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Fr, 14:20 Uhr
05.08.2011

Mehr als eine halbe Million

Im vergangenen Jahr konnten im Rahmen des Förderprogramms LEADER insgesamt 642.800 Fördergelder akquiriert werden. Das berichtete der Fachbeirat kürzlich zur Mitgliederversammlung der RAG Südharz...

Bilanz gezogen (Foto: J. Piper) Bilanz gezogen (Foto: J. Piper)

Die RAG, die Regionale Aktionsgruppe, begleitet die Umsetzung dieses EU-weiten Förderprogramms hier vor Ort im Landkreis Nordhausen. Der Fachbeirat bewertet die eingereichten Förderanträge und empfiehlt diese an die zuständigen Landesämter weiter. Geflossen sind die Fördergelder beispielsweise in kommunale und private Maßnahmen der Dorferneuerung, der Revitalisierung und des Wegebaus, die sich teilweise über mehrere Jahre erstrecken.

Zu den großen Projekten des vergangenen Jahres gehören beispielsweise das Waldbad in Neustadt (rund 97.000 Fördermittel in 2010), der Bau eines landwirtschaftlichen Wegs in Lipprechterode (rund 86.600 Euro Fördermittel in 2010), die Revitalisierung des Festplatzes des Jungmannes Guts in Wolkramshausen (rund 61.000 Euro), der zentrale Dorfplatz in Friedrichslohra (knapp 50.000 Euro), das Dorfgemeinschaftshaus in Friedrichsthal (rund 47.000 Euro), der Abriss des Mönchshofs in Uthleben (rund 40.000 Euro), die Kulturscheune in Görsbach (rund 35.000 Euro) oder die Gemeinde- und Touristinfo in Neustadt (rund 34.000 Euro).

Zu den privaten Förderprojekten zählen zum Beispiel Haus- und Scheunenerneuerung, die Sanierung des Lindenguts in Gudersleben, der sich der Horizont e.V. zur Aufgabe gemacht hat, oder das Strohballenhaus auf der Ziegenalm in Sophienhof, das das Land im Rahmen des Projekts Landvisite als innovativ ausgezeichnet hat.

Von 2008 bis 2010 flossen insgesamt gut 1,31 Millionen Euro durch LEADER in den Südharz. Für dieses Jahr werden nach jetzigem Planungsstand fast 435.000 Euro Fördermittel in Maßnahmen fließen, darunter sechs kommunale Projekte der Dorferneuerung sowie 13 private und drei Projekte im Förderschwerpunkt Revitalisierung. Die Mitglieder wählten während ihrer Versammlung außerdem den Vorstand der RAG und die Mitglieder des Fachbeirats.

Den Vorstand bilden erneut Landrat Joachim Claus und Susann Goldhammer, Geschäftsführerin des Kreisbauernverband Nordhausen e. V., die beide ebenfalls im Fachbeirat mitwirken. Auch dieser Beirat wurde neu gewählt. In diesem Gremium begutachten die Förderanträge nun Bernd Meyer, Vorsitzender der VG Hohnstein/Südharz, Hannelore Haase, Geschäftsführerin der Lift gGmbH und Vertreterin für die LIGA der paritätischen Wohlfahrtsverbände, Marlies Jungermann, Vorsitzende des Kreisvereins der Landfrauen, Claudia Junge, Geschäftsführerin der Landwirtschaft Leimbach Betriebsgesellschaft mbH und der Agrarproduktion GmbH Urbach, Thomas Seeber, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Nordhausen, der auch Schatzmeister im RAG-Vorstand ist, Uta Reinholz, ehrenamtliche Geschäftsführerin des Südharzer Tourismusverbandes e.V. und Ralf Harms, zuständig für die Kreisentwicklung im Landratsamt.

„Wichtig ist, schon jetzt an die Fördervorhaben für das kommende Jahr zu denken“, so LEADER-Managerin Petra Weigt, die in ihrer Beratung bei den Förderanträgen hilft und auch über die laufenden gesetzlichen Änderungen informieren kann. Neu ist beispielsweise bei der Förderrichtlinie zur Revitalisierung, die derzeit überarbeitet wird, dass Anträge von natürlichen Personen, Personengesellschaften und juristische Personen des privaten Rechts werden wieder bearbeitet werden.

