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Mo, 10:21 Uhr
14.11.2011

Noch mehr unter Verdacht

Seit Anfang des Jahres wird in Nordthüringen gegen Mediziner und Apotheker ermittelt. Ihnen werden Bestechung, Bestechlichkeit vorgeworfen. Jetzt ist eine neues Anklage hinzugekommen...


Es sollen sechsstellige Summen bei diesen Deals geflossen sein. Hintergrund ist der Umgang mit teuren Krebsmitteln, so genannten Zytostatica. In einer Anklage, die bereits im Frühjahr dieses Jahres erhoben wurde, wurden ein Arzt aus Nordhausen und ein Apotheker aus Niedersachsen beschuldigt. Beide sollen eine Immobile in Nordhausen als GbR besessen und die diese als Praxis und Apotheke genutzt haben. Der Arzt soll die entsprechenden Rezepte verschrieben und dem Apotheker aus Niedersachsen zugesichert haben, alles bei ihm zu bestellen. Im Gegenzug soll der Apotheker Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Immobile von dem Arzt übernommen haben.

In der jetzt bekannt gewordenen neuen Anklage sollen neben dem bereits angeklagten Arzt eine weitere Apothekerin aus dem Landkreis Nordhausen und eine weitere Person im Verdacht der Bestechung und Bestechlichkeit stehen. Laut Staatsanwaltschaft sollen auch in diesem Fall Krebsmedikamente ausschließlich aus dieser Apotheke bezogen worden sein, deren Auftragsvolumen sich auf mehrere Millionen Euro belaufen haben soll. Mehr als 100.000 Euro sollen dabei als Provision an den Arzt geflossen sein.

Im Zuge der Ermittlungen und auf Grund der Schwere der Tat soll auch das Landeskriminalamt eingeschaltet gewesen sein. Dabei sollen auch Handys von Apothekern mit richterlichem Beschluss abgehört worden sein.
Autor: nnz

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