Do, 13:50 Uhr
10.11.2011
Nordhausen und Mühlhausen dabei
Nordhausen war einst eine freie und Reichsstadt. Bis die Stadt preußisch wurde. An die einst glorreiche Zeit soll jetzt nachhaltig erinnert werden. Zusammen mit Mühlhausen...
Die ehemaligen Reichsstädte bildeten bis zum Ende des Alten Reichs 1806 eine bedeutende Gruppe innerhalb der Städtelandschaft Deutschlands. In Thüringen gehörten Mühlhausen und Nordhausen besonders lange zu diesem Kreis, da beide erst 1802 preußisch wurden, während Altenburg schon 1307 an die Wettiner kam. Reichsstädte hatten im Mittelalter und in der Neuzeit den höchsten Grad kommunaler Selbständigkeit erlangt. Mit Hamburg und Bremen konnten zwei von ihnen bis heute eigene Staatlichkeit bewahren. Alle anderen wurden zwar im Laufe der Zeit in die entstehenden Länder integriert, doch prägt das Bewusstsein einstiger Unabhängigkeit und einstigen Ranges bis heute die Tradition ehemaliger Reichsstädte.
Mit dem Ziel einer engeren Vernetzung ehemaliger Reichsstädte und einer intensiveren Erforschung ihrer Geschichte hat sich ein Arbeitskreis Reichsstadtgeschichte gegründet. Das erste Treffen fand auf Einladung der Stadtarchive Mühlhausen und Nordhausen und der Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung in dieser Woche im Mühlhäuser Rathaus statt.
Teilgenommen haben Archivare der ehemaligen Reichsstädte Bad Wimpfen (Baden-Württemberg), Dortmund (Nordrhein-Westfalen), Esslingen (Baden-Württemberg), Lübeck (Schleswig-Holstein), Mühlhausen (Thüringen), Nordhausen (Thüringen), Wetzlar (Hessen) und Zwickau (Sachsen). Beschlossen wurde, im Frühjahr 2013 in Mühlhausen ein erstes wissenschaftliches Symposium zum Thema Reichsstädtische Erinnerung durchzuführen. Referenten werden dazu aus dem gesamten Bundesgebiet erwartet. Die Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung hat ihre finanzielle Förderung zugesagt.
Insbesondere wird sie die Ergebnisse des Symposions in ihrer Schriftenreihe publizieren. Die Organisation liegt in der Hand des Mühlhäuser Stadtarchivars Dr. Helge Wittmann. Er wird auch weiterhin Ansprechpartner für diejenigen sein, die an der Mitwirkung im Arbeitskreis Reichsstadtgeschichte interessiert sind.
Autor: nnzDie ehemaligen Reichsstädte bildeten bis zum Ende des Alten Reichs 1806 eine bedeutende Gruppe innerhalb der Städtelandschaft Deutschlands. In Thüringen gehörten Mühlhausen und Nordhausen besonders lange zu diesem Kreis, da beide erst 1802 preußisch wurden, während Altenburg schon 1307 an die Wettiner kam. Reichsstädte hatten im Mittelalter und in der Neuzeit den höchsten Grad kommunaler Selbständigkeit erlangt. Mit Hamburg und Bremen konnten zwei von ihnen bis heute eigene Staatlichkeit bewahren. Alle anderen wurden zwar im Laufe der Zeit in die entstehenden Länder integriert, doch prägt das Bewusstsein einstiger Unabhängigkeit und einstigen Ranges bis heute die Tradition ehemaliger Reichsstädte.
Mit dem Ziel einer engeren Vernetzung ehemaliger Reichsstädte und einer intensiveren Erforschung ihrer Geschichte hat sich ein Arbeitskreis Reichsstadtgeschichte gegründet. Das erste Treffen fand auf Einladung der Stadtarchive Mühlhausen und Nordhausen und der Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung in dieser Woche im Mühlhäuser Rathaus statt.
Teilgenommen haben Archivare der ehemaligen Reichsstädte Bad Wimpfen (Baden-Württemberg), Dortmund (Nordrhein-Westfalen), Esslingen (Baden-Württemberg), Lübeck (Schleswig-Holstein), Mühlhausen (Thüringen), Nordhausen (Thüringen), Wetzlar (Hessen) und Zwickau (Sachsen). Beschlossen wurde, im Frühjahr 2013 in Mühlhausen ein erstes wissenschaftliches Symposium zum Thema Reichsstädtische Erinnerung durchzuführen. Referenten werden dazu aus dem gesamten Bundesgebiet erwartet. Die Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung hat ihre finanzielle Förderung zugesagt.
Insbesondere wird sie die Ergebnisse des Symposions in ihrer Schriftenreihe publizieren. Die Organisation liegt in der Hand des Mühlhäuser Stadtarchivars Dr. Helge Wittmann. Er wird auch weiterhin Ansprechpartner für diejenigen sein, die an der Mitwirkung im Arbeitskreis Reichsstadtgeschichte interessiert sind.


