richtig, obwohl ein gewisser Wille erkennbar war. Der aber wurde nicht in ein Tor umgesetzt. Wie es gemacht wird, das zeigten die Gäste bei ihrem ersten ernsthaften Angriff in der 10. Minute. Nach einem Freistoß von Manuel Scherp stieg David Kwiatkowski am höchsten und köpfte kraftvoll zu 0:1 für die Ostthüringer ein.
Dann völlig überraschend in der 19. Spielminute der Ausgleich durch Jan-Phillipp Rose, dessen Schuss aus rechter Position – auch für das Publikum – völlig überraschend doch im rechten oberen Winkel des Tors von Mark Reiter landete. Das gab den Gastgebern wieder Auftrieb.
Die nächste zählbare Chance leitete Rose in der 32. Minute ein. Einen steilen Pass in den Strafraum der Geraer konnte Torsten Klaus nicht verwerten. Wie das funktioniert, das zeigten die Wismutspieler. Nach einer Ecke von rechts agierte die Wacker-Abwehr mehr als unglücklich. Den Ball konnte Marcel Peters nahezu unbedrängt zur erneuten Führung (1:2) einkicken. Das folgende Bemühen der Wacker-Mannschaft war in den folgenden Minuten zu durchschaubar und damit zu harmlos.
Dann ein Fehler von René Taute, der den Ball vertändelt, Peters kann durchlaufen, wird von Taute verfolgt und gefoult. Von Schiedsrichter Swen Eichler wird Taute nach seinem ersten Foul in diesem Spiel mit Rot vom Platz geschickt wird. Wacker ab der 40. Minute nur noch mit zehn Mann auf dem Platz. Eine Fehlentscheidung, die nächste kommt zwei Minuten später. In der 42. Minute nimmt Steve Lippold den Ball aus 20 Meter direkt und versenkt die Kugel am reaktionslosen Lars Greschke vorbei zum 1:3. Dass dabei ein Geraer Spieler klar im Abseits steht, wird vom Herrn in Schwarz und seinen Assistenten geflissentlich übersehen. Schlimmer kann es aus Nordhäuser Sicht nicht mehr werden. Dann ist endlich – die erst Halbzeit vorbei.
Die zweite Halbzeit begann mit Adil Boukantar und Marcus Vopel, die Trainer Jens Eisenschmidt für Wiegleb und Pohl eingewechselt hatte. Nur brachte diese Personalie auch nicht die erhoffte Wende? Entweder den Wackeren fehlte das Quäntchen Glück oder die Unfähigkeit gewann Überhand über das Können. Eines kann man den Gastgebern nicht absprechen – den Kampfgeist.
Rose köpft an den Pfosten
Der wurde in der 55. Minute durch das 2:3 von Stephan Hoffmann auch belohnt. Und Wacker drückt und kämpft und drückt. In der 58. Minute köpft Rose das Leder an den rechten Pfosten. In der 60. Minute schießt Hoffmann übers Tor, 60 Sekunden später das gleiche, Klaus ist der Absender. Wacker lebt – auch der Anhang kommt in Fahrt.
Doch auch Gera will sich nicht zufrieden geben mit dem Spielstand, in der 68. rettet Lars Gresche gegen zwei freistehende Ostthüringer. Die nachfolgende Ecke bringt nichts. Auch der nächste Wacker-Sturmlauf bleibt in der Geraer Abwehr hängen. Dann ist ein wenig die Luft raus, die Gäste verschleppen das Spiel und der Schiri sieht lächelnd zu.
Der Beobachter registriert weitere Wacker-Chancen in der 75. Minute durch Rose, dessen Eingabe von links Freund und Feind verpassen. Die Zeit vergeht. In Unterzahl schwinden den Gastgebern langsam aber sich die Kräfte. In der 83. Minute erhält der Geraer Peters die gelb-rote Karte. Der anschließende Freistoß von rechts bringt den Ausgleich, Stephan Hoffmann wuchtet den Ball mit aller Kraft ins Gästetor (3:3). Dieser Ausgleich ist vollauf verdient. Es sind aber noch sieben Minuten zu spielen.
Freude nach dem Ausgleich zum 3:3 durch Hoffmann
Dann passiert das Unmögliche in der 90. Minute. Nach einem unnötigen Foul von Sven Pistorius an der Mittellinie haut Rico Heuschkel den Ball in das Tor von Lars Greschke (3:4). Kurz danach haut Boukantar das Runde nur ans Außennetz. So brutal kann Fußball sein.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzKwiatkowski springt am höchsten
Gefunden wurde sie in den ersten zehn Minuten nicht so richtig, obwohl ein gewisser Wille erkennbar war. Der aber wurde nicht in ein Tor umgesetzt. Wie es gemacht wird, das zeigten die Gäste bei ihrem ersten ernsthaften Angriff in der 10. Minute. Nach einem Freistoß von Manuel Scherp stieg David Kwiatkowski am höchsten und köpfte kraftvoll zu 0:1 für die Ostthüringer ein.
