Während sich der Otto-Normal-Bürger hin und wieder ein wenig an der künftigen Kulturbibliothek aufreibt, sehen das Kultur-Experten naturgemäß gänzlich anders. Sie haben vermutlich ein anderes Verhältnis zum Umgang mit Geld...
Finden Bibliothek sowas von toll... (Foto: Stadtverwaltung Nordhausen)Tagung des Thüringer Vorstands des Deutschen Bühnenvereins. Dessen Vorsitzender ist Guy Montavon (Mitte). Vizepräsident ist Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh (rechts). Dr. Ekkehard Müller (links) ist Geschäftsführer.
Es ist beeindruckend, dass sich Nordhausen einen Ort der geistigen Begegnung in seiner Mitte schafft. Das sagte jetzt Guy Montavon, Generalintendant der Theaters Erfurt und Vorsitzender des Thüringer Landesverbandes des Deutschen Bühnenvereins, mit Blick auf die entstehende Kulturbibliothek. Montavon sagte weiter, dass sich das Gebäude bestimmt auch sehr für überregionale Veranstaltungen mit Thüringen weiter Ausstrahlung eigne.
Anlass für Montavons Besuch in Nordhausen war die Sitzung des Thüringer Landesvorstandes des Deutschen Bühnenvereins im Rathaus. Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh ist dessen Vizepräsident, Montavon dessen Präsident. Themen der Sitzung waren unter anderem die besser Vermarktung der Thüringer Theater in Kooperation mit der Thüringer Tourismus Gesellschaft, die sowie die Wagner- und Shakespeare-Jubiläen sowie die Ausrichtung des ostdeutschen Theater-Jugendfestivals Wildwechsel im kommenden Jahr am Theater Nordhausen.
Dass die Ausrichtung des ostdeutschen Theater-Jugendfestivals Wildwechsel im kommenden Jahr am Theater Nordhausen hier nur mit einem Satz erwähnt wird finde ich persönlich sehr schade! Hat doch die Aufführung Stückwerk am letzten Samstag erst gezeigt wie erfolgreiche Jugendarbeit in Verbindung mit Kunst funktioniert. Während dieses Festivals werden Jugendliche aus Mecklenburg -Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachen Anhalt, Sachsen und Thüringen hier in Nordhausen ihre Stücke aufführen.
Wenn der Autor dieses Artikels den Kultur – Experten ein anderes Verhältnis zum Geld vorwirft, so gebe ich diesen Vorwurf gern mit einem sicher anderen Verhältnis zur Kunst in Verbindung mit erfolgreicher Jugendarbeit zurück! Leider lassen sich aber solche positiven Meldungen nicht so gut vermarkten wie negative. Leider ist das so in unserer Medienlandschaft. _________________________________________
Anmerkung der Red: Wir hatten über den "Wildwechsel" bereits berichtet: http://nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=122307