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Do, 16:25 Uhr
24.11.2011

Sie träumen ihn immer noch...

...den Traum vom eigenen Heim. Leben im Herzen einer Großstadt? Nein, danke! Die meisten Menschen in Deutschland (81 Prozent) finden den Besitz einer Immobilie attraktiv, aber im Zentrum einer großen Stadt möchte nur jeder Zehnte seinen Traum von den eigenen vier Wänden wahr machen.

Den deutschen Traum träumen (Foto: ALLIANZ DEUTSCHLAND) Den deutschen Traum träumen (Foto: ALLIANZ DEUTSCHLAND)

Am liebsten würde jeder dritte zukünftige Eigenheimbesitzer aufs Land ziehen. Ein weiteres Drittel bevorzugt den Speckgürtel einer Großstadt (31 Prozent). Mehr als jeder Vierte (27 Prozent) sieht seine Wunsch-Immobilie in einer kleineren Stadt. Das hat eine repräsentative Studie bei rund 2.300 Bundesbürgern ergeben, die das Marktforschungsinstitut forsa im Auftrag der Allianz Deutschland AG durchgeführt hat.

„Wunsch und Wirklichkeit stimmen beim Standort der eigenen Immobilie weitgehend überein. Auch unsere Kunden bevorzugen Regionen, die zu den Einzugsgebieten zählen. Rund die Hälfte unserer Darlehen sind für Immobilien außerhalb einer Großstadt vergeben,“ weiß Dr. Peter Haueisen, Fachbereichsleiter Baufinanzierung bei Allianz Leben. „Diese Verteilung könnte sich in den kommenden Jahren allerdings aufgrund der demografischen Entwicklung zugunsten citynaher Lagen verändern.“
Grafik (Foto: ALLIANZ DEUTSCHLAND)
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Laut Studie sind die Vororte von großen Städten vor allem im Norden und Osten Deutschlands (38 Prozent) und bei den 20- bis 25-Jährigen (44 Prozent), die den Kauf eines Eigenheims bereits konkret planen, gefragt. Mitten in einer Großstadt leben wollen in den Neuen Bundesländern fast doppelt so viele Menschen (19 Prozent) wie im Westen Deutschlands. Abgesehen vom Standort spielt auch die Art der Immobilie eine große Rolle. So wünschen sich bundesweit drei von vier künftigen Eigenheimbesitzern ein eigenes, möglichst freistehendes Haus.

Im Osten der Republik sind es unter den Befragten, die sich den Erwerb der eigenen vier Wände bereits durch den Kopf haben gehen lassen, sogar 80 Prozent. Der Deutschen zweitliebste Immobilie ist die Eigentumswohnung, gefolgt von der Doppelhaushälfte und schließlich dem Reihenhaus. Vergleichsweise häufig wünschen sich Eigenheim interessierte Befragte im Alter zwischen 26 und 35 Jahren eine Eigentumswohnung (31 Prozent) - oder ein Reihenhaus (15 Prozent).

„Wenn es um die Art der Immobilie geht, liegen Wunsch und Wirklichkeit zum Teil auseinander. Die Hälfte unserer Darlehensnehmer finanziert ein freistehendes Haus, jeder vierte Kunde eine Eigentumswohnung,“ erläutert Peter Haueisen. „Der Einstieg in das selbstgenutzte Wohneigentum erfolgt häufig zunächst über die Eigentumswohnung, erst später kann dann der Traum vom freistehenden Einfamilienhaus realisiert werden.“

Ausschlaggebend für die Anschaffung einer eigenen Immobilie sind bei zukünftigen Besitzern folgende Kriterien: Das Eigenheim sollte bezahlbar beziehungsweise finanzierbar sein (97 Prozent), eine gute Infrastruktur aufweisen (90 Prozent) und in guter Nachbarschaft liegen (87 Prozent). Bei der Kaufentscheidung nahezu ebenso wichtig wie die netten Nachbarn ist die ruhige Lage (86 Prozent) eines Objekts.

