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Mo, 08:38 Uhr
14.11.2011

nnz-Forum: Botanik an der Fachhochschule

Anlässlich des jüngsten Besuches von Bildungsminister Matschie an der Fachhochschule hat ein Nordhäuser Botaniker eine Idee, die der Bildungseinrichtung gut zu Gesicht stünde und der herausragenden naturwissenschaftlichen Tradition der Stadt entspringt...


Johann Thal, der zwischen 1581 und 1583 Stadtphysikus in Nordhausen war und die erste Flora (Sylva Hercynia) weltweit schrieb, Artur Petry, Louis Oßwald, Johannes Oswald, Traugott Kützing, Friedrich-Wilhelm Wallroth, Karl Kellner, Klaus-Jörg Barthel, Werner Schroeter, der unvergessene, international gewürdigte Dr. h. c. Kurt Wein, Dr. Werner Elmer und viele andere.
Nordhausen war über viele Jahrhunderte hinweg eine Botaniker-Hochburg. Von einer Fach-Hochschule, die sich stets so sehr zu ihrer Region bekennt, würde ich erwarten, dass sie dieser wissenschaftlichen, also botanischen Tradition durch einen entsprechenden Studiengang ihre Referenz erweist.

An der FH gibt es viele so genannte "moderne" Studiengänge. Diese sind zeitGEMÄß und auf Grund der heutigen Wirtschaft mögen sie geboten sein. Im Gegensatz zu diesen aber war die Botanik immer zeitLOS, sie war im 16. Jahrhundert genauso modern, wie sie es heute noch ist, zumal unsere eigene Existenz untrennbar vom Wohlergehen der Pflanzenwelt abhängt (Stichwort: Luft-Sauerstoff, Ernährung, Klima).

Angesichts von Kimawandel, Artenschwund und der Notwendigkeit, Energie aus nachwachsenden Rohstoffen zu gewinnen, kann die Botanik mit ihren vielen Teildisziplinen gar nicht aktueller und moderner sein.
Ich fordere den Präsidenten der FH Herrn Prof. Dr. Wagner und Herrn Minister Matschie auf, die Weichen dafür zu stellen, damit sich die einzigartige Tradition Nordhausens auf dem Gebiet der Botanik in einer entsprechenden Studienrichtung niederschlägt.

Ein entsprechender Studiengang wäre der I-Punkt auf die naturwissenschaftliche Arbeit von Jahrhunderten, die in Nordhausen geleistet wurde und damit bedeutend länger, als auf dem Gebiet von Landmaschinen oder Betriebswirtschaft.
Bodo Schwarzberg, Nordhausen
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
98maschr
14.11.2011, 09:32 Uhr
Sonst noch Wünsche?
Klar so ein Studiengang lässt sich auch einfach aus dem Nichts heraus aufbauen. Kostet ja nix. Weder Zeit noch Geld noch Platz. Mal ganz davon abgesehen, daß weder Platz noch übermäßig viel Geld an der FH vorhanden ist.

mfg
Bodo Schwarzberg
14.11.2011, 10:08 Uhr
Botanik an FH: positives Nordhäuser Denken?
Mit der Haltung meines Vorredners wird sich eine Fachrichtungg Botanik natürlich nicht realisieren lassen. Wir brauchen keine Neinsager und "Das-Glas ist halbleer"-Verkünder sondern Macher.

Schließlich ist an der FH nach der Wende ja auch ein positiver, repräsentativer und ansehnlicher Wissenschaftsbetrieb entstanden, von dem niemand zuvor zu träumen wagte. Damals setzten sich viele Menschen, z.B. Dr. Klaus Zeh und Barbara Rinke mit Erfolg für eine FH in Nordhausen ein. Mein Vorredner wird unschwer erkennen können, dass es auf das Wollen ankommt.

Kein Geld zu haben ist ein modern gewordenes Totschlagargument für vieles, was man nicht glaubt erreichen zu können. Zudem stehen die Aussagen meines Vorkommentatoren ja schon im Gegensatz zu den positiven also die Entwicklung der FH würdigenden Argumenten, die beim Matschie-Besuch Erwähnung fanden.

Es braucht eine Idee, Menschen an geeigneter Stelle, die diese Idee verfielfältigen und ausbauen und an Verantwortliche in "höheren Gremien" weitertragen.

Oder soll ich mich tatsächlich mit dem Argument einer Journalistin mir gegenüber anfreunden müssen: "Sie dürfen ja die Nordhäuser nicht überfordern"?
98maschr
14.11.2011, 14:42 Uhr
Ja dann "Machen" Sie doch ;)
Bei allem nötigen Respekt, ich kenne die Strukturen der FH wesentlich besser als Sie, eben weil ich mich dort vor Ort engagiere. Ergo gehöre ich keineswegs zu dieser ominösen Neinsagergruppe.

Ich finde es lediglich immer wieder ziemlich dreist von Leuten sich einfach hinzustellen und zu sagen "Macht mal einer das und das!". Aber dazu gehört eben nicht viel wenn man dies von einem gemütlichen Bürostuhl aus macht...

Darüberhinaus ist der nicht vorhandene Platz das gewichtigere Argument. Ursprünglich war angedacht, daß die FH 2000 Studenten beherbergen sollte. Mittlerweile sind es 2600...
TeeEff
14.11.2011, 16:21 Uhr
Ach komm...
die nächsten Neubauzuweisungen gibts doch ab 5000 Studenten oder so...da geht noch was...
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