Di, 09:11 Uhr
19.07.2011
Bilanz gezogen
Vor einem Jahr ist die Bürgerarbeit im Landkreis Nordhausen gestartet. 71 Arbeitsstellen sind bislang im Programm beantragt – 100 sollen es bis zum Jahresende werden. Die nnz mit einem ersten Zwischenfazit...
Damit stehen wir auch im Vergleich mit anderen Landkreisen gut da, die mitunter mehr Probleme hatten, Arbeitsplätze für die Bürgerarbeit zu finden, sagt Heiko Röder, Bereichsleiter im Jobcenter des Landkreises. Im Modellprogramm der Bürgerarbeit, das das Bundesarbeitsministerium initiiert hat, entstehen sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse für drei Jahre – finanziert vom Bund. Die Arbeitgeber zahlen in der Regel einen Eigenanteil zu den Sozialversicherungsbeiträgen.
Unsere erste Bilanz ist positiv. Wir konnten 71 Stellen gewinnen, die auch keine reguläre Beschäftigung verdrängen, so Heiko Röder. Damit genau diese Konkurrenz für den ersten Arbeitsmarkt nicht durch die Bürgerarbeit entsteht, hat das Jobcenter auch hier den Fachbeirat für den zweiten Arbeitsmarkt in den Prozess eingebunden. Außerdem beantragen die potenziellen Arbeitgeber für Bürgerarbeit die Stellen inklusive ausführlicher Arbeitsplatzbeschreibung beim Bundesverwaltungsamt, das dann die Anträge genehmigt.
Das Bundesverwaltungsamt schaut genau auf die Pflichtaufgaben einer Kommune – werden die berührt, wird der Antrag abgelehnt. So entsteht eine größtmögliche Transparenz bei der Bewilligung von Bürgerarbeit, meint Andreas Holzwirth, der zuständige Teamleiter im Jobcenter. In der Bürgerarbeit sollen innovative Stellen entstehen, die zusätzliche Angebote ermöglichen, die einer breiten Öffentlichkeit zugute kommen.
Bislang sind die wichtigsten Arbeitgeber für Bürgerarbeit die Stadtverwaltung Nordhausen und die Kreisverkehrswacht, aber auch bei anderen Vereinen und freien Trägern wie der Volkssolidarität oder dem Kreissportbund sind Stellen entstanden. Bürgerarbeiter sind zum Beispiel auf dem Petersberg beschäftigt, wodurch u.a. der Petriturm länger geöffnet werden kann, begleiten Schulbusse und ermöglichen weitere zusätzliche Beschäftigungsangebote auch für ältere Menschen.
Das hat den Charakter der Beschäftigung, den wir uns aus Sicht des Jobcenters wünschen, sagt Andreas Holzwirth. Denn die Bürgerarbeit soll Menschen, die wenige Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, wieder eine Tür ins Berufsleben zu öffnen. Im Jobcenter Nordhausen sind die Mitarbeiter zuversichtlich, dass das Ziel von 100 besetzten Bürgerarbeitsplätzen bis zum Jahreswechsel erreicht wird, um dann für die Beschäftigten im Programm in den kommenden drei Jahren neue Perspektiven zu schaffen.
Wie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales aktuell mitgeteilt hat, können Anträge auf die Förderung von Arbeitsplätzen noch bis zum 31. Dezember gestellt werden. Die Einrichtung und erstmalige Besetzung von Bürgerarbeitsplätzen wurde auch verlängert und ist noch bis zum 1. Mai 2012 möglich.
Autor: nnzDamit stehen wir auch im Vergleich mit anderen Landkreisen gut da, die mitunter mehr Probleme hatten, Arbeitsplätze für die Bürgerarbeit zu finden, sagt Heiko Röder, Bereichsleiter im Jobcenter des Landkreises. Im Modellprogramm der Bürgerarbeit, das das Bundesarbeitsministerium initiiert hat, entstehen sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse für drei Jahre – finanziert vom Bund. Die Arbeitgeber zahlen in der Regel einen Eigenanteil zu den Sozialversicherungsbeiträgen.
Unsere erste Bilanz ist positiv. Wir konnten 71 Stellen gewinnen, die auch keine reguläre Beschäftigung verdrängen, so Heiko Röder. Damit genau diese Konkurrenz für den ersten Arbeitsmarkt nicht durch die Bürgerarbeit entsteht, hat das Jobcenter auch hier den Fachbeirat für den zweiten Arbeitsmarkt in den Prozess eingebunden. Außerdem beantragen die potenziellen Arbeitgeber für Bürgerarbeit die Stellen inklusive ausführlicher Arbeitsplatzbeschreibung beim Bundesverwaltungsamt, das dann die Anträge genehmigt.
Das Bundesverwaltungsamt schaut genau auf die Pflichtaufgaben einer Kommune – werden die berührt, wird der Antrag abgelehnt. So entsteht eine größtmögliche Transparenz bei der Bewilligung von Bürgerarbeit, meint Andreas Holzwirth, der zuständige Teamleiter im Jobcenter. In der Bürgerarbeit sollen innovative Stellen entstehen, die zusätzliche Angebote ermöglichen, die einer breiten Öffentlichkeit zugute kommen.
Bislang sind die wichtigsten Arbeitgeber für Bürgerarbeit die Stadtverwaltung Nordhausen und die Kreisverkehrswacht, aber auch bei anderen Vereinen und freien Trägern wie der Volkssolidarität oder dem Kreissportbund sind Stellen entstanden. Bürgerarbeiter sind zum Beispiel auf dem Petersberg beschäftigt, wodurch u.a. der Petriturm länger geöffnet werden kann, begleiten Schulbusse und ermöglichen weitere zusätzliche Beschäftigungsangebote auch für ältere Menschen.
Das hat den Charakter der Beschäftigung, den wir uns aus Sicht des Jobcenters wünschen, sagt Andreas Holzwirth. Denn die Bürgerarbeit soll Menschen, die wenige Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, wieder eine Tür ins Berufsleben zu öffnen. Im Jobcenter Nordhausen sind die Mitarbeiter zuversichtlich, dass das Ziel von 100 besetzten Bürgerarbeitsplätzen bis zum Jahreswechsel erreicht wird, um dann für die Beschäftigten im Programm in den kommenden drei Jahren neue Perspektiven zu schaffen.
Wie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales aktuell mitgeteilt hat, können Anträge auf die Förderung von Arbeitsplätzen noch bis zum 31. Dezember gestellt werden. Die Einrichtung und erstmalige Besetzung von Bürgerarbeitsplätzen wurde auch verlängert und ist noch bis zum 1. Mai 2012 möglich.


