Di, 13:09 Uhr
18.10.2011
Lichtblick und Trübsinn
Der verregnete Sommer und die überdurchschnittlich gestiegenen Preise für Energie und Lebensmittel haben die Laune der Gastronomen in der Sommersaison 2011 getrübt. In den Reisebüros laufen die Geschäfte hingegen weiter gut. Das geht aus der aktuellen Herbstumfrage Tourismus der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt unter 360 Unternehmen aus Mittel- und Nordthüringen hervor...
Vor allem der regenreiche August war in diesem Jahr Gift für die Freiluftgastronomie, bilanziert IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser nüchtern. So berichteten laut Umfrage nur noch 39 Prozent der gastgewerblichen Unternehmen von einer derzeit guten Geschäftslage – ein Minus von 10 Prozent im Vergleich zum letzten Sommer.
Signifikant wäre die unterschiedliche Einschätzung zwischen Hotellerie und Gastronomie. Während immerhin die Hälfte der Unternehmen aus dem Beherbergungsbereich die Lage als gut einschätzt, sind es unter den Gastronomen nur 27 Prozent, so Grusser. Witterungsbedingt habe es vor allem die Ausflugsgastronomie, Eisdielen und Biergärten getroffen. Sie mussten immense Umsatzeinbußen hinnehmen.
Die Erwartungen an die bevorstehende Wintersaison seien dementsprechend etwas zurückhaltender als im vergangenen Jahr. Jeder Vierte rechne mit einer sich verschlechternden Geschäftslage.
Einen Lichtblick gewährt das Hotelgewerbe. Das liegt vor allem am gestiegenen Umsatz mit Geschäftsreisenden, stellt der IHK-Chef fest. Dieser hätte sich bei einem Drittel der Unternehmen erhöht. Dagegen wären die Buchungen durch einheimische Gäste leicht zurückgegangen.
Angesichts der verhaltenen Erwartungen für das Winterhalbjahr hoffen die Unternehmen nun, dass sich der Kostenanstieg nicht weiter so rasant fortsetzt. Denn die gestiegenen Preisen müssen früher oder später an die Kunden weitergegeben werden, will man die eigene Existenz nicht gefährden, erläutert Grusser die Ängste der Gastronomen. So befürchteten 28 Prozent für die nächsten Monate höhere Belastungen. Insbesondere der aktuelle Anstieg der Lebensmittel- und Energiekosten, aber auch die in Erfurt oder Weimar erhobene Bettensteuer bereiteten den Hoteliers und Gastbetrieben einige Sorgen.
Nicht nur bei Privatreisen, sondern zunehmend auch im Geschäftsreiseverkehr reagieren die Kunden ausgesprochen sensibel auf drohende Mehrausgaben, mahnt der IHK-Hauptgeschäftsführer. Das belegten auch zahlreiche negative Kommentare zum Thema Bettensteuer in bekannten Hotelbewertungsportalen.
Während das Hotel- und Gastgewerbe dem Winterhalbjahr mit gemischten Gefühlen entgegenblickt, herrscht bei den Reisebüros eine überwiegend gute Stimmung. 47 Prozent der befragten Unternehmen schätzen die Geschäftslage mit gut ein. Zwei Drittel erzielten Umsatzzuwächse oder konnten die Ergebnisse des Vorjahreszeitraumes halten. Gestiegen ist auch hier der Umsatz mit Firmenkunden, fasst Grusser zusammen.
Nach einem guten Sommergeschäft und einem optimistischen Start in die Wintersaison 2011/12 lasse der Buchungsansturm bei den Reisebüros jetzt jedoch etwas nach. Daher seien die Unternehmen vorsichtig in ihrer Prognose für die nächsten Monate. Grund dafür wäre die mehrheitliche Befürchtung, dass auch die Preise für Urlaubs- und Geschäftsreisen in den kommenden Monaten weiter zulegen würden.
Autor: nnzVor allem der regenreiche August war in diesem Jahr Gift für die Freiluftgastronomie, bilanziert IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser nüchtern. So berichteten laut Umfrage nur noch 39 Prozent der gastgewerblichen Unternehmen von einer derzeit guten Geschäftslage – ein Minus von 10 Prozent im Vergleich zum letzten Sommer.
Signifikant wäre die unterschiedliche Einschätzung zwischen Hotellerie und Gastronomie. Während immerhin die Hälfte der Unternehmen aus dem Beherbergungsbereich die Lage als gut einschätzt, sind es unter den Gastronomen nur 27 Prozent, so Grusser. Witterungsbedingt habe es vor allem die Ausflugsgastronomie, Eisdielen und Biergärten getroffen. Sie mussten immense Umsatzeinbußen hinnehmen.
Die Erwartungen an die bevorstehende Wintersaison seien dementsprechend etwas zurückhaltender als im vergangenen Jahr. Jeder Vierte rechne mit einer sich verschlechternden Geschäftslage.
Einen Lichtblick gewährt das Hotelgewerbe. Das liegt vor allem am gestiegenen Umsatz mit Geschäftsreisenden, stellt der IHK-Chef fest. Dieser hätte sich bei einem Drittel der Unternehmen erhöht. Dagegen wären die Buchungen durch einheimische Gäste leicht zurückgegangen.
Angesichts der verhaltenen Erwartungen für das Winterhalbjahr hoffen die Unternehmen nun, dass sich der Kostenanstieg nicht weiter so rasant fortsetzt. Denn die gestiegenen Preisen müssen früher oder später an die Kunden weitergegeben werden, will man die eigene Existenz nicht gefährden, erläutert Grusser die Ängste der Gastronomen. So befürchteten 28 Prozent für die nächsten Monate höhere Belastungen. Insbesondere der aktuelle Anstieg der Lebensmittel- und Energiekosten, aber auch die in Erfurt oder Weimar erhobene Bettensteuer bereiteten den Hoteliers und Gastbetrieben einige Sorgen.
Nicht nur bei Privatreisen, sondern zunehmend auch im Geschäftsreiseverkehr reagieren die Kunden ausgesprochen sensibel auf drohende Mehrausgaben, mahnt der IHK-Hauptgeschäftsführer. Das belegten auch zahlreiche negative Kommentare zum Thema Bettensteuer in bekannten Hotelbewertungsportalen.
Während das Hotel- und Gastgewerbe dem Winterhalbjahr mit gemischten Gefühlen entgegenblickt, herrscht bei den Reisebüros eine überwiegend gute Stimmung. 47 Prozent der befragten Unternehmen schätzen die Geschäftslage mit gut ein. Zwei Drittel erzielten Umsatzzuwächse oder konnten die Ergebnisse des Vorjahreszeitraumes halten. Gestiegen ist auch hier der Umsatz mit Firmenkunden, fasst Grusser zusammen.
Nach einem guten Sommergeschäft und einem optimistischen Start in die Wintersaison 2011/12 lasse der Buchungsansturm bei den Reisebüros jetzt jedoch etwas nach. Daher seien die Unternehmen vorsichtig in ihrer Prognose für die nächsten Monate. Grund dafür wäre die mehrheitliche Befürchtung, dass auch die Preise für Urlaubs- und Geschäftsreisen in den kommenden Monaten weiter zulegen würden.


