Fr, 06:39 Uhr
03.06.2011
Erinnern an "Dora"
Ausgehend von der "KZ-Gedenkstätte Mittelbau Dora" setzen sich Studierende der Fachgebiete Fotografie und Medienkunst der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig kritisch mit aktuellen Formen der Erinnerungskultur und Spuren der nationalsozialistischen Schrecken auseinander. Am Abend ist die Exposition in Leipzig eröffnet worden...
Die einzelnen Projektbeiträge loten Möglichkeiten aus, sich von tradierten Formen eines vereinheitlichten Geschichtsbildes und ritualisierten Gedenkformen vor Ort zu lösen. Sie suchen eigene Zugänge zur Vergangenheit über den Rekurs auf das Erinnern selbst, die von der subjektiven Erfahrung ausgehen und die Rolle des Individuums im Prozess der historischen und gesellschaftlichen Bewusstseinsbildung widerspiegeln. Topologischer Ausgangspunkt war das ehemalige Konzentrationslager Mittelbau-Dora bei Nordhausen. Dort wurden im Zweiten Weltkrieg unter mörderischen Lebens- und Arbeitsbedingungen von KZ-Häftlingen in unterirdischen Stollensystemen 1943-45 die so genannten Vernichtungs-Waffen (V-Waffen) hergestellt. Mit der Zeit entstand zusätzlich ein oberirdisches Lagersystem mit einem weit verzweigten Netz von Außenlagern und Arbeitskommandos in vielen Orten der Region Südharz.
So liefern die verwendeten Medien wie Fotografie, Video, Audio, Installation, Textcollagen etc. heterogene mediale und subjektive Zugänge, die nicht am (offen) Sichtbaren halt machen, sondern gerade durch das vielschichtig sinnlich Wahrnehmbare hindurch Orientierungsversuche unternehmen. Dies korrespondiert sowohl mit Seh- und Wahrnehmungsgewohnheiten als auch den Individualisierungsprozessen dieser neuen Generation von potentiellen Erinnerungsträgern, der die Verantwortung für die Aufrechterhaltung des Gedenkens an die nationalsozialistischen Verbrechen obliegt.
Die Ausstellung in der ehemaligen Baumwollspinnerei Leipzig ist im dortigen Universal Cube noch bis zum 19. Juni zu sehen. Und zwar immer donnerstags bis sonntags, von 12 bis 18 Uhr
Autor: nnzDie einzelnen Projektbeiträge loten Möglichkeiten aus, sich von tradierten Formen eines vereinheitlichten Geschichtsbildes und ritualisierten Gedenkformen vor Ort zu lösen. Sie suchen eigene Zugänge zur Vergangenheit über den Rekurs auf das Erinnern selbst, die von der subjektiven Erfahrung ausgehen und die Rolle des Individuums im Prozess der historischen und gesellschaftlichen Bewusstseinsbildung widerspiegeln. Topologischer Ausgangspunkt war das ehemalige Konzentrationslager Mittelbau-Dora bei Nordhausen. Dort wurden im Zweiten Weltkrieg unter mörderischen Lebens- und Arbeitsbedingungen von KZ-Häftlingen in unterirdischen Stollensystemen 1943-45 die so genannten Vernichtungs-Waffen (V-Waffen) hergestellt. Mit der Zeit entstand zusätzlich ein oberirdisches Lagersystem mit einem weit verzweigten Netz von Außenlagern und Arbeitskommandos in vielen Orten der Region Südharz.
So liefern die verwendeten Medien wie Fotografie, Video, Audio, Installation, Textcollagen etc. heterogene mediale und subjektive Zugänge, die nicht am (offen) Sichtbaren halt machen, sondern gerade durch das vielschichtig sinnlich Wahrnehmbare hindurch Orientierungsversuche unternehmen. Dies korrespondiert sowohl mit Seh- und Wahrnehmungsgewohnheiten als auch den Individualisierungsprozessen dieser neuen Generation von potentiellen Erinnerungsträgern, der die Verantwortung für die Aufrechterhaltung des Gedenkens an die nationalsozialistischen Verbrechen obliegt.
Die Ausstellung in der ehemaligen Baumwollspinnerei Leipzig ist im dortigen Universal Cube noch bis zum 19. Juni zu sehen. Und zwar immer donnerstags bis sonntags, von 12 bis 18 Uhr






