Sa, 10:06 Uhr
07.12.2013
Nicht aus der Haut fahren
Ein attraktives Äußeres fängt bei der Hautpflege an. Die Kosmetikindustrie bietet dafür ein fast unüberschaubares Produktsortiment. Dennoch haben Menschen, die an einer Kontaktallergie leiden, oft Probleme, geeignete Produkte zu finden...
Da hilft auch die gesetzlich vorgeschriebene Deklaration der Inhaltsstoffe häufig nicht weiter: die Vielzahl der Angaben auf den Verpackungen verwirrt vielfach auch Nicht-Allergiker. Thüringens Apothekerinnen und Apotheker geben Tipps, worauf man bei der Auswahl von Hautpflegeprodukten achten sollte.
"Die Haut ist das größte Organ des Menschen und verdient daher entsprechend aufmerksame Pflege. Doch Haut ist nicht gleich Haut: der Hauttyp variiert bei jedem Menschen und ihr Zustand verändert sich mit dem Lebensalter. Auch Umweltbedingungen, allgemeiner Gesundheitszustand und der Lebenswandel nehmen Einfluss", erklärt Apothekerin Andrea Seifert, Pressesprecherin der Region Nordhausen: "Gute Hautpflege ist deshalb immer individuell und alters- und zustandsgerecht." Idealerweise umfasst sie immer die vier Schritte Reinigen, Tonisieren, Pflegen und Schützen – egal, ob man normale Haut, trockene Haut, fett-feuchte Haut oder reife Haut hat.
Fast immer enthalten Kosmetika und Pflegeprodukte Konservierungsstoffe, meist sind sie auch parfümiert – und damit für Allergiker tabu, denn: "Die Haut kann prinzipiell auf jede Substanz allergisch reagieren, aber gerade Duftstoffe lösen besonders oft Allergien aus", so die Apothekerin. Eine solche Kontaktallergie zeigt sich durch Rötung, und/oder Bläschenbildung und/oder Juckreiz an den entsprechenden Hautpartien; in der Regel verschwindet die Reaktion nach Absetzen des Auslösers rasch wieder.
Das Allergen möglichst zu meiden, ist denn auch die beste Therapie: "Betroffene sollten unbedingt beim Hautarzt mittels Pflastertest testen lassen, auf welche Substanzen sie reagieren, und diese in einen Allergiepass eintragen lassen", rät Seifert. Beim Kauf von Kosmetikprodukten helfen diese Angaben, geeignete Produkte zu finden. Denn was ein Kosmetikprodukt enthält, muss auf der Verpackung vollständig angegeben sein. Das gilt auch für die 26 Duftstoffe, die am häufigsten für Kontaktallergien verantwortlich sind.
Sie werden einzeln genannt, sobald eine bestimmte Konzentration überschritten ist, andernfalls weisen die Sammelbegriffe "perfume" oder "fragrance" auf Duftstoffe im Produkt hin. Die Deklaration der Inhaltsstoffe ("ingredients") erfolgt nämlich europaweit einheitlich auf Englisch. Welche Angaben sind wichtig und was bedeuten sie? "Ein Produkt sollte immer den Zweck ausweisen, dem es dient. Eine Mengenangabe schützt vor voluminösen ‚Mogelpackungen‘. Wichtig ist das Haltbarkeitsdatum vor und nach Anbruch. Und für Nachfragen oder Reklamationen darf die Herstelleradresse nicht fehlen", so Seifert. Wer mit den Angaben nicht zurecht kommt, kann sich ans Apothekenpersonal wenden: es erklärt die Kennzeichnungen, kann kompetent zu Inhaltsstoffen und Wirksamkeit beraten und ist auch gerne bei der Auswahl passender Produkte behilflich.
Allergiker finden in der Apotheke zudem eine große Auswahl an Pflegemitteln ohne Duft- und/oder Konservierungsstoffe. Generell ist, wer in puncto Hautpflege auf Nummer sicher gehen will, mit Apothekenkosmetik gut bedient: das Sortiment umfasst ausschließlich hochwertige Produkte von geprüfter Qualität. "Hat man ein Produkt gefunden, das man gut verträgt, sollte man am besten dabei bleiben, denn die Haut liebt keine Experimente", empfiehlt die Apothekerin.
