Do, 17:26 Uhr
20.09.2012
Jumper in Nordhausen
Vielleicht kennt der eine oder andere nnz-Leser den Film Jumper? In dem können Menschen per Sprung ihren Aufenthaltsort wechseln. Ob das auch in Nordhausen klappt...
Jumper, so nennt sich in Nordhausen ein Projekt, das jungen Menschen seit einem Jahr die Möglichkeit geben soll, sich an politischen und gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen. Stichwort Jugendstadtrat. Der soll jedoch noch nicht installiert werden, weil man noch nicht an dem Punkt sei, einen solchen Rat zu wählen. Zu dieser Einsicht wurde ein Jahr gebraucht, so lange in etwa bringt es die LINKE-Fraktion im Nordhäuser Stadtrat seit Monaten auf die Tagesordnung.
Heute erst einmal kam ein sogenannter Jugendausschuss zustande im Jugendklubhaus zustande, an dem auch Vertreter aus Verwaltungen, des Stadtrates teilnahmen. Und vor allem Jugendliche saßen mit an dem runden eckigen Tisch, die mitmachen wollen. Sie und die Alten aus Politik und Verwaltung alle wollten ausloten, wie sich die jungen Menschen einbringen können, welchen Chancen und welche Möglichkeiten es geben könnte. Das ist ein Arbeitsstand – nach einem Jahr – der schlichtweg nicht befriedigen kann.
Sabine Reich, die Geschäftsführerin des Kreisjugendrings, erläuterte die Aufgaben und Arbeitsweise dieses runden Tisches. Gefördert wird das alles aus dem Topf des lokalen Aktionsplans. Diskutiert wurden dann auch bereits erste Arbeitsregeln aufgestellt. Ganz vorn zu finden: Die Arbeit muss Spaß machen und darf zeitlich nicht ausufern. An dem runden Tisch sollten in Zukunft Themen gesetzt, diskutiert und beschlossen werden. Wie aber kann ein solcher Beschluss den Weg in den Stadtrat oder in den Kreistag finden?
In der Diskussion mahnte Stefan Nüßle an, dass eine gewisse Kontinuität der Arbeit eines solchen Ausschusses am runden Tisch erwartet werden muss. Aus Sicht der Verwaltung der Stadt sei dieses Gremium eine gute Sache, auch weil der mal schnell zusammenkommen könne und die Anliegen an den Stadtrat oder dessen Ausschüsse weitergeleitet werden. Gisela Hartmann, die selbst mit 15 Jahren angefangen hat, sich politisch zu engagieren, regte die jungen Menschen an, sich einzubringen, sich einzumischen. Für sie sei das sich Aufregen ständige Motivation für ihr Handeln.
Alexander Scharff freute sich über den Start diese vielleicht jetzt begonnenen Prozesses, er wollen werben, dass sich der Stadtrat den Vorschlägen, Ideen und letztlich auch den Beschlüssen des runden Tisches annimmt. Allerdings, schränkt er ein, könne das Jugendklubhaus nicht mit Blattgold ausgeschlagen werden, um ein saloppes Beispiel zu nennen.
Nun ist der Runde-Tisch-Ausschuss auf den Weg gebracht. Das ist ein erster Schritt, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Der Weg, der wird auch für die jungen Menschen ein steiniger sein. Sie können jedoch Erfahrungen sammeln, Eindrücke mitnehmen, sich für kommunale Politik interessieren. Sieht man sich den Altersdurchschnitt der Fraktionen in Stadtrat und Kreistag an, dann ist klar, dass eine Verjüngung nottut.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzJumper, so nennt sich in Nordhausen ein Projekt, das jungen Menschen seit einem Jahr die Möglichkeit geben soll, sich an politischen und gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen. Stichwort Jugendstadtrat. Der soll jedoch noch nicht installiert werden, weil man noch nicht an dem Punkt sei, einen solchen Rat zu wählen. Zu dieser Einsicht wurde ein Jahr gebraucht, so lange in etwa bringt es die LINKE-Fraktion im Nordhäuser Stadtrat seit Monaten auf die Tagesordnung.
Heute erst einmal kam ein sogenannter Jugendausschuss zustande im Jugendklubhaus zustande, an dem auch Vertreter aus Verwaltungen, des Stadtrates teilnahmen. Und vor allem Jugendliche saßen mit an dem runden eckigen Tisch, die mitmachen wollen. Sie und die Alten aus Politik und Verwaltung alle wollten ausloten, wie sich die jungen Menschen einbringen können, welchen Chancen und welche Möglichkeiten es geben könnte. Das ist ein Arbeitsstand – nach einem Jahr – der schlichtweg nicht befriedigen kann.
Sabine Reich, die Geschäftsführerin des Kreisjugendrings, erläuterte die Aufgaben und Arbeitsweise dieses runden Tisches. Gefördert wird das alles aus dem Topf des lokalen Aktionsplans. Diskutiert wurden dann auch bereits erste Arbeitsregeln aufgestellt. Ganz vorn zu finden: Die Arbeit muss Spaß machen und darf zeitlich nicht ausufern. An dem runden Tisch sollten in Zukunft Themen gesetzt, diskutiert und beschlossen werden. Wie aber kann ein solcher Beschluss den Weg in den Stadtrat oder in den Kreistag finden?
In der Diskussion mahnte Stefan Nüßle an, dass eine gewisse Kontinuität der Arbeit eines solchen Ausschusses am runden Tisch erwartet werden muss. Aus Sicht der Verwaltung der Stadt sei dieses Gremium eine gute Sache, auch weil der mal schnell zusammenkommen könne und die Anliegen an den Stadtrat oder dessen Ausschüsse weitergeleitet werden. Gisela Hartmann, die selbst mit 15 Jahren angefangen hat, sich politisch zu engagieren, regte die jungen Menschen an, sich einzubringen, sich einzumischen. Für sie sei das sich Aufregen ständige Motivation für ihr Handeln.
Alexander Scharff freute sich über den Start diese vielleicht jetzt begonnenen Prozesses, er wollen werben, dass sich der Stadtrat den Vorschlägen, Ideen und letztlich auch den Beschlüssen des runden Tisches annimmt. Allerdings, schränkt er ein, könne das Jugendklubhaus nicht mit Blattgold ausgeschlagen werden, um ein saloppes Beispiel zu nennen.
Nun ist der Runde-Tisch-Ausschuss auf den Weg gebracht. Das ist ein erster Schritt, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Der Weg, der wird auch für die jungen Menschen ein steiniger sein. Sie können jedoch Erfahrungen sammeln, Eindrücke mitnehmen, sich für kommunale Politik interessieren. Sieht man sich den Altersdurchschnitt der Fraktionen in Stadtrat und Kreistag an, dann ist klar, dass eine Verjüngung nottut.
Peter-Stefan Greiner


