Do, 17:24 Uhr
06.12.2012
Zwischen Liebe und Zorn
Am kommenden Dienstag wird in der Flohburg | Das Nordhausen Museum die interaktive Wanderausstellung Von Liebe und Zorn Jung sein in der Diktatur eröffnet. Sie ist dort bis zum 28. Februar 2013 im Sonderausstellungsraum zu sehen...
Erfurt in den 1970er Jahren. Die Freunde Barry und Fetzer sind jung und voller Träume. Paris oder San Francisco würden sie gerne sehen, oder nur einmal ein Konzert von Pink Floyd besuchen. In dem Land, in dem sie leben, sind solche Sehnsüchte unerwünscht. Der Staat tut alles dafür, dass aus Jugendlichen wie Berry und Fetzer sozialistische Persönlichkeiten werden. Als offensichtlich wird, dass die Bildungs- und Kulturpolitik der SED bei den beiden Freunden keine Früchte trägt, wird zu anderen Maßnahmen gegriffen. Diese reichen von anfänglich kleinen Einschränkungen im Alltag bis hinzu harten Repressionsmaßnahmen.
Die Geschichte von Barry und Fetzer entspringt nicht der Fantasie eines Romanautors, sondern wurde von der Wirklichkeit geschrieben. Dokumentiert durch private Fotografien wie auch konspirative Aufnahmen von staatlicher Seite, persönliche Notizen und Unterlagen der Staatssicherheit, wird das Leben der beiden Jugendlichen und ihr Alltag in der DDR in der Sonderausstellung Von Liebe und Zorn Jung sein in der Diktatur lebendig.
Neben zahlreichen Fotografien bietet die Ausstellung auch fünf Hörstationen sowie ein umfangreiches pädagogisches Begleitprogramm. Die Kuratoren der Ausstellung Marina Böttcher und Uwe Kulisch werden im Januar und Februar kommenden Jahres in vier Spezialführungen Nordhäuser Schülerinnen und Schülern unsere jüngste Vergangenheit nahe bringen. Bereits am 11. Januar 2013 beleuchten Ralf Hirsch (Berlin), Marina Böttcher (Erfurt) und Joachim Heise (Nordhausen) das repressive System der DDR und berichten im Zeitzeugengespräch über Erfahrungen mit Gefangenschaft, U-Haft und Kinderheimen.
Am 25. Januar gestaltet der Nordhäuser Musiker Ronald Gäßlein den Liederabend Renft & Co.. Der Sänger der Renft Combo, Christian Kuhnert, wird zur Finissage der Ausstellung am 28. Februar mit einem musikalischen Erzählabend aufwarten und bisher unveröffentlichtes Bild- und Tonmaterial mitbringen.
Das die Sonderausstellung samt Begleitprogramm in der Flohburg zu sehen sein wird, verdankt sie dem Engagement des Nordhäusers Joachim Heise sowie der Landesbeauftragten des Freistaates Thüringen für die Unterlagen der Staatssicherheit der ehemaligen DDR, Hildigung Neubert, dem Verein Gegen Vergessen - Für Demokratie und der Stadt Nordhausen.
Die Flohburg | Das Nordhausen Museum ist Di. bis So. von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen durch die Ausstellung finden immer mittwochs um 10 und Samstags um 14 Uhr statt. Nach Vereinbarung sind auch andere Termine möglich.
Autor: redErfurt in den 1970er Jahren. Die Freunde Barry und Fetzer sind jung und voller Träume. Paris oder San Francisco würden sie gerne sehen, oder nur einmal ein Konzert von Pink Floyd besuchen. In dem Land, in dem sie leben, sind solche Sehnsüchte unerwünscht. Der Staat tut alles dafür, dass aus Jugendlichen wie Berry und Fetzer sozialistische Persönlichkeiten werden. Als offensichtlich wird, dass die Bildungs- und Kulturpolitik der SED bei den beiden Freunden keine Früchte trägt, wird zu anderen Maßnahmen gegriffen. Diese reichen von anfänglich kleinen Einschränkungen im Alltag bis hinzu harten Repressionsmaßnahmen.
Die Geschichte von Barry und Fetzer entspringt nicht der Fantasie eines Romanautors, sondern wurde von der Wirklichkeit geschrieben. Dokumentiert durch private Fotografien wie auch konspirative Aufnahmen von staatlicher Seite, persönliche Notizen und Unterlagen der Staatssicherheit, wird das Leben der beiden Jugendlichen und ihr Alltag in der DDR in der Sonderausstellung Von Liebe und Zorn Jung sein in der Diktatur lebendig.
Neben zahlreichen Fotografien bietet die Ausstellung auch fünf Hörstationen sowie ein umfangreiches pädagogisches Begleitprogramm. Die Kuratoren der Ausstellung Marina Böttcher und Uwe Kulisch werden im Januar und Februar kommenden Jahres in vier Spezialführungen Nordhäuser Schülerinnen und Schülern unsere jüngste Vergangenheit nahe bringen. Bereits am 11. Januar 2013 beleuchten Ralf Hirsch (Berlin), Marina Böttcher (Erfurt) und Joachim Heise (Nordhausen) das repressive System der DDR und berichten im Zeitzeugengespräch über Erfahrungen mit Gefangenschaft, U-Haft und Kinderheimen.
Am 25. Januar gestaltet der Nordhäuser Musiker Ronald Gäßlein den Liederabend Renft & Co.. Der Sänger der Renft Combo, Christian Kuhnert, wird zur Finissage der Ausstellung am 28. Februar mit einem musikalischen Erzählabend aufwarten und bisher unveröffentlichtes Bild- und Tonmaterial mitbringen.
Das die Sonderausstellung samt Begleitprogramm in der Flohburg zu sehen sein wird, verdankt sie dem Engagement des Nordhäusers Joachim Heise sowie der Landesbeauftragten des Freistaates Thüringen für die Unterlagen der Staatssicherheit der ehemaligen DDR, Hildigung Neubert, dem Verein Gegen Vergessen - Für Demokratie und der Stadt Nordhausen.
Die Flohburg | Das Nordhausen Museum ist Di. bis So. von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen durch die Ausstellung finden immer mittwochs um 10 und Samstags um 14 Uhr statt. Nach Vereinbarung sind auch andere Termine möglich.

