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Fr, 17:55 Uhr
29.07.2011

nnz-Forum: Einweihung zum „Weg des Wassers“

Erinnern Sie sich noch an das Harzfest vor zwei Wochen? In einem Beitrag im Forum dieser Zeitung schildert ein Leser der nnz seine Eindrücke von einer ganz besonderen Wanderung...


Die Vergabe der Ausrichtung eines Harzfestes in der Rolandstadt war eine Herausforderung für die Verantwortlichen. Bei der Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten bei uns hat das an den drei Tagen gut geklappt.

Die im Programm ausgewiesene Lichter - Show an der ältesten Trinkwassertalsperre des Freistaates Thüringen zur Eröffnung ließ Enttäuschte vor dem Kunsthaus zurück, da der Ansturm zur groß war und wegen der topographischen Gegebenheiten mehr nicht zuließ. Aber wir haben es verkraftet. In Erinnerung an die Worte von Roy Black im Schlager „Du kannst nicht alles haben, das Glück, den Sonnenschein…“ wurden wir am folgenden Samstagvormittag mehr als entschädigt.

Zur Einweihung zum „Weg des Wassers“ hatten sich Wanderer und Radler am Wasserwerk in der Puschkinstraße eingefunden. Der Geschäftsführer Ulrich Schardt schilderte vor Beginn der Wanderung, dass er sehr froh war, dass der Neubau des Wasserwerkes in den Jahren 2005 – 2008 neben der alten Filterhalle verwirklicht werden konnte.

Dadurch erfüllt diese Einrichtung für die nächsten Jahrzehnte die Anforderungen der novellierten Trinkwasserverordnung vom 01.01.2003 – Aufbereitung von Oberflächenwasser – dem die Sandfilter von 1931 nicht mehr gerecht wurden. Er lobte auch mehrmals die Leistungen unserer Altvorderen. Die alten Gebäude wurden renoviert und unter Denkmalschutz gestellt. Dadurch wird nachfolgenden Generationen anschaulich ein Rückblick ermöglicht.

Ab 10.15 Uhr gingen wir den aufgestellten Wegweisern mit dem Logo des Weges des Wassers folgend neben der „Schönen Aussicht“, Gumpe, Kirchhölzchen, Harzrigi, vorbei an den Hochbehältern Petersdorf, ausgangs Petersdorf links durch den Giebichenhagen bis zum „Rosenteich“. Herr Schardt fragte uns, ob bekannt sei, dass hier oberhalb ein Wasserschloss gestanden habe. Wir verneinten. Am Gangerfeld angekommen, begann die Suche. Als Gag entpuppte sich dann ein kleines Einmachglas mit einem im Wasser liegenden Schloß. Eine gelungene Verlade, die für Erheiterung sorgte.

Unterwegs, immer wieder stehen bleibend, unter anderem die Be- und Entlüftungen erklärend, war Herr Schardt fortwährend bemüht, Fragen zu beantworten und Erläuterungen zu geben. So erlebten wir eine kurzweilige aber sehr lehrreiche Wanderung entlang der wasserführenden Rohre von Nordhausen zur Talsperre.

Über ein kurzes Stück über den Bürgermeisterstieg gingen wir leicht steigend im Krebsbachtal bis zur Talsperre linksseitig. Die Staumauer erreichten wir bei bestem Wetter gegen 13.50 Uhr nach 14,3 km ohne Zwischenfälle. Aus Anlass des Harzfestes war die Staumauer begehbar. Vor der Stärkung wurde uns noch eine umfangreiche Besichtigung der Talsperre ermöglicht. Beeindruckend war, wie seit über 100 Jahren unsere Stadt und umliegende Dörfer mit Wasser in bester Qualität rund um die Uhr versorgt werden.
Hochachtung davor.

Aber nun konnten wir uns mit Brätel, Bratwürsten sowie Getränken stärken, ehe es mit zwei gefüllten Bussen ab 15.30 Uhr nach Neustadt zurück ging. Der Dank gilt besonders Herrn Schardt für die unermüdliche Wissensvermittlung an uns. Man spürte deutlich, wie viel Herzblut er in diese ihm gestellte Aufgabe für unser aller Wohlergehen steckt.
Rolf Prophet
Wandergruppe besichtigt die Talsperre (Foto: WVN)
Autor: vgf

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