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Mo, 16:46 Uhr
28.03.2011

Torflut und Niederlage

Eine unnötige Niederlage kassierten die Handballer des NSV am Samstag gegen die SG Suhl/Goldlauter. Anstatt sich mit einem Erfolg im Abstiegskampf zu befreien, schlitterten sie mitten rein. Der ausführliche Bericht von Frank Ollech...


Die Rahmenbedingungen vor der Partie stimmten. Eine volle Halle, ein gutgelaunter mitgereister Fanblock und ein gutes Schiedsrichtergespann. Die Mannschaften selbst glühten bis in die Haarspitzen und konnten den Anpfiff kaum erwarten. Als dieser dann ertönte erbebte die Halle unter den Schlachtrufen beider Fanblöcke.

Die Spieler auf dem Parkett nahmen diese Begeisterung auf und legten ein extrem hohes Tempo vor. Eine Abtastphase gab es nicht. Von der ersten Minute an kämpften beide Kontrahenten mit offenen Visier. Leidtragende dieser Spielweise waren die Torleute. Sie wurden in ihrem 2x3 m großen Kasten phasenweise sträflich allein gelassen.

Die Führung der Gäste beantworteten die Hausherren mit einem verwandelten Strafwurf (1:1). In der Folgezeit setzten die Gäste optische Akzente. Während der NSV sich seine Torchancen erarbeiten musste, kam die SG leicht zu ihren Treffern. Die verordnete Manndeckung für Steffan Fuhrmann sorgte zusätzlich für Unruhe, und wirkte wie ein Hemmschuh. Nicht die Treffer vom Kanonier fehlten. Vielmehr verstand es der Angriff nicht ihn zu platzieren, um die eigenen Ballwege nicht zu stören. Bis zur Halbzeit konnte keine Mannschaft sich entscheidend absetzen. Über die Stationen 4:4 und 9:9 mussten die Nordhäuser der SG die Halbzeitführung überlassen (15:16).

Auch nach dem Seitenwechsel bot sich das gleiche Bild auf dem Parkett. Schnell wurde an Fahrt zugelegt, keiner wollte am Ende mit leeren Händen da stehen. Verbissen wurde um jeden Ball gekämpft. So blieb die Partie bis in die Schlussminuten spannend. Der Endspurt wurde beim 30:30 eingeläutet. Bis zum 32:32 sorgten Fehler auf beiden Seiten noch für Ausgeglichenheit.

Ein angenommener „unnötiger“ Schlagabtausch vor der Ziellinie brachte die Hausherren dann zu Fall, und versperrte ihnen den Weg zum erhofften Punktgewinn. Frenetisch feierten die Gäste ihren mittlerweile fünften Sieg in Folge, und das nicht einmal unverdient. Nicht nur der bessere Endspurt hat den Ausschlag gegeben, auch die Spielweise während der gesamten 60 Minuten trug dazu bei. Während die Nordhäuser mit sich und den Nerven kämpften, hatten sie SG Spaß am Spiel.

Vielleicht waren sich einige Spieler ihrer Heimstärke zu sicher und verkrampften deshalb. Denn den 32 Treffern steht auch eine Vielzahl von Großchancen gegenüber die ungenutzt blieben. Wenn diese ins Netz eingeschlagen hätten, wären die Schießbudenartigen Verhältnisse in der Abwehr gar nicht aufgefallen.

Einzige Nordhäuser Gewinner waren die Zuschauer die ein kampfbetontes, nie unfaires, kurzweiliges Handballspiel genießen durften.
Frank Ollech

Sören Ahlert/ Kay Näther/ Steffan Fuhrmann 8/ Christian Müller/ Andreas Ramonat/ Thomas Riemekasten 7/ Martin Stritzel / Sebastian Kreutz 7/ Christian Flötling/ Mathias Thiele 2/ Marco Holznagel/ Andre Elster 6/ Michael Spieß 1/ Marcel Effenberger
Unnötige Niederlage (Foto: Christoph Keil)
Unnötige Niederlage (Foto: Christoph Keil)
Unnötige Niederlage (Foto: Christoph Keil)
Unnötige Niederlage (Foto: Christoph Keil)
Unnötige Niederlage (Foto: Christoph Keil)
Unnötige Niederlage (Foto: Christoph Keil)
Unnötige Niederlage (Foto: Christoph Keil)
Unnötige Niederlage (Foto: Christoph Keil)
Unnötige Niederlage (Foto: Christoph Keil)
Unnötige Niederlage (Foto: Christoph Keil)
Unnötige Niederlage (Foto: Christoph Keil)
Unnötige Niederlage (Foto: Christoph Keil)
Unnötige Niederlage (Foto: Christoph Keil)
Unnötige Niederlage (Foto: Christoph Keil)
Unnötige Niederlage (Foto: Christoph Keil)
Unnötige Niederlage (Foto: Christoph Keil)
Unnötige Niederlage (Foto: Christoph Keil)
Unnötige Niederlage (Foto: Christoph Keil)
Unnötige Niederlage (Foto: Christoph Keil)
Autor: nnz

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