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Di, 12:21 Uhr
10.12.2013

Viele sind entsetzt

Die Rechtsanwälte U+C aus Regensburg verschicken derzeit massenhaft Abmahnungen wegen Porno-Streaming. Auch in Thüringen erhielten hunderter Videonutzer jetzt Post aus Bayern...


Die Telefone klingeln sich heiß bei der Verbraucherzentrale in Erfurt. Reihenweise melden sich Verbraucher, die sich überhaupt keinen Reim auf die Geschichte machen können.

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Sie verstehen weder was „Streaming“ heißt, noch was der Unterschied zum „Filesharing“ ist. Die gesetzten Fristen sind kurz, es geht um ordentlich Geld und sie haben Ärger mit der Frau oder Freundin wegen der Portalinhalte. In vielen Fällen ist der eventuelle Nutzer nicht der abgemahnte Anschlussinhaber. Deswegen sind viele Verbraucher jetzt vor Weihnachten völlig „durch den Wind“ und fragen sich, was sie tun können.

Den Brief des Anwalts zu ignorieren und einfach in den Papierkorb zu werfen, nutzt nichts. In rechtlicher Hinsicht dürfte die Abmahnung angreifbar sein, da nach wie vor fraglich sein dürfte, ob durch das Streamen tatsächlich Urheberrechte verletzt werden. Denn das ist bislang rechtlich umstritten und noch nicht höchstrichterlich geklärt. Dies gilt umso mehr, da das Portal redtube.com nicht offensichtlich rechtswidrig ist.

Betroffene sollten sich dringend Rechtsrat holen. Sollte dies aufgrund der kurzen Frist schwierig werden, sollte man versuchen, eine Fristverlängerung zu erreichen. Auf keinen Fall sollte man ungeprüft die geforderte Unterlassungserklärung unterzeichnen und die geforderte Geldsumme zahlen.

Individuellen Rat erhalten Betroffene in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Thüringen.
Autor: red

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