Mo, 18:03 Uhr
29.08.2011
Kenntlich machen
Besucherinnen und Besucher können es schon von weitem sehen: Ein Baukran weist seit einigen Tagen auf Bauarbeiten in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora hin. Die Arbeiten finden an den Relikten eines Gebäudes statt, das innerhalb des Konzentrationslagers eine besonders grauenvolle Bedeutung hatte: Der Bunker...
So wurde das Lagergefängnis in der militarisierten SS-Sprache genannt wurde, war in den Jahren 1944/45 ein Ort, an dem Hunderte von Häftlingen unter dem Vorwurf von Widerstand und Sabotage grausam gefoltert und misshandelt wurden. In einer unmittelbar neben dem Gefängnis gelegenen, streng abgeschirmten Hinrichtungsstätte ließen SS- und Gestapoangehörige Dutzende Häftlinge ermorden, darunter mehrere deutsche Kommunisten und Sozialdemokraten.
1952 ließen DDR-Behörden das massive Gefängnisgebäude gegen den Widerstand ehemaliger Häftlinge bis auf die Grundmauern abtragen. Doch auch die Natur setzte den Relikten zu: Wind und Wetter haben hier wie auch an den Umfassungsmauern der Hinrichtungsstätte in den vergangenen Jahrzehnten so deutliche Spuren hinterlassen, dass dieses einzigartige Zeugnis des Lagerterrors immer mehr gefährdet war.
Aus diesem Grund hat die Gedenkstättenleitung nun umfassende Sicherungsarbeiten an den baulichen Überresten eingeleitet. Gleichzeitig wird das ehemalige Lagergefängnis aber auch didaktisch neu erschlossen. Deutlich von der originalen Bausubstanz unterscheidbare
Aufbauten werden die ehemaligen Mauern zukünftig vor weiterem Verfall schützen. Indem sie die Gefängnismauer zitieren, lassen sie zugleich das architektonische Ensemble von Gefängnis und Hinrichtungsstätte in neuer Weise erkennbar werden. Der lange vernachlässigte Ort wird damit seiner historischen Bedeutung entsprechend innerhalb des
ehemaligen Lagergeländes aufgewertet.
Die Bauarbeiten sind Teil der 2001 begonnenen und mit Landes- und Bundesmitteln finanzierten Neukonzeption der Gedenkstätte. Das landschaftsarchitektonische Konzept stammt vom renommierten Hamburger Büro WES & Partner; die Arbeiten selbst und die Bauleitung haben Südharzer Unternehmen übernommen.
Autor: nnzSo wurde das Lagergefängnis in der militarisierten SS-Sprache genannt wurde, war in den Jahren 1944/45 ein Ort, an dem Hunderte von Häftlingen unter dem Vorwurf von Widerstand und Sabotage grausam gefoltert und misshandelt wurden. In einer unmittelbar neben dem Gefängnis gelegenen, streng abgeschirmten Hinrichtungsstätte ließen SS- und Gestapoangehörige Dutzende Häftlinge ermorden, darunter mehrere deutsche Kommunisten und Sozialdemokraten.
1952 ließen DDR-Behörden das massive Gefängnisgebäude gegen den Widerstand ehemaliger Häftlinge bis auf die Grundmauern abtragen. Doch auch die Natur setzte den Relikten zu: Wind und Wetter haben hier wie auch an den Umfassungsmauern der Hinrichtungsstätte in den vergangenen Jahrzehnten so deutliche Spuren hinterlassen, dass dieses einzigartige Zeugnis des Lagerterrors immer mehr gefährdet war.
Aus diesem Grund hat die Gedenkstättenleitung nun umfassende Sicherungsarbeiten an den baulichen Überresten eingeleitet. Gleichzeitig wird das ehemalige Lagergefängnis aber auch didaktisch neu erschlossen. Deutlich von der originalen Bausubstanz unterscheidbare
Aufbauten werden die ehemaligen Mauern zukünftig vor weiterem Verfall schützen. Indem sie die Gefängnismauer zitieren, lassen sie zugleich das architektonische Ensemble von Gefängnis und Hinrichtungsstätte in neuer Weise erkennbar werden. Der lange vernachlässigte Ort wird damit seiner historischen Bedeutung entsprechend innerhalb des
ehemaligen Lagergeländes aufgewertet.
Die Bauarbeiten sind Teil der 2001 begonnenen und mit Landes- und Bundesmitteln finanzierten Neukonzeption der Gedenkstätte. Das landschaftsarchitektonische Konzept stammt vom renommierten Hamburger Büro WES & Partner; die Arbeiten selbst und die Bauleitung haben Südharzer Unternehmen übernommen.



