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Do, 09:37 Uhr
18.10.2012

Mal nachgeschaut

Über 2.200 Unterschriften wollen die Gegner einer Biomethanlage gesammelt haben. Die nnz wollte das genau wissen und hat sich die Listen, die an das Rathaus übergeben wurden, mal genauer angesehen...

Erst einmal kommen mehrere "Zähler" unabhängig von einander auf 2.066 Unterschriften. Beim genaueren Hinsehen stammen davon 1.756 Unterschriften von Bürgern, die unmittelbar von einer Anlage in Himmelgarten betroffen wären, also aus Nordhausen-Ost oder Himmelgarten.

Die anderen Unterschriften haben Frauen und Männer geleistet, die in anderen Nordhäuser Stadtteilen wohnen. Hier wurde zum Beispiel der Standort Welfenweg 18 komplett "abgearbeitet", sechs Unterschriften waren das Ergebnis. Bleibt für den unbedarften Menschen die Frage, wie denn ausgerechnet der Welfenweg in Nordhausen von der Anlage betroffen sein soll?

Die gleiche Fragestellung ergibt sich bei Unterschriften, deren Unterzeichner aus Lipprechterode, Bad Sachsa, Uftrungen, Badra, Sollstedt oder Ilfeld kommen. Oder was bewegt Unterschreiber aus Köln oder 74564 Crailsheim zur Unterschrift?

Übrigens, der Fakt, dass der Name einer Dame ganze acht Mal in den Listen auftaucht, sei nur am Rande bemerkt.
Autor: nnz

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Kommentare
-Insider-
18.10.2012, 10:05 Uhr
mhhh
bei aller kritik sollte man versuchen als jornalist neutral zu bleiben. es sei denn man schreibt seine persönliche meinung. dann sollte dies aber auch so gekennzeichnet sein, finde ich.
Friedhelm
18.10.2012, 10:32 Uhr
NDH 21
Das ganze erinnert mich irgendwie an Stuttgart 21. Die Einigung der zwei Parteien ist in NDH soweit entfernt wie der S04 von der Deutschen Meisterschaft. Langsam nimmt das Ganze dreckige Züge an. Da hilft nur noch den Heiner Geißler anrufen.
Rainer Zufall
18.10.2012, 10:50 Uhr
Fakten
Natürlich sollte man als Journalist versuchen, immer neutral zu bleiben. Aber die Zahlen scheinen nunmal wahre Fakten zu sein. Und keine persönliche Meinung..
Retupmoc
18.10.2012, 11:08 Uhr
Listenplätze
Mein Name steht auch auf der Liste. Und ich wohne auch nicht in Nordhausen-Ost. Trotzdem bin ich überzeugt davon, das diese Anlage aufs freie Feld, fernab von Wohngegenden gehört. Wenn überhaupt. Die LKW - Transporte treffen mich auch als jemanden der täglich mit dem Auto zu tun hat und ich möchte nicht, das weiter wertvoller Boden versiegelt wird. Und Essen verbrennen geht gar nicht. Die Ostler haben meine vollständige Solidarität.
Birgit26
18.10.2012, 13:32 Uhr
Ja, Sie haben Recht Herr Greiner....
Langsam wird es aber ulkig, es kann doch weiß Gottt absolut nicht sein, dass Bewohner vom Welfenweg gegen eine Biogasanlage im wohnnahen Bereich ihre Unterschrift abgeben....Das ist doch echt eine Frechheit! Was soll diese Leute stören, sie riechen nichts und vom Verkehrsaufkommen belastet sind sie ebensowenig!

Aber wie wäre es mal seine Gedanken daran zu verschwenden, dass sie vielleicht ihre Kinder dort in der Nähe zur Schule schicken, den Arzt aufsuchen, einkaufen...oder vielleicht sind es ja auch Unterschriftengeber, die einer derartigen Anlage an welchem Standort auch immer!!!, ablehnend gegenüber stehen?!?

Auch mir sind Leute bekannt, die aus umliegenden Gemeinden oder aus Teilen unseres Landes auf diesen Listen unterschrieben haben und zwar aus genau diesem o.g.Gründen!

Will man hier mit allen Mitteln gegen die Gegner einer Biogasanlage vorgehen? Was kommt als Nächstes?
RWE
18.10.2012, 14:58 Uhr
10 Jahre soll das Gas nicht teurer werden
soll seitens der EVN verlautbart worden sein. Das ist genauso unseriös wie das hantieren mit falschen Zahlen bezüglich der Unterschriften. So etwas muß veröffentlicht werden. Ich kann mich aber des Eindruckes nicht erwehren, daß sich bei der nnz ein polemischer Unterton einschleicht, den man selbst der BI vorwirft.

