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Sa, 18:53 Uhr
04.01.2014

SPD: Parteiarbeit und Stadtgeschichte

Die erste deutsche Arbeiterpartei SPD pflegte Traditionen. Die heutige Volkspartei SPD auch. Der Ortsverein Nordhausen ebenso. Denn das neue Jahr 2014 war gerade mal zwei Tage "alt" – da trafen sich bereits die Genossinnen und Genossen in der Flohburg. Traditionsgemäß – wie schon im vergangenen Jahr. Sie nahmen sich zum einen eines geschichtlichen Themas an und wagten anschließend einen kommunalpolitischen Rück- und Ausblick...

Nordhäuser Genossen (Foto: Hans-Georg Backhaus) Nordhäuser Genossen (Foto: Hans-Georg Backhaus)

Zunächst führte nach einer kurzen Begrüßung Museums-Leiterin Dr. Cornelia Klose die SPD-Mkitglieder durch die aktuelle Sonderausstellung "75 Jahre Pogromnacht – Jüdisches Leben in Nordhausen". Es sei das Anliegen der Ausstellung, neue Sichtweisen auf die reiche Geschichte der Nordhäuser Juden zu ermöglichen und regionales Geschichtswissen mit dem Anspruch von Nachhaltigkeit zu vermitteln. Anschaulich schilderte sie, wie "lebendig und blühend" jüdisches Leben vom späten Mittelalter bis zur Machtergreifung der Nazis pulsierte. Gerade auch in Nordhausen.

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Cornelia Klose verwies zu Recht auch auf den auf Initiative der evangelischen Kirche und mit maßgeblicher Unterstützung des damaligen Bürgermeisters Peter Heiter 1988 errichteten Gedenkstein für die Opfer der Pogromnacht vom 9. zum 10. November 1933 unweit des ursprünglichen Standortes der Synagoge. Zugleich würdigte sie die akribische Forschungsarbeit von Dr. Manfred Schröder, die in seinem 1992 erschienen Buch über die Geschichte der Nordhäuser Juden ihren Niederschlag fand.

Nach diesem geschichtlichen Ausflug kehrten die Genossen in die Jetzt-Zeit zurück und griffen aktuelle kommunalpolitische Themen auf. Die drei führenden Persönlichkeiten der Nordhäuser SPD, Barbara Rinke, Matthias Jendricke und Andreas Wieninger, nutzten die Zusammenkunft, um gute Wünsche für Gesundheit und reichlich Kraft für die Meisterung der bevorstehenden Aufgaben im Superwahljahr 2014 an die Genossen zu bringen.
Mitgliederversammlung in der Flohburg (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Mitgliederversammlung in der Flohburg (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Mitgliederversammlung in der Flohburg (Foto: Hans-Georg Backhaus)
SPD-Fraktionschef Andreas Wieninger – nach längerer Krankheit wieder genesen – bezeichnete die SPD als "Frühstarter aller Parteien" und das zurückliegende Jahr als ein "für die SPD schwieriges Jahr". Er beklagte zudem, dass die Stadt-SPD vom neuen Oberbürgermeister des öfteren "eins auf`s Dach bekommen" habe und nannte als Beispiele die Vergabe von Freikarten für gesonderte Konzerte bei Rolandsfesten oder die Thematik im Zusammenhang mit dem Bau und der Namensfindung für die Kulturbibliothek.

Lobend äußerte er sich über den Antrag der SPD-Stadträte Hans-Georg Müller und Manfred Breitrück, den Bürgerwillen aufzugreifen und einen passenderen Namen (z. B. Nicolaiforum) statt des umstrittenen Begriffs "Bürgerhaus" für die Kultureinrichtung zu finden und stellte in Aussicht, künftig verstärkt Ideen, Vorschläge und kritische Hinweise von Bürgern aufzugreifen und in entsprechende Anträge im Stadtrat einfließen zu lassen. Die Norhäuser Bürger hätten ein Recht darauf, sich in der Kommunalpoltik wiederzufinden.

Auch Bürgermeister Matthias Jendricke wünschte allen Anwesenden vor allem Gesundheit, denn sie sei "Voraussetzung für die Bewältigung eines stürmischen Jahres" und bekannte, dass die Probleme der Partei in Teilen auch auf sein Verhalten zurückzuführen seinen. Die gegen ihn gerichteten Vorwürfe seinen inzwischen entkräftet.