Doch sie weiß auch: Cremen allein genügt nicht. "Um sich möglichst lang schöne Haut und ein jugendliches Aussehen zu bewahren, sollte man auf ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensführung achten: wenig Sonne, kein oder nur wenig Alkohol und Nikotin, ausreichend Schlaf und möglichst wenig Stress sind die beste Hautpflege."
Autor: redDa hilft auch die gesetzlich vorgeschriebene Deklaration der Inhaltsstoffe häufig nicht weiter: die Vielzahl der Angaben auf den Verpackungen verwirrt vielfach auch Nicht-Allergiker. Thüringens Apothekerinnen und Apotheker geben Tipps, worauf man bei der Auswahl von Hautpflegeprodukten achten sollte.
"Die Haut ist das größte Organ des Menschen und verdient daher entsprechend aufmerksame Pflege. Doch Haut ist nicht gleich Haut: der Hauttyp variiert bei jedem Menschen und ihr Zustand verändert sich mit dem Lebensalter. Auch Umweltbedingungen, allgemeiner Gesundheitszustand und der Lebenswandel nehmen Einfluss", erklärt Apothekerin Andrea Seifert, Pressesprecherin der Region Nordhausen: "Gute Hautpflege ist deshalb immer individuell und alters- und zustandsgerecht." Idealerweise umfasst sie immer die vier Schritte Reinigen, Tonisieren, Pflegen und Schützen – egal, ob man normale Haut, trockene Haut, fett-feuchte Haut oder reife Haut hat.
Fast immer enthalten Kosmetika und Pflegeprodukte Konservierungsstoffe, meist sind sie auch parfümiert – und damit für Allergiker tabu, denn: "Die Haut kann prinzipiell auf jede Substanz allergisch reagieren, aber gerade Duftstoffe lösen besonders oft Allergien aus", so die Apothekerin. Eine solche Kontaktallergie zeigt sich durch Rötung, und/oder Bläschenbildung und/oder Juckreiz an den entsprechenden Hautpartien; in der Regel verschwindet die Reaktion nach Absetzen des Auslösers rasch wieder.
Das Allergen möglichst zu meiden, ist denn auch die beste Therapie: "Betroffene sollten unbedingt beim Hautarzt mittels Pflastertest testen lassen, auf welche Substanzen sie reagieren, und diese in einen Allergiepass eintragen lassen", rät Seifert. Beim Kauf von Kosmetikprodukten helfen diese Angaben, geeignete Produkte zu finden. Denn was ein Kosmetikprodukt enthält, muss auf der Verpackung vollständig angegeben sein. Das gilt auch für die 26 Duftstoffe, die am häufigsten für Kontaktallergien verantwortlich sind.
Sie werden einzeln genannt, sobald eine bestimmte Konzentration überschritten ist, andernfalls weisen die Sammelbegriffe "perfume" oder "fragrance" auf Duftstoffe im Produkt hin. Die Deklaration der Inhaltsstoffe ("ingredients") erfolgt nämlich europaweit einheitlich auf Englisch. Welche Angaben sind wichtig und was bedeuten sie? "Ein Produkt sollte immer den Zweck ausweisen, dem es dient. Eine Mengenangabe schützt vor voluminösen ‚Mogelpackungen‘. Wichtig ist das Haltbarkeitsdatum vor und nach Anbruch. Und für Nachfragen oder Reklamationen darf die Herstelleradresse nicht fehlen", so Seifert. Wer mit den Angaben nicht zurecht kommt, kann sich ans Apothekenpersonal wenden: es erklärt die Kennzeichnungen, kann kompetent zu Inhaltsstoffen und Wirksamkeit beraten und ist auch gerne bei der Auswahl passender Produkte behilflich.
Allergiker finden in der Apotheke zudem eine große Auswahl an Pflegemitteln ohne Duft- und/oder Konservierungsstoffe. Generell ist, wer in puncto Hautpflege auf Nummer sicher gehen will, mit Apothekenkosmetik gut bedient: das Sortiment umfasst ausschließlich hochwertige Produkte von geprüfter Qualität. "Hat man ein Produkt gefunden, das man gut verträgt, sollte man am besten dabei bleiben, denn die Haut liebt keine Experimente", empfiehlt die Apothekerin.
Doch sie weiß auch: Cremen allein genügt nicht. "Um sich möglichst lang schöne Haut und ein jugendliches Aussehen zu bewahren, sollte man auf ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensführung achten: wenig Sonne, kein oder nur wenig Alkohol und Nikotin, ausreichend Schlaf und möglichst wenig Stress sind die beste Hautpflege."

