Es gibt überraschende Momente - selbst im Leben eines Journalisten. Zu denen gehörte die Ankündigung eines Menschen, der die nnz in den vergangenen elf Jahren mit geprägt hat. Vorgestern gab es die erste Mail...
Getraut (Foto: nnz)
Es war der 27. Dezember. Da kündigte Volker Franke an, dass er und Anja in zwei Tagen heiraten würden. Den zeitlichen Entscheidungsrekord hatten beide damit nicht angekratzt, dennoch kam diese Ankündigung mehr als überraschend. Übrigens nicht nur für mich.
Anja Trappe und Volker Franke kennen sich seit der Schulzeit, wenn auch nur oberflächlich. Seit 15 Jahren sind die beiden jedoch ein Paar. Inzwischen erblickten Lilly Marlene, Hanna Marta und Jette Marie als gemeinsame Kinder das Licht dieser Welt.
Beide wohnen und arbeiten in Soltau, Volker als Mit-Gründer von wirsinds und mein Partner bei der nnz & Co, Anja als Redakteurin in einer Lokalredaktion in Soltau. Doch ihre heimatlichen Wurzeln hat das frisch getraute Paar in Nordhausen. Deshalb auch der Entschluss: Wir heiraten in Nordhausen, heute, 14.30 Uhr.
Viele Freunde zelebrierten die Trauung auf ihre Weise. Bis zum Brocken musste Volker diesmal nicht fahren, eine Ehrenrunde mit einem Original Klappfahrrad aus Nordhausen musste es aber doch schon sein.
Und wenn Anja zwischenzeitlich nicht erfroren und Volker wieder bei Kräften ist, dann feiern die "Fünf" mit Verwandten, Bekannten und Freunden heute ihre überraschende Hochzeit. Und ich schreibe hier, auch im Namen der "Millionen" nnz-Leser: Viel Glück. Peter-Stefan Greiner
Schade, schade, wenn diese beiden die nnz so stark gemacht haben, wie Herr Greiner schreibt, dann wären sie in Nordhausen bestimmt auch ganz gut aufgehoben, nicht nur zur Heirat. Aber das Verhalten des Paares liegt ja im Trend: Der Osten blutet wie schon einmal nach dem Krieg, aus - oftmals an besonders guten Leuten.
Dennoch wünsche ich den Frischvermählten viel Glück. - Und, dass sie einem anderen Trend nicht folgen mögen: dem, dass immer mehr Eheleute nicht das halten, was sie sich an einem solchen Tag wie heute, versprochen haben.
Ach Herr Schwarzberg, dass Sie aus unserer Trauung so ein Ost-West-Ding machen finde ich sehr traurig. Ich habe immer noch die Hoffnung, dass wir das irgendwann mal hinter uns haben. Außerdem ist es nicht ganz so extrem wie vielleicht dargestellt.
Wir verbringen sehr viel Zeit in Nordhausen und gehen dieser unserer Heimatstadt also nicht verloren. Ich arbeite nach wie vor in einer Nordhäuser Werbeagentur und sitze halt öfter auch in Soltau am Schreibtisch. :-)
Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal beim Nordhäuser Standesamt für den doch kurzfristigen Termin, bei Peter für den Überraschungsartikel und bei allen Freunden und Bekannten für die extreme Flexibilität bei der Umsetzung bedanken.
Zwischen Terminfestsetzung und Umsetzung lagen ja keine 48 Stunden.
Sehr geehrter Herr Franke,
ich finde es ganz toll, dass Sie sich als Ehemann zu meinem Kommentar geäußert haben, kann ihn aber ohne einige kleinere Einwände leider nicht passieren lassen.
1.) "Ost-West": Zwischen Ost- und Westdeutschland gibt es noch eine Menge nachweislicher Unterschiede: im Einkommen, in den Arbeitsnmarktzahlen, den Preisen, der Bevölkerungsstruktur, der Altersstruktur, auch den ganzen Lebenssichten, in Teilen der Infrastruktur, dem Ausländerantteil, dem Verhältnis von Ab- und Zuwanderung u.s.w.
Zudem ist die innere Einheit noch lange nicht vollzogen. Das höre ich sehr, sehr oft bei meinen vielen Interviews oder ich höre es zumindest hheraus. Und ich finde dies in unzähligen Beiträgen im Internet bestätigt.
Ihre Wünsche, den Ost-West-Gegensatz zu überwinden in allen Ehren: Auch ich wünsche mir das: Aber in der Realität sind wir noch meilenweit davon entfernt. Und gerade deswegen muss man ihn erwähnen. Es wird schon genug unter den Teppich gekehrt in Deutschland.
2.)Es freut mich sehr, dass Sie doch nich so viel Zeit in NDH verbringen. Aus dem Text von Herrn Greiner ging das aber nicht oder nur bedingt hervor. Demzufolge musste ich der Meinung sein, dass Sie nur zur Hochzeit nach Nordhausen kommen. Meine Vorlage für Kommentare ist stets das, was ich lese.
3.) Sie sprechen meine "extreme" Darstellung hier an: Etwas "extrem" darzustellen ist ein wichtiges Mittel der Medien, um gelesen bzw. gehört zu werden und um für Aufmerksamkeit zu sorgen. Wie Ihr Kommentar zeigt, ist mir das mal wieder gelungen. Und diese Herangehensweise ist mein Ziel. Nur wer sich bemerkbar macht, wird in dieser Gesellschaft gehört.
4.) Außerdem: So negativ war doch mein Beitrag gar nicht? Ich habe Ihnen und Ihrer Gattin ja viel Glück gewünscht. Und das tue ich jetzt noch einmal: Ihnen beiden alles erdenklich Gute!
Lieber, anonymer "Little Ghost",
die "Hand still halten"? Wer seine Trauung in der nnz publik machen lässt, begibt sich mit ihr in die Öffentlichkeit und setzt sich damit der "Gefahr" aus, dass dies auch kommentiert wird. So ist die nnz ja schließlich auch angelegt.
Wenn die Betreffenden also möchten, dass die nnz-Leser ihre "Hand still halten", dann hätten sie ihre Trauung in aller Heimlichkeit vollziehen sollen.
Wenn ich einen Beitrag schreibe, erwarte ich doch auch nicht, dass andere die "Hand still halten". Ich muss immer mit kritischen Kommentaren rechnen.
warum muss Herr Schwarzberg eigentlich immer seinen "Senf" dazugeben? Ist das Thema auch noch so banal, er macht eine Grundsatzdiskussion daraus. Ich schätze in vielen Dingen seine Meinung,aber jeden Beitrag zu Seinem zu machen finde ich anmaßend. KLar, man könnte weiter klicken, aber eine Zeitung ist zum lesen da. Ich hoffe er findet 2012 etwas mehr Feingefühl für solche Anlässe.
Herzliche Glückwünsche dem glücklichen Brautpaar !
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Anmerkung der Redaktion: Die Diskussion ist hiermit beendet.