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Mo, 07:32 Uhr
23.12.2013

Planenschlitzer gefasst?

Sie kommen des Nachts, wenn die LKW-Fahrer schlafen, schneiden die Planen der Ladeflächen auf und stehlen zum Teil hochwertige Güter. Betroffen waren in den zurückliegenden Wochen die A 38 und die A7. Jetzt konnten vier Verdächtige festgenommen werden...


Das bundesweite Phänomen sogenannten "Planenschlitzer"-Diebstähle macht auch vor den Autobahnen im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Göttingen nicht halt. Seit Jahresbeginn wurden auf den Parkplätzen im Bereich der Polizeiinspektionen (PI) Göttingen und Hildesheim an der A 7 rund 70 Taten registriert.

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Obwohl es in vielen Fällen beim Versuch blieb, beläuft sich der entstandene Gesamtschaden nach ersten Schätzungen auf mindestens 100.000 Euro.

Im November zeichnete sich plötzlich ein sprunghafter Anstieg der Fallzahlen ab. Die PD Göttingen hat darauf in dieser Woche mit einem akribisch vorbereiteten Sondereinsatz reagiert, um Täterstrukturen aufzuhellen und Täter zu ermitteln.
So bestreiften in den Nächten von Dienstag bis Freitag rund 25 Zivil-Fahrzeuge die Autobahnparkplätze an der A 7 und waren auf der A 38 unterwegs. An dem Einsatz beteiligt waren Beamte der Göttinger Bereitschaftspolizei, der Autobahnpolizei sowie Diensthunde. Darüber hinaus stand in Hannover ein Polizeihubschrauber für etwaige weitergehende Fahndungsmaßnahmen bereit.

Im Rahmen der Aktion konnten bereits am Donnerstagabend gegen 22.20 Uhr auf dem Parkplatz "Ambergau" an der A 7 zwischen den Anschlussstellen (AS) Bockenem und Rhüden in Fahrtrichtung Kassel vier mutmaßliche "Planenschlitzer" von der Polizei festgenommen werden. Die Männer im Alter zwischen 20 und 33 Jahre aus Polen sind nach dem gegenwärtigen Stand der Ermittlungen dringend verdächtig, kurz zuvor auf dem Parkplatz die Planen von mehreren LKW aufgeschlitzt zu haben.

Ohne Beute machten sich die Tatverdächtigen in ihren zwei Fahrzeugen, einem Mercedes-Sprinter und einem Audi A 6, anschließend weiter auf den Weg in Richtung Süden. Einsatzkräfte nahmen sofort die Verfolgung auf. Der erfolgreiche Zugriff erfolgte wenig später auf dem Parkplatz "An der Alpe" zwischen der AS Hildesheim-Drispenstedt und dem Autobahndreieck Hannover-Süd in Fahrtrichtung Hannover.

In den Fahrzeugen der mutmaßlichen Diebe stießen die Fahnder auf diverse Beweismittel, darunter Funkgeräte, Handschuhe und ein Stemmeisen. Alle Gegenstände sowie der Sprinter und der A 6 wurden beschlagnahmt, die vier Insassen festgenommen. Es wird angenommen, dass die vier Polen für weitere gleichgeartete Taten im Gebiet der PD Göttingen in Frage kommen, darunter auch der Diebstahl von ca. 40 Notebooks, Projektoren und Monitoren Anfang November auf dem Parkplatz "Schlochau" an der A 7 bei Northeim mit einem Gesamtschaden von ca. 40.000 Euro.

Die Behörde geht davon aus, mit der erfolgreichen Festnahme der vier Männer der Planenschlitzer-Serie in ihrem Zuständigkeitsbereich vorerst ein Ende bereitet zu haben.

Die vier Festgenommenen werden am Freitag (20.12.13) auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem zuständigen Haftrichter beim Amtsgericht Hildesheim vorgeführt. Die weiteren Ermittlungen dauern an.
Die Polizeidirektion Göttingen ist für insgesamt rund 300 Autobahnkilometer der A 7 und der A 38 zuständig.

Nach Informationen der Nordthüringer Online-Zeitungen prüft auch die Thüringer Autobahn-Polizeiinspektion, ob die Tatverdächtigen für das Aufschlitzen von Lkw-Planen im Thüringer Bereich der A 38 in Frage kommen.
Autor: red

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Kommentare
funeddi
23.12.2013, 11:02 Uhr
Polnische Planenschlitzer
Endlich mal ein positiver Ermittlungserfolg auf den BAB`s.Den Truckern wird ein Stein vom Herzen fallen,sie können-hoffentlich-wieder ruhiger schlafen,was sie dringend benötigen.
Wieder mal die Bestätigung: "In Deutschland wird`s gestohlen und geht sofort nach Polen." Dank der Freizügigkeit nach Ost Europa.
Retupmoc
23.12.2013, 12:52 Uhr
Grenze dicht machen
Ich hatte ja schon mal gefordert, wieder Grenzkontrollen einzuführen. Und kommt ihr Gutmenschen nicht wieder mit der Rassismusschiene. Erstens ist ein Verbrecher ein Verbrecher - ob Deutscher oder anderer Landsmann. Und zweitens wäre es auch gut für die anständigen und friedfertigen ( nicht nur polnischen Menschen ) die mit den Verbrechern nichts zu tun haben. Und weil wir gerade christlich Weihnachten feiern - ich finde, das man Dinge aus dem Islam ruhig übernehmen könnte. Diesen Dieben würde dort nämlich die Hand abgehackt. Finde ich persönlich besser, als Abenteuerurlaub auf Kosten des Steuerzahlers,.
I.H.
23.12.2013, 13:29 Uhr
Wenn schon Scharia, dann richtig!
Nun warten wir es doch erst mal ab, ob die mutmaßlichen Planenschlitzer aus dem Göttinger A7 Bereich auch die Schlitzer bei uns auf der A38 sind, bevor wir ihnen die Hände abhacken.

Aber wenn schon Scharia, dann richtig. Dann gehört permanenten Schwätzern die Zunge abgeschnitten und die Tippfinger abgehackt. Allahu Akbar...
Retupmoc
23.12.2013, 14:21 Uhr
Ohne Zunge
@ Statler - der Verlust Ihrer Zunge wäre allerdings wirklich schlimm. Ich setze mich mal für Sie ein, aber nur weil Weihnachten ist.
Boris Weißtal
23.12.2013, 15:09 Uhr
Es war einmal ein Autohof Sundhausen,
der wäre ganz sicher gewesen, die Trucker hätten gut schlafen können, Diebe hätte dank Sicherheitstechnik keine Chance gehabt, das arme Nordhausen hätte Steuern eingenommen und Nordhäuser hätten Arbeitsplätze bekommen.

jaja es hätte so schön sein können, wird es aber aber niemals werden.
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