Er äußerte jedoch die Befürchtung, dass die noch gegen ihn laufenden Disziplinarmaßnahmen sich in die Länge ziehen und bei den bevorstehenden Wahlkämpfen von politischen Mitbewerbern gegen ihn verwendet werden könnten und kritisierte ebenfalls die Missachtung eines breiten Bürgerwillens im Zusammenhang mit der Namensgebung für die Kuturbibliotek. Jendricke wörtlich: "1.600 Unterschriften von Bürgern gelten offensichtlich bei einigen Stadträten nicht." Er forderte schließlich die Genossen auf, den "Zukunftsblick" zu bewahren.

Rinke, Wieninger (Foto: Hans-Georg Backhaus) Rinke, Wieninger (Foto: Hans-Georg Backhaus) Ortsvereins-Vorsitzende Barbara Rinke sprach mit Blick auf den Stadtrat von einem "Ansehensverlust" und konstatierte, dass es an "positiven Impulsen" fehle und ein "Verlust an Wissen" im Rathaus auszumachen sei. Sie dankte Andreas Wieninger für seine engagierte Arbeit als langjähriger OV-Vorsitzender, der während einer turbulenten Mitgliederversammlung am 24. Oktober vergangenen Jahres nicht wieder in diese Funktion gewählt worden war. Rinke überreichte ihm ein Buch von Altkanzler Helmut Schmidt mit dem Titel "Mein Europa".

In der anschließenden lebhaften Diskussion machten sich die Genossinnen und Genossen Gedanken darüber, wie die bevorstehenden Wahlkämpfe zu bestreiten sind, die Nordhäuser SPD aus Fehlern lernen will und auf welche Weise verstärkt vor allem auch auf junge Menschen zugegangen werden soll, um sie für eine Mitarbeit in der SPD zu gewinnen. In wenigen Tagen wollen sich Stadt- und Kreisvorstand der Südharzer SPD zu Sondierungen über anstehende Aufgaben treffen.
Hans-Georg Backhaus, Mitglied im SPD-Ortsverein Nordhausen
Autor: red

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Kommentare
Hans Dittmar
04.01.2014, 19:25 Uhr
Geschichte bitte richtig darstellen!
Frau Dr. Klose (SPD) gab einen Einblick in die Geschichte. Hierbei sei bemerkt, dass meines Wissens, von einen "lebendig und blühenden" Leben der jüdischen Gemeinde vom späten Mittelalter bis zur Machtergreifung Hitlers keine Rede sein kann. Die jüdische Gemeinde hatte im Mittelalter keinen leichten Stand.

1349 die erste große Verfolgung. Nach dem sie sich erholt hatte, wurden die Juden vom Nordhäuser Bürgermeister Meyenburg Mitte des 16. Jahrhunderts aus der Stadt vertrieben. Erst 1802 -als Nordhausen preußisch wurde- durften die Juden wieder nach Nordhausen sesshaft werden. Danach entwickelte sich dieses blühende Leben.

Trauriger Weise, nutzten die Nazis die antisemitische Einstellung Meyenburg´s um 1934 das Nordhäuser Museum nach ihm zu benennen.
Rainer H.
04.01.2014, 19:47 Uhr
Lachnummer des neuen Jahres: die SPD
Denkt man, dass man aus Fehlern gelernt hat und mit neuen und guten Vorsätzen ins Jahr 2014 geht - Pustekuchen!

Statt Einsicht und Aufbruch sowie einer überparteilichen Arbeit im Stadtrat für diese Stadt, nur Phrasen!

Es liegt wohl an den Drei Bremsen der SPD, Rinke, Jendricke und Wieninger, dass alles seinen alten gewohnten Trott läuft, wobei letzterer wohl nur die Marionette von Rinke und Jendricke ist.

Beklagt Wieninger, dass er zu Recht vom Oberbürgermeister eine aufs Dach bekommen hat, so hat er doch daraus nichts gelernt.

Der Obergau ist aber, dass nun versucht wird, die SPD aus dem Schussfeld der Namensgebung der Kulturbibliothek zu ziehen. Ich erinnere, Frau Rinke versuchte den Namen Nicolaiforum auf das Gebäude zusetzen, welches aber nicht gelang.
Aber liebe Genossen, "geschlossen" entschied sich der Stadtrat bis auf zwei Enthaltungen für den Namen Bürgerhaus. Ja es war sogar der Kulturausschussvorsitzende Herr Schwarz (SPD-Fraktion) der das einstimmige Ergebnis im Stadtrat verlas. Und nun will man hier Geschichte und Tatsachen verdrehen!

