Mo, 19:39 Uhr
04.08.2003
Länger oder kürzer?
Nordhausen (nnz). Politisches Sommertheater in Deutschland. Fast jedes Thema wird für Auftritte genutzt. Jetzt war es die Länge der Sommerferien. Was Thüringen dazu sagt, das hat die nnz erfahren.
Schüler, Familien und Lehrer haben sich einen großen Ferienblock in der Sommerzeit verdient. Sechs Wochen Sommerfreien – das ist pädagogisch und touristisch sinnvoll. Mit diesem Argument trat der Thüringer Kultusminister Michael Krapp Vorschlägen aus Baden-Württemberg entgegen, die Sommerfreien auf vier Wochen zu verkürzen. Fast alle vergleichbaren europäischen Nachbarländer hätten viel längere Sommerfreien: Italien als Spitzenreiter 10 Wochen, Frankreich 9 und Belgien 8 Wochen.
Kein Kind muss in den Ferien außerhalb des Familienurlaubs allein auf der Strasse sitzen, so Dr. Krapp. Denn die kommunalen Jugendämter oder die Träger der freien Jugendarbeit bieten genügend Ferienprogramme, vor allem Sommerlager, zu erschwinglichen Preisen an. Insbesondere für Grundschüler steht drei Wochen lang in den Sommerferien ein Hortangebot in zumutbarer Entfernung zur Verfügung.
An die Eltern richtet der Kultusminister die Bitte, die Schüler anzuhalten, die Ferien sinnvoll für Sport und Erholung zu nutzen. Und auch die Bildung sollte nicht zu kurz kommen, allerdings weniger durch Nachsitzen, sondern eher durch gemeinsame Gespräche und Erlebnisse.
Autor: nnzSchüler, Familien und Lehrer haben sich einen großen Ferienblock in der Sommerzeit verdient. Sechs Wochen Sommerfreien – das ist pädagogisch und touristisch sinnvoll. Mit diesem Argument trat der Thüringer Kultusminister Michael Krapp Vorschlägen aus Baden-Württemberg entgegen, die Sommerfreien auf vier Wochen zu verkürzen. Fast alle vergleichbaren europäischen Nachbarländer hätten viel längere Sommerfreien: Italien als Spitzenreiter 10 Wochen, Frankreich 9 und Belgien 8 Wochen.
Kein Kind muss in den Ferien außerhalb des Familienurlaubs allein auf der Strasse sitzen, so Dr. Krapp. Denn die kommunalen Jugendämter oder die Träger der freien Jugendarbeit bieten genügend Ferienprogramme, vor allem Sommerlager, zu erschwinglichen Preisen an. Insbesondere für Grundschüler steht drei Wochen lang in den Sommerferien ein Hortangebot in zumutbarer Entfernung zur Verfügung.
An die Eltern richtet der Kultusminister die Bitte, die Schüler anzuhalten, die Ferien sinnvoll für Sport und Erholung zu nutzen. Und auch die Bildung sollte nicht zu kurz kommen, allerdings weniger durch Nachsitzen, sondern eher durch gemeinsame Gespräche und Erlebnisse.


