Mo, 16:04 Uhr
05.03.2012
Eine für alle?
Einer der Tagesordnungspunkte der heutigen Sitzung des Kreisausschusses war ein geplanter Neubau in Nordhausen. Und dabei stand die Sicherheit sowie der Schutz des gesamten Landkreises vor Katastrophen im Mittelpunkt...
Und diese Sitzung begann mit einem Novum: Es gab keine Ausgaben über 10.000 Euro, die vom Kreisausschuss genehmigt werden mussten. Danach wurde über die Änderungen der Verwaltungsvorschrift der Kosten der Unterkunft (KdU) diskutiert. Einmal wurde die Übernahme von Schulden, ein andermal die Übernahme von Umzugs- und Renovierungskosten einstimmig angenommen. Die beiden Richtlinien wurden damit der neuen Rechtssprechung angepasst. Die beiden beschlossenen Vorlagen haben wir zum Download bereitgestellt.
Nun endlich der Schutz vor Bränden und Katastrophen. Dieser Schutz soll künftig in einer neuen Feuerwache in Nordhausen konzentriert werden. Das Konzept der Stadtverwaltung Nordhausen wurde von Matthias Jendricke (SPD) vorgestellt. Die Wache soll entlang der Zorgestraße gebaut werden und die Nordhäuser Berufsfeuerwehr mit der Freiwilligen Feuerwehr Mitte zusammenführen. Mit einer neuen Gebäudestruktur sollen unter anderem die Bewegungsabläufe optimiert und die Ausrückezeit weiter verkürzt werden.
In den Neubau soll das jetzige Gebäude des Kindergartens mit einbezogen werden. Insgesamt soll die Investition mit jetzt 16 Stellplätzen mehr als sieben Millionen Euro kosten. Platz wäre auch noch für die Kreisverwaltung, um zum Beispiel ein gemeinsames Brandschutz- und Katastrophenzentrum zu bilden. Vielleicht auch eine gemeinsame Leitstelle mit dem Kyffhäuserkreis? Nichts ist also unmöglich, nach dem in den vergangenen Monaten oder Jahren hinter den Verwaltungskulissen von Stadt und Landkreis eher ein Hauen und Stechen zu vernehmen war.
Das Vorhaben könnte, sofern die zu beantragenden Fördermittel genehmigt werden, zwischen den Jahren 2013 und 2015 realisiert werden. Bis zum 30. Juni müssen die entsprechenden Unterlagen beim Landesverwaltungsamt abgegeben werden.
Birgit Keller (LINKE) sprach die Sorge vieler freiwilliger Feuerwehren in den Gemeinden des Landkreises an, dass bei einer derartigen Konzeption zu wenig Geld für den örtlichen Brandschutz zur Verfügung stehe, dass sich alles in Nordhausen konzentriere und die dortige Berufsfeuerwehr ein schmuckes Häuschen hinsetze. Egon Primas (CDU) sieht keine Notwendigkeit, eine funktionierende Leitstelle und ein funktionierendes Feuerwehrtechnisches Zentrum nun an einen anderen Standort zu bringen. Hier müsse sehr sensibel vorgegangen werden.
Autor: nnzUnd diese Sitzung begann mit einem Novum: Es gab keine Ausgaben über 10.000 Euro, die vom Kreisausschuss genehmigt werden mussten. Danach wurde über die Änderungen der Verwaltungsvorschrift der Kosten der Unterkunft (KdU) diskutiert. Einmal wurde die Übernahme von Schulden, ein andermal die Übernahme von Umzugs- und Renovierungskosten einstimmig angenommen. Die beiden Richtlinien wurden damit der neuen Rechtssprechung angepasst. Die beiden beschlossenen Vorlagen haben wir zum Download bereitgestellt.
Nun endlich der Schutz vor Bränden und Katastrophen. Dieser Schutz soll künftig in einer neuen Feuerwache in Nordhausen konzentriert werden. Das Konzept der Stadtverwaltung Nordhausen wurde von Matthias Jendricke (SPD) vorgestellt. Die Wache soll entlang der Zorgestraße gebaut werden und die Nordhäuser Berufsfeuerwehr mit der Freiwilligen Feuerwehr Mitte zusammenführen. Mit einer neuen Gebäudestruktur sollen unter anderem die Bewegungsabläufe optimiert und die Ausrückezeit weiter verkürzt werden.
In den Neubau soll das jetzige Gebäude des Kindergartens mit einbezogen werden. Insgesamt soll die Investition mit jetzt 16 Stellplätzen mehr als sieben Millionen Euro kosten. Platz wäre auch noch für die Kreisverwaltung, um zum Beispiel ein gemeinsames Brandschutz- und Katastrophenzentrum zu bilden. Vielleicht auch eine gemeinsame Leitstelle mit dem Kyffhäuserkreis? Nichts ist also unmöglich, nach dem in den vergangenen Monaten oder Jahren hinter den Verwaltungskulissen von Stadt und Landkreis eher ein Hauen und Stechen zu vernehmen war.
Das Vorhaben könnte, sofern die zu beantragenden Fördermittel genehmigt werden, zwischen den Jahren 2013 und 2015 realisiert werden. Bis zum 30. Juni müssen die entsprechenden Unterlagen beim Landesverwaltungsamt abgegeben werden.
Birgit Keller (LINKE) sprach die Sorge vieler freiwilliger Feuerwehren in den Gemeinden des Landkreises an, dass bei einer derartigen Konzeption zu wenig Geld für den örtlichen Brandschutz zur Verfügung stehe, dass sich alles in Nordhausen konzentriere und die dortige Berufsfeuerwehr ein schmuckes Häuschen hinsetze. Egon Primas (CDU) sieht keine Notwendigkeit, eine funktionierende Leitstelle und ein funktionierendes Feuerwehrtechnisches Zentrum nun an einen anderen Standort zu bringen. Hier müsse sehr sensibel vorgegangen werden.
Downloads:
- Richtlinie 1 (35 kByte)
- Richtlinie 2 (36 kByte)