Man vermutet sogar Nachteile durch die laufenden Disziplinarverfahren?! Hallo! Ihr habt doch selbst welche gegen den Oberbürgermeister eingeleitet. Nur wurde diese eingestellt und als unberechtigt zurückgewiesen.

Mir war auch neu, dass mittlerweile die Vorwürfe gegen den Bürgermeister entkräftet wurden. Das Verfahren wurde damals eingestellt weil man den Vorwurf nicht nachweisen konnte. Daran hat sich doch nichts geändert! Nichts ist nachträglich entkräftet wurden.

Und so frage ich mich, ob die SPD das Jahr 2014 überhaupt noch erlebt. Schade nur um die Mitglieder in der SPD, denen es um die Stadt geht und eine ordentliche Fraktionsarbeit leisten möchten, ohne den ganzen Hickhack einzelner Personen.
Roland82
04.01.2014, 20:15 Uhr
Verlust an Wissen?
Also Frau Rinke beklagt ein "Verlust an Wissen" im Rathaus, meint sie vielleicht damit das Wissen, heimlich Daten zu löschen, Verträge ohne Wissen des Stadtrates abzuschließen oder Dienstwagen ohne Ausschreibung zu besorgen??
Babette Klingert
04.01.2014, 20:44 Uhr
Verlust an Wissen - Na klar, Frau Rinke ist nicht mehr da! Und die Daten auch nicht.
Die SPD auf Speed. Ja, Frau Rinke, ganz Nordhausen weiß, dass mit Ihrem Weggang, das Rathaus einen brain drain erlitten hat. Ihre Majestät, ehrenoberbürgermeisterin in spe, hatten ja den Stein der Weisen in der Tasche. Und das Wissen ist natürlich auch weg, wie all die Daten.

Ha, Ha, Ha, - eine SPD im Paralleluniversum. Weiter so.
Schnell
04.01.2014, 21:12 Uhr
Frau Rinke wird zur tragischen Figur
Frau Rinke wird in ihrer Missgunst für ihren Nachfolger, ihren innerparteilichen Intrigen, ihrer Eitelkeit und ihrem mangelnden Demokratieverständnis zur tragischen Figur.
Cato
04.01.2014, 22:14 Uhr
überholte SPD Viererbande
traurig, traurig, wie babette (die offensichtlich eine Menge Insiderwissen hat) die Situation an anderere Stelle anschaulich beschrieben hat. Offenbar regiert hier in der Nordhäuser SPD eine rückwärtsgewandte machtversessene Clicke aus Rinke/Jendricke/Wieninger/Georg Müller.

Der Rest der Partei hat nichts zu sagen. Diese Konstellation richtet die Nordhäuser SPD offenbar erfolgreich zugrunde. Wie muss sich nur der Schelenhaus fühlen? Wo bleibt der eigentlich? So wie es es aussieht, können die Sozialdemokraten froh sein, wenn sie nach der Kommunalwahl noch eine Skatrunde in der Fraktion stellen können.
Galoppi
05.01.2014, 00:00 Uhr
The same procedure as every year…
Auch in diesem Jahr setzt die Nordhäuser SPD also wie gewohnt darauf, Dinge zu verdrehen, um ihre Haut zu retten. Dies ist allerdings nur wenig verwunderlich. Haben bestimmte Personen kurz vor Jahresende einen Neuanfang mit Arndt Schelenhaus Gerüchten zufolge doch auch deshalb verhindert, um weiterhin ihren (An-)Schein wahren zu können.

Die Anfrage zur Vergabe von Freikarten wurde laut nnz jedenfalls von Hr. Wieninger selbst gestellt. Den Namen „Bürgerhaus“ haben weite Teile der SPD-Fraktion unterstützt, wie hier zu lesen war...