Entscheidend sind für rund drei Viertel der künftigen Eigenheimbesitzer auch kurze Wege zum Arbeitsplatz (74 Prozent) und ein Standort umgeben von Wald, Wiesen, Feldern, Bergen oder Wasser (73 Prozent). Die räumliche Nähe zu Freunden ist 70 Prozent der Befragten „wichtig“ oder gar „sehr wichtig“. Bei der Wahl der eigenen vier Wände achten Frauen häufiger als Männer auf gute Nachbarschaft (91Prozent; 84 Prozent) und schnelle Erreichbarkeit von Freunden (77 Prozent; 65 Prozent).

Auch die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr ist Frauen (72 Prozent) deutlich wichtiger als Männern (59 Prozent). Mietfreiheit im Alter steht hoch im Kurs Altersgerechtes Wohnen spielt für vier von zehn zukünftigen Eigenheim-Besitzern eine Rolle bei der Auswahl ihrer Immobilie. Unter den 36- bis 50 Jährigen denkt bereits mehr als die Hälfte (52 Prozent) der Kaufwilligen daran, dass sich die eigenen vier Wände auch als Senior oder Seniorin bewohnen lassen. Die 26- bis 35- Jährigen wählen ihre zukünftige Immobilie ebenfalls vorausschauend: 42 Prozent denken bei ihrer Entscheidung an das Wohnen im Alter. Bei den 18- bis 25-Jährigen bezieht beinahe jeder Fünfte (18 Prozent) das altersgerechte Wohnen in die eigenen Immobilienpläne ein.

„Der Vorteil an den eigenen vier Wänden ist, dass man sofort darin leben, sein Zuhause aber auch schon für die Zukunft altersgerecht gestalten kann,“ sagt Peter Haueisen von Allianz Leben. „Zudem ist die Rente aus Stein eine sichere und wertbeständige Form der Altersvorsorge. Weder Aktien- oder Anleihekurse können den Wert einer Immobilie beeinflussen.“

Insgesamt belegt die Studie die Attraktivität des Immobilienbesitzes: Mehr als jeder Dritte im Alter zwischen 18 und 50 Jahren hat entweder schon über den Kauf eines Eigenheims nachgedacht (21 Prozent) oder konkrete Anschaffungspläne für die kommenden fünf Jahre (17 Prozent). Künftige Immobilienbesitzer nennen in der Planungsphase die Aussicht auf mietfreies Wohnen im Alter als wichtigsten Grund, sich ein Eigenheim anzuschaffen.

"Die Mietfreiheit im Eigenheim hilft vor allem im höheren Alter den Lebensstandard zu sichern. Eine selbstgenutzte Immobilie kann monatlich mehrere hundert Euro Miete sparen. Dieser Betrag ist später quasi als Zweitrente oder private Zusatzrente steuerfrei verfügbar und schafft im Alter finanzielle Freiheit", rät Fachbereichsleiter Peter Haueisen zum Wohneigentum als Baustein der privaten Altersvorsorge.
Autor: nnz

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
24.11.2011, 18:00 Uhr
Beitrag zum Eigenheim trieft vor Schönfärberei
Ich werde sofort stutzig, wenn sich eine Branche so dermaßen unkritisch lobt. Da ist meistens etwas faul. Aber gut, so ist das bei Werbebeiträgen. Und das sol er ja sicher auch darstellen: Erstens: Ich kann mir gut vorstellen, dass die meisten Leute sich eine ruhige Wohngegend am Wasser oder im Wald vorstellen, und das Ganze möglichst weit weg von der nächsten Betonwand.

