Mo, 14:54 Uhr
17.09.2012
Sieht nicht aus, fühlt sich aber so an
"Was für eine herrliche Kirche", das waren vermutlich die ersten in Worte gefassten Gedanken des Simon Roppel, als er sich die Altendorfer Kirche in Nordhausen etwas näher ansah. Das Attribut jedoch bezog der junge Mann nicht nur auf die alten Gemäuer...
Er, Simon Roppel, 24, ist der Jugendreferent des Evangelischen Kirchenkreises Südharz. Er soll sich natürlich um die Jugend in diesem Kreis kümmern. Er soll sich aber kümmern, dass die Altendorfer Kirche in den kommenden zwei Jahren zur Jugendkirche mutiert. Simon Roppel ist damit auf einer geistlichen und einer Realo-Baustelle gleichermaßen unterwegs.
Das ist schon eine Herausforderung, bedenkt man, dass es sein erster Job ist, den er in Nordhausen angetreten hat. Nach Schule im hessischen Bebra und Studium in Backnang bei Stuttgart, zwischendurch einem Jahr in Kanada, hatte er per Zufall und Mail von der Ausschreibung des hiesigen Kirchenkreises erfahren. Binnen einer Woche wurde der Anstellungsvertrag unterschrieben.
Der ist erst einmal - aus formalen Gründen - auf ein Jahr befristet. Doch er, der Arbeitnehmer, und der Kirchenkreis als Arbeitgeber, wissen, dass verlängert werden muss. Ein Grund, warum der junge Mann sofort zusagte, war dieses alte Gemäuer mit seiner alten und jungen Geschichte. Und der Umstand, dass daraus eine Jugendkirche werden soll. So kann er, der einmal Jugendpfarrer genannt wird, hier Spuren des Aufbaus hinterlassen. Kann Neues gestalten, frische Ideen umsetzen.
Etwas andere Kirche machen (Foto: nnz)
Erst einmal soll in diesem Jahr das Dach der Kirche saniert werden. danach wird ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben, in zwei Jahren soll alles fertig sein. Simon Roppel erzählt das so flüssig, ist so überzeugt von dem, was vor ihm liegt, dass man sich seinem Optimismus nur schwerlich entziehen kann.
Er hat sich jedoch nicht nur um die "herrliche" Altendorfer Kirche zu kümmern. Er muss auch raus ins Land. Von der Goldenen Aue bis hinein ins katholische Eichsfeld, dort wo es um Großbodungen herum eine evangelische Insel gibt. Er will Jugendgruppen gründen, Bands suchen, er will eine offene Kirche haben. Hier soll kommen, wer meint, dass es ihm gut tun. Gutes für diese und andere Menschen tun, das kann auch einfach Zuhören sein, vielleicht auch miteinander sprechen.
"Diese Jugendkirche wird allen Jugendlichen offen stehen, offene Jugendarbeit werden wir hier gemeinsam etablieren. Hier wird ein Kicker stehen, über ihm an der Wand wird ein Kreuz hängen. Auch wird es hier natürlich regelmäßige Gottesdienste geben. Mal ruhig, mal rockig. Hier sollen sich die Jugendlichen aber auch ausprobieren können, Talente entdecken, entwickeln."
Ideen hat der 24jährige genügend. Die sind notwendig, denn die Jugendarbeit ist für die Kirche mittlerweile von existenzieller Bedeutung. Und so wird sich Simon Roppel in den kommenden Wochen selbst "aussenden": In Großbodungen sollen die Konfirmanden unterrichtet werden, in Sollstedt wird ein Jugendprojekt begleitet, für den nächsten Sommer muss die Freizeit vorbereitet werden. "Die jungen Menschen sollen mit meiner Hilfe den Glauben kennen- und schätzenlernen".
Zufrieden wird der Jugendreferent des Kirchenkreises Südharz dann sein, wenn der erste junge Mensch in der Altendorfer Kirche, der künftigen Jugendkirche, steht und sagt: "Sieht nicht aus wie Kirche, aber fühlt sich so an!"
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzEr, Simon Roppel, 24, ist der Jugendreferent des Evangelischen Kirchenkreises Südharz. Er soll sich natürlich um die Jugend in diesem Kreis kümmern. Er soll sich aber kümmern, dass die Altendorfer Kirche in den kommenden zwei Jahren zur Jugendkirche mutiert. Simon Roppel ist damit auf einer geistlichen und einer Realo-Baustelle gleichermaßen unterwegs.
Das ist schon eine Herausforderung, bedenkt man, dass es sein erster Job ist, den er in Nordhausen angetreten hat. Nach Schule im hessischen Bebra und Studium in Backnang bei Stuttgart, zwischendurch einem Jahr in Kanada, hatte er per Zufall und Mail von der Ausschreibung des hiesigen Kirchenkreises erfahren. Binnen einer Woche wurde der Anstellungsvertrag unterschrieben.
Der ist erst einmal - aus formalen Gründen - auf ein Jahr befristet. Doch er, der Arbeitnehmer, und der Kirchenkreis als Arbeitgeber, wissen, dass verlängert werden muss. Ein Grund, warum der junge Mann sofort zusagte, war dieses alte Gemäuer mit seiner alten und jungen Geschichte. Und der Umstand, dass daraus eine Jugendkirche werden soll. So kann er, der einmal Jugendpfarrer genannt wird, hier Spuren des Aufbaus hinterlassen. Kann Neues gestalten, frische Ideen umsetzen.
Etwas andere Kirche machen (Foto: nnz)
Erst einmal soll in diesem Jahr das Dach der Kirche saniert werden. danach wird ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben, in zwei Jahren soll alles fertig sein. Simon Roppel erzählt das so flüssig, ist so überzeugt von dem, was vor ihm liegt, dass man sich seinem Optimismus nur schwerlich entziehen kann.Er hat sich jedoch nicht nur um die "herrliche" Altendorfer Kirche zu kümmern. Er muss auch raus ins Land. Von der Goldenen Aue bis hinein ins katholische Eichsfeld, dort wo es um Großbodungen herum eine evangelische Insel gibt. Er will Jugendgruppen gründen, Bands suchen, er will eine offene Kirche haben. Hier soll kommen, wer meint, dass es ihm gut tun. Gutes für diese und andere Menschen tun, das kann auch einfach Zuhören sein, vielleicht auch miteinander sprechen.
"Diese Jugendkirche wird allen Jugendlichen offen stehen, offene Jugendarbeit werden wir hier gemeinsam etablieren. Hier wird ein Kicker stehen, über ihm an der Wand wird ein Kreuz hängen. Auch wird es hier natürlich regelmäßige Gottesdienste geben. Mal ruhig, mal rockig. Hier sollen sich die Jugendlichen aber auch ausprobieren können, Talente entdecken, entwickeln."
Ideen hat der 24jährige genügend. Die sind notwendig, denn die Jugendarbeit ist für die Kirche mittlerweile von existenzieller Bedeutung. Und so wird sich Simon Roppel in den kommenden Wochen selbst "aussenden": In Großbodungen sollen die Konfirmanden unterrichtet werden, in Sollstedt wird ein Jugendprojekt begleitet, für den nächsten Sommer muss die Freizeit vorbereitet werden. "Die jungen Menschen sollen mit meiner Hilfe den Glauben kennen- und schätzenlernen".
Zufrieden wird der Jugendreferent des Kirchenkreises Südharz dann sein, wenn der erste junge Mensch in der Altendorfer Kirche, der künftigen Jugendkirche, steht und sagt: "Sieht nicht aus wie Kirche, aber fühlt sich so an!"
Peter-Stefan Greiner