Dass aber Fr. Rinke ein Verlust an Wissen im Rathaus ausmacht, ist angesichts der noch immer nicht geklärten Umstände um die Datenlöschung, die es laut nnz während ihrer Amtszeit gegeben haben soll, schon äußerst seltsam anmutend…
Pe_rle
05.01.2014, 11:25 Uhr
SPD
naja eins steht fest, solange Rinke ,Jendricke und Wininger hier was zu sagen haben wird sich nichts in der Partei ändern.Der Rest,brav Parteibeitrag zahlen und Mund halten. Da fällt mir doch glatt ein "das haben wir KAPUTT gemacht"
-Insider-
05.01.2014, 11:37 Uhr
man
kann nur hoffen, dass die anderen Parteien, insbesondere die CDU, sich nicht von dem überaus desolaten Bild der SPD blenden lassen und trotzdem vernünftige arbeit leisten...richtig angegangen wird die SPD bei den Kommunalwahlen da landen wo sie aktuell stehen muss - irgendwo zwischen 15-20%.
gotfried weise
05.01.2014, 11:40 Uhr
wichtig
Ich finde die SPD toll, sie sorgt für gute Unterhaltung. Leider ist der Wahrheitsgehalt der Aussagen von den führenden Spitzen der SPD immer recht dürftig. Bei der Abstimmung der Namensgebung betreffend dem architektonischen Rinkebau stimmten von 13 SPD Fraktionsmitgliedern immerhin 11 für den vorgeschlagenen Namen. Erst im zweiten Anlauf nach dem Einnorden der SPD-Fraktion durch die Ortsvorsitzende änderte sich das Stimmverhalten.

Es waren auch nicht 1600 Unterschriften, sondern von den Nordhäusern haben nur ungefähr 1000 unterschrieben. Bei der Anhörung im Kulturausschuss kamen auch nur noch zwei Vertreter von den 1000 Unterschreibern um die Unterschriftensammlung zu verteidigen.

Die hässliche Lüge vielleicht nicht so, aber die sich wiederholende Unwahrheit in der Rhetorik der SPD scheint schon ein wichtiger Bestandteil zu sein.

Das Dreigestirn lässt innerparteiliche Demokratie nicht zu, nur im Wahljahr volksnah zu sein und fröhliche Stimmungen zu verkaufen ist aber ein Konzept was zum Erfolg führen wird. Genau die, die über die Witze von Cindy aus Marzahn lachen können, dürfen eben auch wählen gehen.
Zukunft
05.01.2014, 11:41 Uhr
Disziplinarverfahren
Die Aussage im Beitrag, dass die noch laufenden Disziplinarverfahren gegen Herrn Jendricke sich bis zum Wahlkampf hinziehen und gegen Ihn verwendet werden könnten, verstehe ich nicht. Wenn er sich nichts zu Schulden hat kommen lassen, braucht er doch nichts zu befürchten. Der Einleiter der Disziplinarverfahren würde somit etwas "dumm dastehen". Darüber hinaus nervt das Thema der Namensgebung für die Bibliothek.

Eigentlich ist es doch ziemlich egal, welchen Namen die Bibliothek trägt. Die Nordhäuser und die umliegenden Gemeinden und deren Bürger wissen doch, wo sie hingehen müssen, um ein Buch auszuleihen. Oder glaubt man etwa, dass der Name mehr Besucher anzieht? Eher nicht. Also geht es hier nur um Prestige. Entscheidend ist doch der Inhalt einer Hülle und nicht die Hülle selbst.
altmeister
05.01.2014, 12:26 Uhr
...und jetzt den Narrhallamarsch!
Die Prunksitzung der Nordhäuser SPD, angeführt vom Dreigestirn Rinke, Jendricke und Wieninger, hat mal wieder einige herrliche Karnevalsgags vom Stapel gelassen. Oder wie soll sich der politisch interessierte Leser sonst die so herrlich verdrehten Aussagen erklären?
Na, vielleicht gibt es mal wieder vernünftige SPD-Stadtpolitik, unabhängig vom Dreigestirn, wenn der Aschermittwoch da war.
Solange aber, auf zum gemeinsamen SPD-Helau!
Schnell
05.01.2014, 13:02 Uhr
Jendricke auf Road-Show / Pressezensur
Im Disziplinarverfahren kann ja Herr Jendricke dann endlich das tun, was er bei der Polizei Gerüchten nach nicht getan hat, nämlich aussagen. Das soll er derzeit bei jeder Gelegenheit sowieso schon tun, egal obs die Leute hören wollen oder nicht. Dann kann er auch etwas aussagen zu seiner Pressezensur.

