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Mo, 10:54 Uhr
16.12.2013

Von hier, für hier

Anja Maucher, die gemeinsam mit ihrem Vater die Herfag-Gruppe leitet, hat kaum Zeit für einen Termin. Zu dicht der Terminkalender, der Tag könnte wenigstens mal 30 Stunden haben. Der Grund: Das Weihnachtsgeschäft - die wichtigste Zeit im Jahreslauf eines Elektronik-Fachhändlers...

Leitet gemeinsam mit ihrem Vater die Herfag-Gruppe: Anja Maucher (Foto: nnz) Leitet gemeinsam mit ihrem Vater die Herfag-Gruppe: Anja Maucher (Foto: nnz)

Bei einem heißen Tee bleibt für die Nordthüringer Online-Zeitungen dennoch eine kurze Verschnaufpause. Frau Maucher kann auf ein erfolgreiches und zugleich spannendes Jahr zurückblicken. Die Einschätzung hat schon Gewicht, denn das Jahr zuvor war enorm getrieben durch Aktionen im Zusammenhang mit der Fußball-EM sowie durch Umstellungen der medialen Welt von Analog auf Digital.

Und es war das Jahr, da die Herfag-Gruppe einen weiteren Markt in das Gesamtkonzept integrierte. Es war die Übernahme eines Elektronikmarktes der Promarkt-Kette in Göttingen. Das war nicht nur ein Schritt in ein anderes Bundesland, sondern auch in das “Revier” des Platzhirsches mit der penetrierenden Werbung. Der Markt in Göttingen stieß aber auch das Tor auf in eine neue Größenordnung. Mit 2.200 Quadratmeter war er um 700 Quadratmeter größer als der in der Nordhäuser Südharz-Galerie.

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“Na klar, das war eine Herausforderung für uns alle, die wir sehr gut gemeistert haben. Schon nach einigen Monaten haben wir uns in Göttingen etabliert”, erläutert Anja Maucher. Ein Grund des Erfolges war das bewährte Konzept, das Herfag mit zur Marke gemacht hat: Faire Preise, ein exzellenter Service und Mitarbeiter, die bei Herfag nicht nur im Markt arbeiten, sondern die Herfag “leben”.

Die eine Herausforderung ist gemeistert, obwohl das Markt-Umfeld weiterhin gnadenlos bleiben wird. Die nächste steht sozusagen vor der unternehmerischen Tür. In Nordhausen wird Mediamarkt eine Depandance eröffnen. “Wir werden auch in Nordhausen nebeneinander agieren und bestehen. Wir fürchten den Mitbewerber nicht und werden uns nicht verstecken”, gibt sich die Herfag-Geschäftsführerin selbstbewusst.

Dieses Selbstbewusstsein trägt sich unter anderem aus dem Umstand, dass Herfag im kommenden Jahr in Nordhausen den 20. Geburtstag feiern wird. Anfang 1994 wurde die erste Filiale in der Rautenstraße eröffnet, es war der erste Schritt aus dem Eichsfeld heraus. Mit dem Auslaufen des Mietvertrages in der Rautenstraße wurden alle Mitarbeiter in andere Märkten integriert. Personalplanung mit dem Rotstift ist nicht das Ding des Familienunternehmens, dazu sind 200 Frauen und Männer, die das Team bilden, viel zu wichtig.

“Wir haben mit expert ein starkes Hinterland als Pfund, mit dem wir wuchern können. Wir haben marktgerechte Preise und können alle Preise von seriösen Anbietern mitgehen. Ausgenommen die Hinterhof-Garage in Internet”, sagt Frau Maucher, die auch weiß, dass die Region von einem erfolgreichen Herfag-Geschäft immer mit profitiert. Die Gewerbesteuern werden an Thüringer Finanzämter überwiesen und vom Sponsoring des Unternehmens profitieren Vereine sowie soziale Einrichtungen in Nordthüringen.

“Von hier für hier” - könnte das alles überschrieben werden. Mittlerweile gilt das für fünf Filialen, zwei Vodafone-Shops und einen T-Punkt. Und wie geschrieben: Für 200 Mitarbeiter, von denen jeder einzelne auch das Gesicht von Herfag ist.
Peter-Stefan Greiner

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Autor: red

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