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Di, 12:40 Uhr
07.02.2012

Löschen, bergen, helfen

Im vergangenen Jahr mussten die Kameraden der Nordhäuser Feuerwehren zu insgesamt 1.723 Einsätzen ausrücken. Das ist die höchste Zahl von Einsätzen in den vergangenen zehn Jahren. Heute wurden die Details vorgestellt...


Rund 80 Prozent dieser Einsätze waren Hilfeleistungen, nur (Gott sei Dank) sechs Prozent (98) waren Brände. Die werden bei den Fachleuten noch einmal unterteilt – von Großbränden (3) bis hin zu Kleinbränden (83). Allein am 11. September 2011 wurden bei dem damaligen Orkan 69 Einsätze im gesamten Stadtgebiet gezählt.

In diesem Jahr wird es innerhalb der Freiwilligen Feuerwehren einen mobilen Ringtausch geben. Der Landkreis wird für die Berufsfeuerwehr ein neues Hilfeleistungsfahrzeug beschaffen, das bisherige Auto geht an die FFW Nordhausen-Mitte, von dort geht ein Auto nach Sundhausen, die dortigen Kameraden geben ein Fahrzeug nach Bielen ab. Großes Ziel ist die Anschaffung einer weiteren Drehleiter im Jahr 2013.

Erfreulich ist die Tatsache, dass die Kameraden der Berufs- und der Freiwilligen Feuerwehren jeweils in den vorgeschriebenen Einsatzzeiten an die Einsatzorten war. Das sind 14 Minuten im innerörtlichen und 20 Minuten im überörtlichen Bereich. Übrigens: Die Zeit von der Alarmierung der Berufsfeuerwehr bis zum Ausrücken beträgt 60 Sekunden.

Nicht immer jedoch sind es die wirklichen Einsätze: 228 Fehlalarme wurden im vergangenen Jahr registriert, vor allem sind Schulen betroffen. Wenn Kinder mutwillig einen Fehlalarm auslösen, dann kann das für die Eltern schon mal teuer werden. In einem Fall waren das 220 Euro, die da berappt werden mussten. 220 Euro – das ist die unterste Grenze...

Die Einsätze der Feuerwehrkameraden verlaufen mitunter auch tragisch. So konnten im Jahr 2011 14 Frauen und Männer nur noch geborgen werden. Die meisten davon (12) bei insgesamt 48 Notöffnungen von Wohnungstüren. In einem Fall musste eine Person bei einem Verkehrsunfall tot geborgen werden, hinzu kommt der tote Mann, der im Kiesteich ertrunken war. Neben den Getöteten kommen noch 116 Frauen und Männer hinzu, die mit Verletzungen gerettet wurden. Hier ist im Vergleich zu den Jahren zuvor ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen.

Bei den materiellen Schäden ging es von 2010 auf 2011 sprunghaft nach oben, von rund 2,8 Millionen Euro im Jahr 2010 auf fast neun Millionen Euro im Jahr 2011. Erklärung dazu: Hier schlägt die Hilfeleistung bei dem schweren Bahnunglück in Bleicherode mit rund 6,5 Millionen Euro zu Buche. Dafür bekam die Stadt Nordhausen 31.000 Euro von der Bahn erstattet.

Zu den Freiwilligen Feuerwehren: Die sind nach wie vor ein notwendiger und verlässlicher Partner der „Profis“. Die ehrenamtlichen Kameraden waren bei 95 Einsätzen der Berufsfeuerwehr dabei, die sich letztlich auf 1.184 Einsatzstunden summieren. Insgesamt rückten die Kameraden der 14 Ortsteilfeuerwehren 123 mal aus. Die Spanne reicht dabei von 42 Einsätzen der FFW Sundhausen bis zu je einem Einsatz für die Kameraden in Hörningen und Stempeda. In diesen 14 Wehren verrichten 262 Mitglieder, davon 29 Frauen ihren ehrenamtlichen Dienst. Die meisten weiblichen Mitglieder gibt es in Rodishain.

Bleibt noch der Blick auf den Nachwuchs. 82 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und 16 Jahren sind Mitglied der sieben Jugendfeuerwehren im Stadtgebiet. In deren Ausbildung wurden seitens der erfahrenden Kameraden, der jeweiligen Jugendwarte knapp 1.000 Stunden investiert. Eine Investition, die sich auf jeden Fall lohnt - für unser aller Sicherheit.
Autor: nnz

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