Das Wochenende ist gerade mal so vorbei und da können wir Ihnen schon wieder einen etwas ausgefallenen Wandertipp anbieten...
Rose, Tuschy (Foto: privat) Diese selbstgefilzte Krone aus der Färberhof - Wekstatt von Ulrike Tuschy gewinnt der Teilnehmer mit der schönsten Erzählung zum Steinmühlental. Die Krone ist so konstruiert, dass in den 8 kleinen Taschen Erinnerungen und Fundstücke der Wanderung aufbewahrt werden können
Am Sonntag (12. Mai) laden Dietrich Rose (Buchhaus Rose)und Ulrike Tuschy (Färberhof Ilfeld) zum Wandern, Geschichten hören oder zum kleine Geschichten erfinden ein. Die vielen Figuren, Gesichter, Tierformen, die es in den Felsen des Steinmühlentals zu entdecken gibt, sollen in den Geschichten lebendig werden.
Der beste Erzähler wird zum Geschichtenkönig ernannt und darf seine Krone (aus der Filzwerkstatt von Ulrike Tuschy) mit nach Hause nehmen. Damit die Teilnehmer sich langsam aufwärmen können, werden die ersten beiden Geschichten von den Veranstaltern erzählt.
Die Wanderung ist kostenlos und wird etwa drei Stunden dauern. Treffpunkt ist um 13.30 Uhr Ortsausgang Appenrode Richtung Ilfeld, Feldweg links. Autos können am Beginn des Feldweges abgestellt werden.
DAS MACHT BESTIMMT VOLL VIEL SPAß GESCHICHTEN ZU ERZÄHLEN UND SICH AUSZUDENKEN. UND DA KANN MAN NOCH EINMAL SEHEN DAS DAS STEINMÜHLENTAL VIEL ZU SCHÖN IST, UM DORT EIN WASSERKRAFTWERK HINZUBAUEN DAS WÄRE NÄHMLICH VIEL ZU SCHADE DAFÜR!!!! ES IST NÄHMLICH EINER DER SCHÖNSTEN WANDERORTE IM GANZEN HARZ UND NUR ZU EMPFEHELN.
Es ist eine wunderbare Idee und ich hoffe, es werden viele Menschen teilnehmen. Dieses Tal sollte geschützt werden, damit es so erhalten bleibt.Jedes Jahr gehe ich einige Male dort durch und erfreue mich der Großartigkeit der besonderen Natur, die es dort gibt. Dieses Tal ist in jeder Jahreszeit empfehlenswert.
Ich kann diese Aktion nur gutheißen, zumal sich mit Dietrich Rose einer der prominentesten und anerkanntesten Nordhäuser federführend beteiligt. Das bei vielen Menschen unbekannte Tal, dass das vielleicht schönste und unberührteste im Thüringer Südharz ist, muss durch solche Veranstaltungen ein Gesicht erhalten. Nur für etwas, was die Menschen kennen, werden sie kämpfen. Niemand solle sich von den Plattmachern an ihren Schreibtischen und Gewerbesteuerrechenmaschinen einlullen lassen, wenn diese sagen, ein Wasserkraftwerk in diesem Tal ließe sich naturschutzfachlich "ausgleichen". Ein Tal, dessen Struktur und Vegetation sich über Jahrtausende ausbildete ist nicht ausgleichbar! Mit letzterem Wort soll der Masse suggeriert werden, exzessive wirtschaftliche Entwicklung sei naturverträglich möglich. Wenn dem so wäre, wäre der Artenrückgang den Verantwortlichen nicht längst entglitten. Glaubt nicht den Gesundbetern in Erfurt, Ellrich und Nordhausen, die mit der Unwissenheit und dem Desinteresse vieler, die Profitinteressen einiger weniger durchpeitschen wollen.
Unsere Gipssteinbrüche können genauso wenig ausgeglichen werden. Ich kenne keinen Ort, an dem beispielsweise die einst am Kohnstein siedelnden botanischen Raritäten "auferstanden sind", ganz zu schweigen von den typischen Karsterscheinungen, die man nicht irgendwo künstlich erzeugen kann. Der Dummenfang der Bürokraten und Geschäftemacher ist unerträglich. Der hochgeehrte ehemalige Kreisnaturschutzbeauftragte Dr. Walter Elmer wird in seinem Grab rotieren, wenn er diese Pläne verfolgen sollte. Man verlieh ihm das Bundeverdienstkreuz, tut aber genau das nicht, wofür er zeit seines Lebens eintrat. Das nenne ich Heuchelei.