Mi, 12:58 Uhr
08.02.2012
Weniger Insolvenzen
Die Thüringer Amtsgerichte entschieden von Januar bis November 2011 über 3 526 Insolvenzverfahren (Januar bis November 2010: 3 911). Davon entfielen 12,6 Prozent auf Unternehmen und 87,4 Prozent auf übrige Schuldner...
Das sind zum Beispiel natürliche Personen als Gesellschafter, ehemals selbständig Tätige, private Verbraucher und Nachlässe. Damit ging nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik die Gesamtzahl der Insolvenzverfahren im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 385 Anträge bzw. 9,8 Prozent zurück.
3 262 Verfahren bzw. 92,5 Prozent aller Insolvenzanträge wurden eröffnet. 252 Verfahren bzw. 7,1 Prozent wurden mangels Masse abgewiesen und 12 Verfahren endeten mit der Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen bezifferten die Gerichte auf insgesamt rund 473 Millionen Euro. Pro Verfahren standen Forderungen von durchschnittlich 134 Tausend Euro aus.
Die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen ging im Vergleich der ersten elf Monate 2010 und 2011 um 125 bzw. 21,9 Prozent auf 445 Unternehmen zurück. Die 445 insolventen Unternehmen beschäftigten zum Zeitpunkt des Antrages noch 1 407 Arbeitnehmer. Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Unternehmensinsolvenzen lag mit 114 Verfahren nach wie vor im Baugewerbe, gefolgt vom Bereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen mit 67 Verfahren.
Nach Wirtschaftsabschnitten betrachtet verlief die Entwicklung des Insolvenzgeschehens jedoch sehr unterschiedlich. Während die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen im Baugewerbe um 5,6 Prozent stieg, gab es im Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen einen Rückgang der Anzahl der Unternehmensinsolvenzen um 27,2 Prozent und im Verarbeitenden Gewerbe um 13,6 Prozent. In allen Dienstleistungsbereichen sank die Anzahl der insolventen Unternehmen ebenfalls.
Nach Rechtsformen betrachtet mussten in den ersten elf Monaten am häufigsten Gesellschaften mit beschränkter Haftung (207) sowie Einzelunternehmen, Freie Berufe und Kleingewerbe (183) Insolvenz anmelden. Es gab aber im Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum deutliche Rückgänge um 18,2 bzw. 27,1 Prozent. Bei den übrigen Schuldnern wurden 3 081 Verfahren gemeldet, 260 Verfahren bzw. 7,8 Prozent weniger als in den ersten elf Monaten 2010.
Von 2 243 privaten Verbrauchern wurde in den ersten elf Monaten 2011 das Insolvenzrecht in Anspruch genommen. Das waren 305 Verfahren bzw. 12,0 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Autor: nnzDas sind zum Beispiel natürliche Personen als Gesellschafter, ehemals selbständig Tätige, private Verbraucher und Nachlässe. Damit ging nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik die Gesamtzahl der Insolvenzverfahren im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 385 Anträge bzw. 9,8 Prozent zurück.
3 262 Verfahren bzw. 92,5 Prozent aller Insolvenzanträge wurden eröffnet. 252 Verfahren bzw. 7,1 Prozent wurden mangels Masse abgewiesen und 12 Verfahren endeten mit der Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen bezifferten die Gerichte auf insgesamt rund 473 Millionen Euro. Pro Verfahren standen Forderungen von durchschnittlich 134 Tausend Euro aus.
Die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen ging im Vergleich der ersten elf Monate 2010 und 2011 um 125 bzw. 21,9 Prozent auf 445 Unternehmen zurück. Die 445 insolventen Unternehmen beschäftigten zum Zeitpunkt des Antrages noch 1 407 Arbeitnehmer. Der wirtschaftliche Schwerpunkt der Unternehmensinsolvenzen lag mit 114 Verfahren nach wie vor im Baugewerbe, gefolgt vom Bereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen mit 67 Verfahren.
Nach Wirtschaftsabschnitten betrachtet verlief die Entwicklung des Insolvenzgeschehens jedoch sehr unterschiedlich. Während die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen im Baugewerbe um 5,6 Prozent stieg, gab es im Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen einen Rückgang der Anzahl der Unternehmensinsolvenzen um 27,2 Prozent und im Verarbeitenden Gewerbe um 13,6 Prozent. In allen Dienstleistungsbereichen sank die Anzahl der insolventen Unternehmen ebenfalls.
Nach Rechtsformen betrachtet mussten in den ersten elf Monaten am häufigsten Gesellschaften mit beschränkter Haftung (207) sowie Einzelunternehmen, Freie Berufe und Kleingewerbe (183) Insolvenz anmelden. Es gab aber im Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum deutliche Rückgänge um 18,2 bzw. 27,1 Prozent. Bei den übrigen Schuldnern wurden 3 081 Verfahren gemeldet, 260 Verfahren bzw. 7,8 Prozent weniger als in den ersten elf Monaten 2010.
Von 2 243 privaten Verbrauchern wurde in den ersten elf Monaten 2011 das Insolvenzrecht in Anspruch genommen. Das waren 305 Verfahren bzw. 12,0 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.



