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So, 08:58 Uhr
17.07.2011

Prädikat bestätigt

Der Harzer-Hexen-Stieg, der rund 100 Kilometer lange regionale Weitwanderweg von Osterode nach Thale, wurde für die nächsten drei Jahre wieder als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ bestätigt. Das Prädikat wurde nun zum zweiten Mal für den TOP TRAIL des Harzes vergeben.


Der Deutsche Wanderverband in Kassel zeichnet mit diesem Gütesiegel Wanderwege deutschlandweit aus. Die umfangreichen und zeitintensiven Arbeiten zur Qualitätssicherung und Weiterführung der Prädikatisierung wurden in den letzten Monaten vor Ort von Mitgliedern der Harzklub Zweigvereine am Hexen-Stieg sowie Mitarbeitern des Nationalparks und des Harzer Tourismusverbandes durchgeführt.

Eine Verzögerung hatte es durch den verhältnismäßig früh einsetzenden und insbesondere in den Hochlagen des Nationalparks lange andauernden Winter gegeben. Entsprechend konnte die endgültige Prüfung und Vor-Ort-Begehung durch Gutachter des Deutschen Wanderverbandes erst in diesem Frühjahr erfolgen. Aktuell erhielten die Verantwortlichen die Bestätigung, dass der Harzer-Hexen-Stieg auch weiterhin alle Qualitätskriterien eines Top Wanderwegs erfüllt. Die Übergabe der Prädikats-Urkunde erfolgt im Rahmen der Wander- und Outdoor-Messe TourNatur in Düsseldorf (2. bis 4. September).

Das Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ legt deutschlandweite Standards für Wanderwege fest. Diese werden nach 9 Kernkriterien und 23 Wahlkriterien analysiert, zu den unter anderem die Wegebeschaffenheit, die Ausstattung mit Rastplätzen und Hütten, das Erlebnispotenzial und insbesondere die nutzerfreundliche Beschilderung gehören.

Der vom Harzer Tourismusverband initiierte und in Kooperation mit Harzklub und Nationalpark Harz betriebene Harzer-Hexen-Stieg wurde 2003 eröffnet. Seit dem hat er sich zum beliebtesten Wanderweg des Harzes entwickelt und macht auch bundesweit Schlagzeilen.

Seit 2005 gehört er zu den „Top Trails of Germany“, seit 2007 ist er „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ und 2008 wurde er vom „Wandermagazin“ zum schönsten Wanderweg Deutschlands gewählt. Das Marketing für den Weg wird über einen eigens dafür eingerichteten Marketingpool des Harzer Tourismusverbandes realisiert und wesentlich über die Harzsparkasse, die Sparkasse Goslar/ Harz, die Sparkasse Osterode am Harz, die Braunschweigische Landessparkasse und die Firma Harz Energie mit Sitz in Osterode unterstützt. Details auf www.harzer-hexen-stieg.de
Autor: nnz

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
18.07.2011, 00:49 Uhr
Harzer Hexenstieg ist nur EIN Weg von Hunderten im Harz
Die erneute Verleihung des Prädikats ist ein positives Ereignis. Der Hexenstieg scheint sich bewährt zu haben und nach meiner Einschätzung hat sich auch die Ausschilderung verbessert, d.h., die Markierer scheinen es nach ersten Problemen besser verstanden zu haben, den Weg mit den Augen des Wanderers zu begehen. Als wir den ersten Nonstop-Versuch im Dezember 2003 wetterbedingt abbrechen mussten, hatten wir stellenweise noch Orientierungsprobleme. Als wir die Nonstop-Tour dann von Osterode nach Thale einige Jahre später erfolgreich nachholten, gab es diesbezüglich keine Probleme mehr und wir konnten Karte und Kompass im Rucksack lassen.
Allerdings muss immer wieder angemahnt werden, dass das Wegenetz nicht nur aus Hexenstieg, Karst-Wanderweg und Harzrundweg besteht. Nach meiner Schätzung sind 70 bis 80 % des Wegenetzes im Harz Thüringens und Sachsen-Anhalts bezüglich Ausschilderung und Markierungsqualität und -kontinuität in einem sehr verbesserungswürdigen Zustand. Immer wieder merkt man, wenn der Tätigkeitsbereich eines Wegemeisters endet und der seines Nachbarn beginnt anhand der z.T. drastischen Qualitätsunterschiede. Wir "Profis" arbeiten notfalls mit Karte und Kompass. Die meisten Menschen verzichten aber gern auf diesen zusätzlichen Aufwand und wollen einfach nur ein bestimmtes Ziel erreichen. Liegt dies eventuell mehr als 2 Kilometer von einem Touristenzentrum entfernt, ist oft genug guter Rat teuer.
Eine flächendeckend gute und überregional vergleichbare Ausschilderung dient übrigens auch der Sicherheit. Wer sich verläuft, aber schon bald wieder auf einen Wanderwegweiser trifft, wird sich selbst helfen können.
Positive Beispiele für gelungene Markierungssysteme gibt es genug: flächendeckend in Tschechien, in der Dübener Heide, in der Sächsischen Schweiz und auch recht gut im Westharz. Mit dem üblichen Todschlagargument Geldmangel sollte man also nicht kommen. Lücken bei der Wegemarkierung sind ausschließlich eine Folge der von den Verwaltungen gesetzten Prioritäten.
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