Warum sollte ein Bewohner des Welfenweges keine Meinung zur Anlage haben dürfen und sich eben auch dagegen solidarisieren dürfen? Die Sache ist ein Nordhäuser Problem einschließlich Stadtteile, wo auch jeder seine Meinung haben kann.

Sollstedter und Kölner sollte man aber außen vor lassen, genauso wie es der BI gut täte nicht jede Sau durchs Dorf zu treiben. Damit der Schuss nicht nach hinten los geht.
Harzer_Wolf
18.10.2012, 15:33 Uhr
Manche wollen oder können es nicht verstehen
@ Birgit26 - ich muss nicht neben einem Kernkraftwerk wohnen, um dagegen zu sein. Ich muß nicht die Zufahrt zur Biomethangasanlage zu haben, um dagegen zu sein. Ich will keine zunehmenden LKW - Transporte auf den Straßen und wenn der süssliche Geruch von van Asten über der Stadt schwebt, ist das schon mehr als genug. Leute wie Sie sind einfach engstirnig. Was nicht vor meiner Haustür ist, das ist schon in Ordnung. Und genauso ist das nicht. Ich habe übrigens nicht unterschrieben, das liegt allerdings daran, das die BI anscheinend doch nicht so aufdringlich ist. Ich habe nämlich nicht eine einzige Liste gesehen. Sonst hätte ich natürlich unterschrieben.

Herr Rossmell, bleiben Sie dran. Ich wünsche Ihnen im Intresse vieler Bürger viel Erfolg!
Birgit26
18.10.2012, 16:26 Uhr
Das meinte ich @Harzer Wolf...
@Harzer Wolf, schade dass Sie meinen Kommentar so missverstanden haben, die Ironie nicht rausgelesen oder nicht bis zum Ende gelesen haben, denn ich bin genau Ihrer Meinung und werde das Gefuehl nicht los, dass man hier mit aller Macht gegen die BI aufbegehrt und versucht sie kleinzukriegen! Aber das wird nicht gelingen und mein klarer Standpunkt:

Ich bin gegen den Bau einer solchen Anlage egal wo!

Eine Biogasanlage gehoert an das Ende einer Nahrungskette!

Also verwertet Bioabfaelle, Guelle und andere Abfallprodukte!!!

Denkt an den Welthunger! Es gibt gewiss auch andere Moeglichkeiten als Spendenaufrufe der Welthungerhilfe!
Marie 2010
18.10.2012, 18:23 Uhr
Man kann doch wohl auch ...
Unterschrift abgeben dürfen und Mitglied einer BI werden, ohne daß man unmittelbar am Ort des Geschehens wohnt! Es geht doch nicht nur um den Standort, sondern um die Sache allgemein! Der Versuch, das so zu reduzieren, auf diese Blöd- Schiene wieder die Leute manipulieren , das ist typisch! Zum Ko....
Totofino
18.10.2012, 18:50 Uhr
Was sind die Regeln
Die Regeln für eine Unterschriftenliste sind die, dass alle Unterschriften der Gemeinde, also alle in Nordhausen und den Ortsteilen gesammelten Unterschriften gelten. Die Stadtverwaltung wird die Listen auswerten und alle Unterschriften, die mehrfach auftauchen und alle von auswärtigen Bürgern herausfiltern.

Warten wir einmal dieses Ergebnis ab, bevor so ein Artikel wie der oben veröffentlicht wird.

Herr Greiner, ich möchte sie bitten, sich als Zeitung, die ich ansonsten sehr schätze, neutral zu verhalten.

Ich glaube, dass bei dieser Problematik der Biogasanlage noch wesentlich mehr Bürger dagegen unterschrieben hätten, einerseits um die Anwohner zu unterstützen, denn eine solche Anlage gehört nicht in die Nähe von Wohnbebauung, andererseits aber wegen dem grundsätzlichen Problem, dass Nahrungsmittel nicht verbrannt werden dürfen.

Selbst die EU hat jetzt erkannt, dass die Förderung von "Bio" Treibstoffen nicht mehr gefördert werden sollte.

Wenn man mich gefragt hätte, ich hätte auch unterschrieben.

