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Mo, 12:59 Uhr
02.01.2012

Darr und Dauert ziehen erste Bilanz

Die ersten nominierten Kandidaten für die Kommunalwahl im April waren John Dauert, Kandidat zur Landratswahl, und Christian Darr, Kandidat zur Oberbürgermeisterwahl (beide BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN). Bereits seit August sind die beiden jungen Männer im Rahmen des Wahlkampfes aktiv und haben ihre Themen ausgearbeitet...


„Um ehrliche und umsetzbare Ziele aufstellen zu können haben wir im vergangen Jahr mit regionalen Unternehmen und den Bürgerinnen und Bürgern einen Dialog begonnen. Diesen setzen wir in den nächsten Monaten fort“, sagt Christian Darr. Bei den anderen Kandidatinnen und Kandidaten sehen die beiden Bündnisgrünen jedoch akuten Nachhochbedarf.

„Wer bislang nur mit unausgegorenen Überlegungen zur Schulpolitik oder seiner dialektischen Vergangenheit in der Öffentlichkeit auftritt ist nicht an einer Problemlösung für die Bürgerinnen und Bürger interessiert“, kritisiert Dauert zwei seiner Mitbewerber und hofft dass ab diesem Frühjahr „endlich Inhalte und Ziele mit einem nachvollziehbarem Weg im Vordergrund stehen.“ Dass es bei dieser Wahl stärker auf die Personen ankommt ist den jeweiligen Ämtern geschuldet und den Grünen bewusst.

„Eine tägliche Präsenz mit Pressebildern zeigt jedoch, dass man wenig an eigener Themeninitiative interessiert ist und einzig auf bald beginnende Wahlkampfstände mit buntem Informationsmaterial setzt“, befürchtet Darr und ist sich mit seinem Kollegen Dauert sicher, dass „die Menschen erkennen werden, wer eine Show anbietet oder wer Inhalte transportiert und so eine Zukunftsperspektive für den Südharz zeichnet.“

Mit der anstehenden Kreisgebietsreform, der zu organisierenden Energiewende und dem lebenswerten ländlichen Raum sind aus Sicht der beiden bündnisgrünen Kandidaten einige Themen der nächsten Jahre aufgezeigt.
Autor: nnz

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Kommentare
Bodo Schwarzberg
02.01.2012, 13:27 Uhr
Parteienübergreifende Selbstbeweihäucherung
Es ist doch immer Dasselbe: Darr und Dauert loben sich in ihren Beiträgen und Jendricke, Schelenhaus und Zeh in den Ihrigen. Und den wenigen noch nicht ganz politikverdrossenen Bürgern kommt dann die schwierige Aufgabe zu, Wahrheit von Unwahrheit, Schein von Wirklichkeit zu trennen.

Immerhin bemühen sich Darr und Dauert um inhaltliche Schwerpunkte. Ihre Medienpräsenz ist auch inhaltlich interessant. Bilder scheinen zumindest nicht die Hauptrolle zu spielen.

Richtig und in gewisserweise selbstkritisch wird gesagt, dass es bei den anstehenden Wahlen weniger um Inhalte, sondern mehr um die antretenden Personen geht. Herr Jendricke hat das schon ganz gut verstanden und richtet sich mit bunten Bildern entsprechend aus.

Leider veramerikanisieren unsere Wahlkämpfe zunehmend, woran auch Darr und Dauert gewiss irgendwann nicht mehr vorbeikommen werden.

Leider fallen die Menschen immer wieder auf das in solchen Medienwahlkämpfen Gesagte herein. Man denke an Obamas "Yes we can" oder an die aggressiv-törichte Steuersenkungsmärchen der FDP. Beide sind nach den Wahlen schnell verstummt. Jeder von diesen Leuten und Parteien sorgt auf seine Weise dafür, dass beim Bürger außer ein im wahrsten Wortsinne ungläubigen Staunen nicht viel mehr übrig bleibt.

Denn längst bestimmt doch die Wirtschaft, wo es in diesem Lande, in der Welt und in Europa langgeht. Die Politiker verkommen angesichts der selbstangestóßenen Globalisierung zu Statisten. Angst und Bange wird mir da um die Zukunft dieses Planeten. All das mag zwar in der Provinz um Nordhausen noch ein klein wenig anders sein:

Aber die niedrigen Wahlbeteiligungen zeigen es auch hier: Die Politiker haben ihre Glaubwürdigkeit weitestgehend verspielt. Die Menschen stumpfen ab und man sollte froh darüber sein, dass sich ihr Frust bisher nur im Verharren niederschlägt.
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