Dann völlig überraschend in der 19. Spielminute der Ausgleich durch Jan-Phillipp Rose, dessen Schuss aus rechter Position – auch für das Publikum – völlig überraschend doch im rechten oberen Winkel des Tors von Mark Reiter landete. Das gab den Gastgebern wieder Auftrieb.
Die nächste zählbare Chance leitete Rose in der 32. Minute ein. Einen steilen Pass in den Strafraum der Geraer konnte Torsten Klaus nicht verwerten. Wie das funktioniert, das zeigten die Wismutspieler. Nach einer Ecke von rechts agierte die Wacker-Abwehr mehr als unglücklich. Den Ball konnte Marcel Peters nahezu unbedrängt zur erneuten Führung (1:2) einkicken. Das folgende Bemühen der Wacker-Mannschaft war in den folgenden Minuten zu durchschaubar und damit zu harmlos.
Dann ein Fehler von René Taute, der den Ball vertändelt, Peters kann durchlaufen, wird von Taute verfolgt und gefoult. Von Schiedsrichter Swen Eichler wird Taute nach seinem ersten Foul in diesem Spiel mit Rot vom Platz geschickt wird. Wacker ab der 40. Minute nur noch mit zehn Mann auf dem Platz. Eine Fehlentscheidung, die nächste kommt zwei Minuten später. In der 42. Minute nimmt Steve Lippold den Ball aus 20 Meter direkt und versenkt die Kugel am reaktionslosen Lars Greschke vorbei zum 1:3. Dass dabei ein Geraer Spieler klar im Abseits steht, wird vom Herrn in Schwarz und seinen Assistenten geflissentlich übersehen. Schlimmer kann es aus Nordhäuser Sicht nicht mehr werden. Dann ist endlich – die erst Halbzeit vorbei.
Die zweite Halbzeit begann mit Adil Boukantar und Marcus Vopel, die Trainer Jens Eisenschmidt für Wiegleb und Pohl eingewechselt hatte. Nur brachte diese Personalie auch nicht die erhoffte Wende? Entweder den Wackeren fehlte das Quäntchen Glück oder die Unfähigkeit gewann Überhand über das Können. Eines kann man den Gastgebern nicht absprechen – den Kampfgeist.
Rose köpft an den Pfosten
Der wurde in der 55. Minute durch das 2:3 von Stephan Hoffmann auch belohnt. Und Wacker drückt und kämpft und drückt. In der 58. Minute köpft Rose das Leder an den rechten Pfosten. In der 60. Minute schießt Hoffmann übers Tor, 60 Sekunden später das gleiche, Klaus ist der Absender. Wacker lebt – auch der Anhang kommt in Fahrt.
Doch auch Gera will sich nicht zufrieden geben mit dem Spielstand, in der 68. rettet Lars Gresche gegen zwei freistehende Ostthüringer. Die nachfolgende Ecke bringt nichts. Auch der nächste Wacker-Sturmlauf bleibt in der Geraer Abwehr hängen. Dann ist ein wenig die Luft raus, die Gäste verschleppen das Spiel und der Schiri sieht lächelnd zu.
Der Beobachter registriert weitere Wacker-Chancen in der 75. Minute durch Rose, dessen Eingabe von links Freund und Feind verpassen. Die Zeit vergeht. In Unterzahl schwinden den Gastgebern langsam aber sich die Kräfte. In der 83. Minute erhält der Geraer Peters die gelb-rote Karte. Der anschließende Freistoß von rechts bringt den Ausgleich, Stephan Hoffmann wuchtet den Ball mit aller Kraft ins Gästetor (3:3). Dieser Ausgleich ist vollauf verdient. Es sind aber noch sieben Minuten zu spielen.
Freude nach dem Ausgleich zum 3:3 durch Hoffmann
Dann passiert das Unmögliche in der 90. Minute. Nach einem unnötigen Foul von Sven Pistorius an der Mittellinie haut Rico Heuschkel den Ball in das Tor von Lars Greschke (3:4). Kurz danach haut Boukantar das Runde nur ans Außennetz. So brutal kann Fußball sein.
Peter-Stefan Greiner




