Werte BI ich wünsche Ihnen viel Erfolg, aber bitte argumentieren Sie immer sachlich, dass führt auf dieser regionalen Ebene am ehesten zum Erfolg.
Peppone
18.10.2012, 21:27 Uhr
Die Liste ist schon ok.
Das auf solch einer Liste der BI auch Leute unterschreiben, die dort nicht wohnen ist doch ok und positives Zeichen, dass sich auch andere Gedanken über ihre Mitmenschen machen.

Ich selbst bin auch nicht unmittelbar betroffen und finde trotzdem, dass eine solche Anlage nicht in Wohngebietsnähe (was zu definieren ist, denn für Manche sind offensichtlich fünf Kilometer auch "Wohngebietsnähe") gehört.

Das eine Dame da acht mal unterschreibt kann man der BI nicht anlasten. Was die "Macher" da sonst tun ist ein anderer Schuh.
meyer-baby
19.10.2012, 11:49 Uhr
wenn
Unterschriften hin oder her, die Anlage kommt eh, da helfen auch keine lächerlichen Unterschriften
dirfido
26.10.2012, 11:42 Uhr
Nun pfeifen es schon die Spatzen von den Dächern
„Die Förderung von Strom und Sprit aus Pflanzen entpuppt sich als ökologischer Irrtum.“ So steht es heute (dem 25.10.2012) in der FINANCIAL TIMES Deutschland, ein Blatt welches wahrscheinlich nicht von Ökos oder Grünen beeinflusst wird.

Weiter heißt es: „Lange galt Energie aus Pflanzen als wichtiger Bestandteil der Energiewende - obwohl inzwischen selbst die positive CO2-Bilanz der Bioenergie umstritten ist.“

Nachzulesen unter:
http://www.ftd.de/politik/deutschland/:energiewende-bioenergie-entpuppt-sich-als-irrtum/70109666.html

Nun pfeifen es schon die Spatzen von den Dächern und die Zeitform ist auch interessant: „Lange galt Energie aus Pflanzen als wichtiger Bestandteil…..“
ALLES Geschichte, nur in Nordhausen nicht??

In unserer schönen Heimatstadt ignoriert man weiterhin die Zeichen der Zeit. Wissenschaftliche Erkenntnisse und (späte) Einsichten von Bundes- und Landespolitikern werden ebenso ignoriert wie das Aufbegehren von Bürgern. Ob EU-Kommission oder Umweltbundesamt, ob Leopoldina oder eigene Vernunft – unsere Verantwortlichen scheinen nur stärker ihre Hände auf ihre Ohren und Augen zu drücken.
Wer nicht hört und nicht sieht, der soll auch NICHTS sagen?

Beim Projekt „Biogasanlage Nordhausen-Ost“ haben offenbar alle auf einen alten Gaul gesetzt und wollen ihn nun (unter allen Umständen) über die Ziellinie bringen. Die aktuellen Rennen finden derweil auf anderen Plätzen mit andern Protagonisten und Technologien statt.

Oder ist es wieder die Geschichte vom Kaiser und seinen neuen Kleidern?
Ist es nicht Zeit für eine neue Wende, nun aber auf den richtigen Weg?
Noch sind (hoffentlich) keine Tatsachen geschaffen, noch lässt sich das Unheil abwenden!
Jörch
26.10.2012, 12:45 Uhr
fragt sich nur,....
... was man aus den bereits laufenden 7000 biogasanlagen mit ihren bereits 7,5% an der gesamtenergieproduktion tut?

die gesamte energieproduktion auf basis erneuerbarer energien hat derzeit einen anteil von 12,7% an der gesamten erzeugten menge. klingt viel... allerdings setztzen sich diese 12,7% so zusammen, dass 65% (7,5% bezogen auf die gesamterzeugte menge) daraus aus biogas und bioethanol stammen... lediglich 1,2% der gesamen erzeugten menge an strom in deutschland stammt aus solarenergie und lediglich 2,5% stammen aus windkraft....

und wenn ich jetzt mal schaue, wieviel uns diese bisherigen 12,7% bereits kosten nämlich ca. 1/5 des derzeitigen strompreises kann man sich leicht ausrechnen wo wir hinkommen werden, wenn wir mit diesen ökofaschismus weitermachen.
Flitzpiepe
26.10.2012, 13:24 Uhr
Was ist jetzt die Schlußfolgerung
aus ihren Zahlen, Jörch?
Sofortiger Stop des Neubaus von jeglicher regenerativer Stromerzeugung? Reaktivierung und Neubau von Atomkraftwerken und Kraftwerken aus fossilen Brennstoffen?

Das kann es ja wohl nicht sein.

Also was ist ihr Vorschlag als Kraftwerksexperte hier in der Runde?
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