Di, 15:00 Uhr
05.08.2003
Reformen statt Belastungen
Nordhausen (nnz). Nach der Devise. Augen zu und durch! versuchen Schmidt und Seehofer das teuerste Gesundheitssystem der Welt zu reformieren. Das meinte jedenfalls Ulrich Hannemann.
Der ist Regionsvorsitzende des DGB Nordthüringen und gleichzeitig Mitglied der Selbstverwaltung der IKK Niedersachsen. Die Reformen müssen sozial ausgewogen und gerecht gestaltet werden. Einseitig die Versicherten für die derzeitigen Einnahmeprobleme sowie für ungelöste Kapazitäts- und Qualitätsprobleme im Gesundheitswesen mittels Leistungsausgrenzung und Zuzahlung büßen zu lassen ist im höchsten Maße ungerecht. Die Verhandlungspartner sollten ihr Augenmerk auf eine bessere Versorgungsqualität legen, meint der Gewerkschafter.
Mehr Wirtschaftlichkeit durch klare Regelung zum Vertragswettbewerb bei Ärzten und zugkräftige Maßnahmen zur Behebung von Über-, Unter- und Fehlversorgung in der Gesetzlichen Krankenversicherung müssen beschlossen werden. Und das alles flankiert durch eine Liberalisierung des Arzneimittelmarktes. Die DGB Gewerkschaften haben dazu eine Vielzahl von Vorschlägen unterbreitet.
Bleibe es bei dem sich abzeichnenden Leistungsausgrenzungen und Zuzahlungen, drohe Patienten und Versicherten der gesetzlichen Krankenkasse ein jährliches Notopfer in zweistelliger Milliarden Höhe, durch das allerdings der Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung nur vorrübergehend sinken dürfte. Seit Januar 2003 haben von 32 Betriebskrankenkassen 31 eine Beitragserhöhung von bis zu 1,5% vornehmen müssen. Das Ziel einer umfassenden Reform im Gesundheitssystem müsse es sein, den Versicherten zu entlasten und gleichzeitig eine optimalere Versorgung zu gewährleisten, meint Hannemann abschließend.
Autor: nnzDer ist Regionsvorsitzende des DGB Nordthüringen und gleichzeitig Mitglied der Selbstverwaltung der IKK Niedersachsen. Die Reformen müssen sozial ausgewogen und gerecht gestaltet werden. Einseitig die Versicherten für die derzeitigen Einnahmeprobleme sowie für ungelöste Kapazitäts- und Qualitätsprobleme im Gesundheitswesen mittels Leistungsausgrenzung und Zuzahlung büßen zu lassen ist im höchsten Maße ungerecht. Die Verhandlungspartner sollten ihr Augenmerk auf eine bessere Versorgungsqualität legen, meint der Gewerkschafter.
Mehr Wirtschaftlichkeit durch klare Regelung zum Vertragswettbewerb bei Ärzten und zugkräftige Maßnahmen zur Behebung von Über-, Unter- und Fehlversorgung in der Gesetzlichen Krankenversicherung müssen beschlossen werden. Und das alles flankiert durch eine Liberalisierung des Arzneimittelmarktes. Die DGB Gewerkschaften haben dazu eine Vielzahl von Vorschlägen unterbreitet.
Bleibe es bei dem sich abzeichnenden Leistungsausgrenzungen und Zuzahlungen, drohe Patienten und Versicherten der gesetzlichen Krankenkasse ein jährliches Notopfer in zweistelliger Milliarden Höhe, durch das allerdings der Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung nur vorrübergehend sinken dürfte. Seit Januar 2003 haben von 32 Betriebskrankenkassen 31 eine Beitragserhöhung von bis zu 1,5% vornehmen müssen. Das Ziel einer umfassenden Reform im Gesundheitssystem müsse es sein, den Versicherten zu entlasten und gleichzeitig eine optimalere Versorgung zu gewährleisten, meint Hannemann abschließend.


