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Mi, 11:41 Uhr
07.03.2012

Immer mehr Frauen

Der Anteil selbstständiger Frauen liegt in Thüringen seit vielen Jahren über dem Bundesdurchschnitt. Zwar hat das „Starke Geschlecht“ im Gründergeschehen nach wie vor die Nase vorn, doch die Frauen holen auf. Dieser Trend hält nach Informationen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt bereits seit sechs Jahren an. ...


„Jede dritte Existenzgründung in Thüringen ist mittlerweile weiblich“, informiert IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Insgesamt stünden Frauen der Lebensperspektive Selbstständigkeit offensichtlich aufgeschlossener als noch vor wenigen Jahren gegenüber. So wären vor sieben Jahren nur 32 Prozent der Gründungsinteressierten Frauen gewesen; 2010 lag die Quote bereits bei 40 Prozent. „Aus unserer Sicht eine ausgesprochen erfreuliche Entwicklung, zumal Frauen sich intensiv und umfassend mit dem Gründungsprozess auseinandersetzen und die eigene Existenz sehr sorgfältig planen“, beschreibt Grusser.

Die Jungunternehmerinnen schätzten das Risiko einer Selbstständigkeit oftmals bewusster ein und starteten zunächst nebenberuflich oder nur mit geringen finanziellen Belastungen. Viele nutzten die Gründung auch als Wiedereinstieg nach einer längeren Familienpause oder als Weg aus der Arbeitslosigkeit. „Frauen gründen später, kleiner und vorsichtiger als Männer“, berichtet der IHK-Chef. Die Gründe dafür lägen häufig in den persönlichen Präferenzen: Frauen würden nach wie vor die Verantwortung für Familie und Haushalt übernehmen. Daher schätzten sie die zeitliche Flexibilität einer Selbstständigkeit im Nebenerwerb, die es ihnen erlaube, Beruf und Familie zu vereinbaren. „Die Mehrfachbelastung stellt jedoch neben dem unregelmäßigen Einkommen sowie den steuerlichen und juristischen Formalitäten gleichzeitig die größte Herausforderung für die Jungunternehmerinnen dar“, sagt der Hauptgeschäftsführer.

„Ich kann mir gut vorstellen, dass schon bald die Hälfte aller Unternehmen von Frauen gegründet wird“, ist Grusser für die Zukunft optimistisch. Bereits 2012 würden Existenzgründerinnen nach einer Prognose der IHK-Organisation bundesweit rund 200.000 neue Arbeitsplätze schaffen.

Immer mehr Frauen wollten sich selbstständig machen, die meisten davon im wachsenden Dienstleistungssektor. Das belegen die mehr als 145.000 Gespräche, die die Industrie- und Handelskammern (IHKs) im vergangenen Jahr mit weiblichen Gründungsinteressierten geführt haben. Nach den Erfahrungen der IHKs würden überproportional viele Frauen im Gesundheits- und Pflegebereich sowie anderen Sparten mit personenbezogenen Dienstleistungen gründen. Diese Branchen wären im Osten Deutschlands besonders stark vertreten. Der hohe Anteil der Gründerinnen im Osten sei aber auch Ausdruck der dort traditionell hohen Erwerbstätigenquote bei Frauen.
Autor: nnz

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