Termin der Antragsabgabe ist der 31. Januar 2012. Schon früher müssen die Anträge zur Dorferneuerung und -entwicklung einschließlich dorfgemäßer Gemeinschaftseinrichtungen fertig sein. Diese sollten spätestens bis zum 7. Oktober dem LEADER-Management vorliegen. Förderanträge zur Revitalisierung sollten bis zum 30. Dezember beim LEADER-Management abgegeben werden. Antragsstellung zur ländlichen Infrastruktur bzw. Wegebau sind laufend möglich. Das LEADER-Management unterstützt bei technischen und inhaltlichen Fragen der Antragsstellung und bereitet die Unterlagen für die Vorlage im Fachbeirat, dem Entscheidungsgremium der RAG, vor.

LEADER-Managerin Petra Weigt ist erreichbar im Scheunenhof, Uthleber Str. 24 in Nordhausen, Telefon 03631/ 49 61 58, E-Mail lm-suedharz@alice.de. Mehr gibt es auch im Internet unter www.leader-rag-suedh.de.
Autor: nnz

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Kommentare
Georg
06.08.2011, 18:23 Uhr
An der Quelle...
Sind die Entscheider über die Fördertöpfe und die Empfänger der Gelder dieselben Personen??? Wenn man sich die Namen und ihre Funktionen ansieht, könnte man zu dem Schluss kommen, dass sich die Geldmittel gegenseitig zugewiesen werden.
Postmann
06.08.2011, 19:43 Uhr
Frau Haase
Wann wird Frau Haase, Geschäftsführerin der Lift gGmbH, eigentlich mal von ihrem posten enthoben? Sie war ja schon einige male mit negativen Berichten in den Medien und sie hat ihren Posten immer noch. Ich war schon zweimal bei diesem Verein über die ARGE beschäftigt und habe so einiges miterlebt.
Bachmann
06.08.2011, 21:24 Uhr
LEADER und Mutmaßungen
LAEDER ist eine gute Sache. Es gibt Kommentatoren der NNZ die kochen unter ihrer Anonymität ihr eigenes Mütchen oder äußern Mutmaßungen. Wenn sie einen A…. in der Hose hätten, würden meine beiden Vorkommentatoren mit ihrem Namen zu ihrer Auffassung stehen.

Auf gleicher Augenhöhe könnte man dann seine Argumente austauschen und der Leser der NNZ könnte sich seine persönliche Meinung bilden. Mehr als eine halbe Million Euro über das LEADER Programm für die verschiedensten Maßnahmen für das Gemeinwohl ehrenamtlich parteiunabhängig hinweg akquiriert zu haben ist ein gutes Ergebnis.

Ich wünsche dem Fachbeirat viel Erfolg und immer ein gutes Händchen für seine verantwortungsvolle Arbeit.
Rainer Bachmann
Postmann
07.08.2011, 11:03 Uhr
Und nun kommt die Politik ins Spiel
Auch wenn ich mir jetzt Ärger einhandle. Ja Herr Bachmann und warum erwähnen Sie nicht gleich das Sie einen hohen Posten bei der Linken haben. Wenn man sich Ihre Internetseite http://www.rainerbachmann.de so ansieht brauch ich weiter nichts zu sagen.

Kein Wunder das Sie das LEADER Programm hochleben lassen, das Geld sollte besser an anderer Stelle ausgegeben werden. Sie sind Politiker und sitzen bei ihrer Arbeit in einem Büro, haben also mit schwerer Arbeit nichts zu tun. Gehen Sie mal für einen Euro los und werden dadurch schnell erfahren was sich ein normaler Bürger so alles gefallen lassen muss.
Isaan
07.08.2011, 23:36 Uhr
Förderprogramm LEADER, Herr Bachmann
Ziegenalm Sophienhof? Kai Liebig? Der war doch mal Chef vom BIG DIPPER. Ein Jugendverein, der unter seiner Führung pleite gegangen ist. Auch wenn seine Frau diese Alm leitet, ist doch trotzdem Interessant, wer solche Fördergelder bekommt. Ein Schelm, wer sich böse denkt.
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