eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Mi, 17:57 Uhr
23.11.2011

nnz-Forum: Fragen eines Bürgers

Vor allem die Verwaltungen wollen effektiver und schlanker werden. Wirtschafts- und bürgerfreundlicher obendrein. Soweit die Theorie, die Praxis in Nordhausen sieht anders aus, was ein Beispiel belegt...


Sehr geehrte Mitarbeiter der Familienkasse Nordhausen,

das am 23. September 2011 beschlossene Steuervereinfachungsgesetz 2011 wurde am 4. November 2011 im Bundesgesetzblatt verkündet (BGBl. 2011, Teil I, Nr. 55 Seite 2131). Die gesetzlichen Neuregelungen treten weitestgehend am 01.01.2012 in Kraft. Änderungen im Bereich des Kindergeldes ergeben sich vor allem für über 18 Jahre alte Kinder aufgrund des Wegfalls der Einkünfte- und Bezügegrenze zum 01.01.2012." (http://www.arbeitsagentur.de/nn_26532/zentraler-Content/A09-Kindergeld/A091-steuerrechtliche-Leistungen/Allgemein/Steuervereinfachungsgesetz-2011.html)

Warum verschicken Sie weiterhin - in meinem Falle mit Datum vom 18.11.2011 - Formulare, in denen Sie nach den voraussichtlichen Einkünften und Bezügen der volljährigen Kinder in Berufsausbildung im Jahr 2012 fragen? Dies geht Sie nunmehr nichts mehr an! Außerdem unterlaufen Sie damit die Absicht des Gesetzgebers, Bürokratie abzubauen. Sie verschwenden gesetzeswidrig Ihre Zeit, die Zeit der Eltern, die Zeit der Lohnbuchhalter in den Ausbildungsbetrieben, Papier, Tinte, Porto usw.
S. L., vollständiger Name ist der Redaktion bekannt
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Anzeige symplr (6)
Kommentare
H.Buntfuß
23.11.2011, 18:22 Uhr
Gespannt
Ja das bin ich, ob es eine KLARE Antwort zu diesem Artikel geben wird. Aber ich glaube eher nicht, es wird wie immer sein, dieser und jener ist SCHULD nur die Angestellten der Familienkasse waschen ihre Hände in UNSCHULD.
Bodo Schwarzberg
23.11.2011, 19:57 Uhr
Klamme Kassen durch unsinnige Ausgaben?
Diesen Eindruck könnte man schon gewinnen, wenn man diesen Beitrag liest. Denn solche Vorgänge dürften sich ja nicht nur im LK Nordhausen abspielen. Rechnet man derartige Fehlkosten zusammen, kommt man schnell auf Millionen aus dem Fenster heraus geschmissene Steuergelder. Während Sie aber unsinnige Post erhalten, musste ein Rollstuhlfahrer stets persönlich auf den Ämtern erscheinen, um diverses Papier abzuholen (die nnz berichtete). Dann frage ich mich manchmal, ob in den Verwaltungen tatsächlich denkende Menschen mit der Fähigkeit sitzen, sich in andere hineinzuversetzen.
Ich habe hier schon mehrfach geschrieben, dass die Jammerei der Kommunen, zu wenig Geld zu haben, hinterfragt werden muss. Das hier genannte Beispiel stützt, denke ich, diese Ansicht. Statt die eigene angeblich so traurige Lage zu beklagen, sollte das Problem an der Wurzel gepackt werden. Erstens: Durch Selbstkritik und Selbstüberprüfung und zweitens durch konsequente und mit Nachdruck vorgebrachte Forderungen an die Parlamente und Regierungen, den gigantischen Wust aus Gesetzen und Regelungen abzubauen. Immer wieder hört man, dass es von Jahr zu Jahr neue und mehr Regelungen werden, die die Behörden zu beachten haben! Warum aber protestieren sie nicht ÖFFENTLICH dagegen, wo doch sie selbst und der Bürger erst recht sehr unzufrieden damit ist?
Der Fall des Schreibers hier zeigt doch exemplarisch, dass die Behörden oft selbst keinen Durchblick mehr haben!
Aber eines steht auch fest: Würden die Kreise und Kommunen gegen die Bürokratie protestieren, unter der sie selbst leiden, machte sich der eine oder andere selbst überflüssig. Und da ist sich doch dann jeder Mitarbeiter in den Verwaltungen doch lieber selbst der nächste. Forderungen nach mehr Geld ist da bedeutend einfacher und lenkt von den wahren, grundlegenden Problemen ab.
Leider hat der Schreiber sich nicht getraut, seinen Namen zu nennen. Da waren wir im Herbst 1989 schon einmal weiter.
-Insider-
23.11.2011, 22:12 Uhr
ich
kann mich meinen vorrednern nicht zu 100% anschließen. statt ellenlanger texte mit mal mehr und mal weniger inhalt könnte man hier kurz festhalten:

da ist ein fehler passiert. der fehler kostet 0,50 cent porto, 10cent fü den umschlag vllt. 5-10 euro gehalt vom bearbeiter und für die eltern ne portion nerven (soweit man es denn ernst nimmt, obwohl man es ja scheinbar besser weiß).

das ganze, soweit meine erfahrung mit behörden, kann man im übrigen auch mit einem telefonat klären. sollte der bearbeiter dann seinen fehler immer noch "verteidigen" wendet man sich an die nächst höhere stelle. in zeiten des annonymen internets ist aber auch nen artikel in der nnz ganz praktisch.

ps. auf der einen seite kontra bürokratie, auf der anderen seite räte über räte, die nicht notwendig sind - dann zur selbstdarstellung mit der fahne im vorstand vornweg. ich nenne das doppelmoral.
Retupmoc
24.11.2011, 08:01 Uhr
Fehler
So sehe ich das auch. Da hat jemand einen Fehler begangen. So weit - so nicht gut ! Der - oder diejenige hat damit einen ungeheurer Betrag von unter 5 Euro verschwendet (alles eingerechnet).

Ich bin der Letzte der Behörden beschützt, frage mich nun aber ob der Verfasser nie Fehler macht in seinem Leben? Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen. Und einen guten Rat an die NNZ möchte ich mir an dieser Stelle auch nicht verkneifen. Wenn Sie wegen so einer Lappalie, die aber wie mein Vorredner relativ leicht aus der Welt zu schaffen ist, jedem die Möglichkeit einräumen hier einen ellenlangen Text reinzusetzen, dann müssten Sie das auch jedem anderen Bürger genehmigen. Dann dürfte hier demnächst eine Menge los sein.

Eben ist mein Bus 2 min später gekommen, das verursacht auch Kosten für mich. Kann ich jetzt den Busfahrer hier anzetteln oder gleich die ganzen Verkehrsbetriebe?
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)