eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mo, 12:20 Uhr
05.03.2012

Waka Waka - Wacker

Über den erfolgreichen Auftakt der Fußball-Rückrunde in der Thüringen-Liga berichteten wir aktuell. Mit etwas Abstand nun die Betrachtung des Spiels gegen Altenburg von Sandra Arm...


Im Jahre 2010 lieferte die kolumbianische Pop-Rock-Sängerin Shakira mit „Waka Waka“ den Soundtrack zur Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Dieser ist seit einigen Monaten nun auch im Albert-Kuntz-Sportpark in Nordhausen zu hören. Nämlich immer dann, wenn die Verbandsliga-Fußballer des FSV Wacker 90 Nordhausen ein Heimspiel bestreiten.

Am Sonntag war es endlich wieder soweit, als nach dreimonatiger Winterpause kurz vor 13.30 Uhr ein kräftiges „Waka Waka“ durch die Lautsprecherboxen dröhnte. Der Tabellenführer empfing den Dritten, den SV Motor Altenburg, und setzte sich mit 4:2 (4:0) durch. Die Treffer für den Gastgeber markierten Pascal Biank und Dyhonne-Lucas do Amaral, der dreimal erfolgreich war.

Da nicht alle Wacker-Akteure verletzungsfrei über die Winterpause kamen, war Trainer Jörg Goslar gleich zum Auftakt zu Umstellungen gezwungen. So rückte Robert Stark neben Nico Steinberg in die Innenverteidigung. Auf Linksaußen setzten Jan-Philipp Rose (Außenverteidiger) und Marcus Vopel (Flügel) die Akzente, während auf der rechten Seite Alexander Töpfer (Außenverteidiger) und Marcel Goslar (Flügel) für viel Belebung sorgten. Die erste Aktion wurde über die linke Seite eingeleitet. Zunächst flankte Stark in den Lauf von Rose, der den gut positionierten Amaral sah.

Der Stürmer verpasste nur um wenige Zentimeter (1.). Nur 180 Sekunden später ergab sich die nächste gute Möglichkeit, als Vopel den Ball direkt in die Arme von Motor-Keeper Jens Kolditz spielte. Der Gastgeber drängte auf ein frühes Tor. In der neunten Minute wurden die Offensivbemühungen dann belohnt. Nach einem schönen Doppelpass zwischen Goslar und Pascal Biank über die rechte Außenbahn fiel das 1:0 durch Biank. Der Freudenjubel war kaum verklungen, da schlug es erneut hinter Kolbitz ein.

Der Torschütze hieß do Amaral, der nach Vorarbeit von Matti Langer das 2:0 besorgte (15.). Der Gastgeber blieb die spielbestimmende Mannschaft, nutze die vielen sich bietenden Freiräume und baute nur zwei Minuten später die Führung durch do Amaral zum 3:0 weiter aus. Die etwa 700 Zuschauer, die dicht gedrängt um den Kunstrasenplatz standen, bekamen weiterhin nur Einbahnstraßenfußball geboten. Die Altenburger sahen bis auf die 27. Minute, als Marco Dennhardt mit einem Fernschuss die Qualitäten von FSV-Keeper Jonas Heidrich prüfte, keinen Stich. In Torlaune präsentierten sich hingegen die Gastgeber, die in der 30. Minute zum 4:0 erhöhten. Diesem Treffer durch do Amaral war ein ganz langer Pass aus der eigenen Hälfte von Stark auf Rose, der von links die Eingabe in Richtung Tor brachte, vorausgegangen.

Bereits nach einer halben Stunde war die Partie so gut wie entschieden. Bis zur Halbzeitpause hatten die Zuschauer, wie in der 39. Minute, als do Amaral knapp das Gehäuse verpasste, den Torschrei mehrfach auf den Lippen. Nicht nur als Torschütze zeichnete sich der Stürmer aus, sondern auch als Vorbereiter. Er legte in der 42. Minute für Goslar, der anschließend nicht mit der nötigen Konsequenz agierte, auf. Der Ball landete in den Armen von Kolditz. Die Zuschauer sahen eine kurzweilige erste Hälfte, die Lust auf mehr machte.

Doch so locker und leicht wie in den ersten 45 Minuten sollte der Ball beim Gastgeber nach Wiederanpfiff nicht mehr laufen. „Wir haben nicht mehr so konzentriert gespielt, wie in der ersten Halbzeit“, sagte do Amaral, der dreifache Torschütze. So ließen die Schützlinge von Trainer Goslar die Gäste immer mehr ins Spiel kommen. Das wurde beispielsweise in der 55. Minute deutlich, als der Schuss von Maik Wegner das Gehäuse nur knappe verfehlte.

Anschließend musste Nico Steinberg in höchster Not retten, als er den Ball nach einem Schuss von Toni Leutert von der Linie kratzte. Auf der anderen Seite war es Patrick Reichel, der eine gute Chance für den Gastgeber vereitelte und ebenfalls auf der Linie rettete. In der 61. Minute haderte Marcus Vopel, der in aussichtsreicher Position vergab. Die Floskel, „wer vorne nicht trifft, der wird hinten bestraft“, wurde spätestens in der 73. Minute für den Gastgeber zur Wirklichkeit, als Nico Böhme nach einem Freistoß aus etwa 25 Metern zum 4:1 verkürzte. Währenddessen forderte Wackers Kapitän Robin Teichmann lautstark „mehr Bewegung“.

Es mangelte nicht nur daran, sondern auch an der Verwertung der Chancen. Ein Treffer sollte bis zum Schlusspfiff allerdings noch fallen. Erneut war es Böhme, der eine Unkonzentriertheit in der Hintermannschaft des Gastgebers ausnutzte und zum 4:2 traf.

Für die Nordhäuser war es bereits der zwölfte Saisonerfolg. Aufgrund der Tatsache, dass Verfolger SV Schott Jena gegen den FC Union Mühlhausen nicht über ein 1:1-Unentschieden hinauskam, vergrößerte Wacker seinen Vorsprung in der Tabelle nun auf 13 Zähler. Bleiben jetzt noch 14 Endspiele inklusive sechs Heimspiele, an denen Kolumbiens Exportschlager Nummer eins, Shakira, den Zuschauern zumindest aus den Lautsprecherboxen mit ihrem „Waka Waka“ ordentlich einheizen wird.
Sandra Arm
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)