Wozu dieser Traum in Ostdeutschland geführt hat, sehen wir allerorten: So genannte Wohnparks sind zwar oft nur ein Abklatsch jener genannten Träume, aber immerhin: Der Inhaber kann halt sagen, "Ich bin Hausbesitzer!" - Und das, obwohl er seinem Nachbarn oft von Fenster zu Fenster die Hand reichen kann und der so genannte Garten meist kaum größer ist, als die Wohnfläche selbst. Wehe wenn da die Nachbarschaft nicht stimmt! Angesichts der Enge (da lobe ich mir das parkähnliche Halle-Neustadt), kann jeder sehen, welchen Kuchen der Nachbar heute auf seinem Terrassentisch stehen hat. Und streiten lässt sich auf so kurze Entfernungen auch besser. In der Masse haben diese plattenbauänhlichen Siedlungen gigantische Flächen im Umfeld der größeren Städte versiegelt. Es sind neue Schlafstädte entstanden (der Begriff "Speckgürtel" trifft den Kern), in denen man tagsüber keinen Menschen trifft, und die das Ortsbild der alten Kerndörfer nicht gerade aufwerten, um es beschönigend auszudrücken. Zudem bestehen kaum Kontakte zur "echten" Dorfbevölkerung, wie mir Bürgermeister solcher Konglomerate immer wieder sagten. Oft sind diese Pseudolandbewohner auch jene, die sich über jeden Pferdeapfel aufregen, eben, weil sie ja doch eigentlich Stadtmenschen ist.
Schlimm finde ich, dass kaum Jemand Derjenigen, die sich ein Haus wünschen, das Bewusstsein für den überdimensionalen Flächenverbrauch in Deutschland von 125 bis 140 ha pro Tag (!) aufbringt und sich trotzdem ein neugebautes Eigenheim wünscht. Und damit ist es ja noch nicht getan: Straßen müssen gebaut werden, Fußwege und Parkplätze, oftmals noch Supermärkte und Spielplätze. Die Bürgermeister sind froh über jeden, der baut. Dabei täte die Lückenbebauung in den Städten not. Dort wäre Platz für tausende Eigenheime ohne weiteren Flächenverbrauch. Jedem gönne ich sein Haus. Aber in Deutschland gibt es einen Wildwuchs ohne Rücksicht auf den Schutz des Bodens und nicht immer auf die Natur. Hier müssen Bundesgesetze her, die sich zum Ziel setzen, den Flächenverbrauch zu senken. Denn der natürliche, überlebenswichtige Wasserkreislauf spielt sich zwischen intaktem Boden und der Athmosphäre und nicht zwischen Beton und der Atmosphäre ab.

All das wurde oben nicht erwähnt. Lachhaft ist auch die angebliche Stabilität der Immobilienpreise. Wie viele Glücksritter aus dem Westen haben nach der Wende z.B. in Leipzig Immobilen erworben und auf hohe Einnahmen gehofft. Viele von ihnen verspekulierten sich. Im Osten sind die Immobilnepreise heute weithin gesunken, weil die wirtschaftliche Entwicklung nicht so kam, wie einst die Kohlschen blühenden Landschaften versprachen.

Außer acht gelassen wurde auch die Tatsache, dass Tausende Häuser alljährlich zwangsversteigert werden müssen, weil die einst stolzen Inhaber ihren Arbeitsplatz verloren haben oder weil sie es eben doch nicht finanzieren konnten - blind von Traum, ein eigenes Haus zu haben.

Und auch die angeblich im Vergleich zur Mietwohnung günstigeren Kosten sind wohl oft Makulatur. Im obigen Beitrag steht nichts von den Kosten, die die Erhaltung eines Hauses über die Jahre verursachen und die oftmals höher sind, als eine regelmäßig gezahlte Miete.Und dann sind da noch die traurigen Koniferengärten, die man sich im Baumarkt gleich mitnehmen kann und die die Artenvielfalt einer Aschenbahn haben.

Alles in allem ist der Beitrag eine einzige Schönfärberei. Und ich hoffe, die nnz-Leser sind mündig genug, um das zu erkennen.
Wolfi65
24.11.2011, 19:50 Uhr
Ohne Träume
Was ist ein Leben ohne Träume wert? Wer von einem Häuschen im Grünen träumt, soll es doch tun. Man muß doch gerade in der heutigen Zeit noch ein Ziel haben, da diese Regierung kein klares Ziel für den Einzelnen Bürger zu bieten hat.

Wenn erst die "reichen Rentner" nicht mehr leben, dann sieht es in Ossiland mau aus.
Manche Rente wird im Familien Buget mit hereingerechnet und ist ein Pfeiler in der Lebensfinanzierung.

Es ist schon schlimm genug, wenn die "Alten" die "Jungen" noch mit unterstützen müssen, damit es noch irgenwie weiter geht.
Schlimm,schlimm!
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