Zu Frau Rinke: Diese Frau wird langsam gewöhnlich mit ihren dauernden Beschimpfungen der Stadtverwaltung. Wissensverlust heißt nämlich ganz klar: Seit ich, Frau Rinke weg bin, sind die bei der Stadtverwaltung dümmer geworden. Trifft das auch auf Ihre Tochter zu, die dort beschäftigt ist?
Babette Klingert
05.01.2014, 13:07 Uhr
@CATO: Das braucht kein Insiderwissen
... einfach nur Medien verfolgen und sich mit den Leuten unterhalten. Die SPD ist ja kein Geheimbündnis. Und viele Genossen, auch einflussreiche, nehmen kein Blatt mehr vor den Mund. Und das Frau Rinke oft genug über den Bürgermeister Jendricke abgestunken hat, das weiß jeder halbwegs politisch Interessierte. Nicht nur in unserer Partei.
Luftikus
05.01.2014, 19:42 Uhr
SPD abwählen! Sonst gibt es einen Neuanfang!
Ich kann mir nur wünschen, dass die SPD bei der nächsten Wahl eine richtige Schlappe hinlegen. Und hoffentlich nehmen dann die Verantwortlichen Rinke, Jendricke und Co den Hut. Leider bekommen dann auch die ordentlichen Mitglieder eine Klatsche, aber sie haben sich im Vorfeld nicht durchgesetzt und damit haben sie es verdient. Man hat auch den ANSCHEIN, als würde sich Georg Müller für höheres berufen fühlen. Dieser startet nun durch. Vermutlich speckuliert er auf den Fraktionsvorsitzenden ab nächsten Stadtrat und dann sogar auf den Bürgermeisterposten. Den eins ist klar, Sollte sich das Kräfteverhältnis im Stadtrat ändern, wird der Bürgermeister abgewählt.
BuergervonNordhausen
05.01.2014, 20:34 Uhr
Ortsverband ist besser als Jendricke
Wieder mal der Herr Jendricke, der sich da mediensüchtig spreizt und zitieren lässt. Ungeschickt vom Autor, dass er ihm in seinem Artikel so viel Raum gibt, weil nämlich dann genau das passiert, was der Partei Schaden zufügt: Alle Kommentare drehen sich nur um Herrn Jendricke.

Und das schadet der Partei, denn so schlecht wie der Ortsverband hier gemacht wird, ist er sicherlich nicht. Der Name Jendricke wird in Nordhausen immer mit dem "Vorfall" mit einer Mitarbeiterin verbunden sein. Bis heute ist es ihm durch sein Schweigen nicht gelungen, den Verdacht aus der Welt zu schaffen. Die Nordhäuser SPD kann mit ihm im wichtigsten von ihr besetzten Amt keine Sachpolitik mehr machen. @Luntemann: Wäre Herr Müller wirklich so eine schlechte Alternative? Hat der nicht mal das Arbeitsamt geleitet? Dann versteht er jedenfalls was davon, wie man eine große Behörde leitet. Herr Jendricke und Herr Wieninger haben diese Erfahrungen meines Wissens nicht, was man ja nun auch sehr deutlich spürt. Und Frau Rinke wird wohl zu alt sein.
Babette Klingert
05.01.2014, 20:38 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht mehr zum Thema des Beitrags
Macbeth
05.01.2014, 21:21 Uhr
Die Drei von der Krankstelle: Rinke, Jendricke, Wieninger
Frühstarter nennt Herr Wieninger die Nordhäuser SPD-Genossen. Im Sport bezeichnet man mit Frühstart auch einen Fehlstart, der in vielen Fällen die Disqualifikation nach sich zieht. Insofern ist die Wahl des Begriffes ganz treffend. Nicht nur, weil man mit einem Kandidaten Jendricke sich schon im Vorfeld der Wahlkampfveranstaltung selbst disqualifiziert, sondern weil mit einem solchen Kommando aus Rinke, Jendricke und Wieninger nur dann die Chance auf einen Podestplatz beim Hürdenlauf im "Superwahljahr" besteht, wenn man früh genung los läuft.

Frau Rinke dürfte schon altersbedingt nicht die besten Voraussetzungen für den Hürdenlauf mitbringen. Aber vielleicht ist die Jury ja so großzügig wie beim Frühstart und verzeiht es, wenn sie die Hürden statt zu überspringen eben umgeht und dabei ins Publikum winkt.

Der zweite Läufer Jendricke ist zwar für Luftnummern und Höhenflüge bestens geeignet, nur hat er das Prinzip nie verstanden: Er rennt die Hürden immer um. Das sieht nicht nur unelegant aus, es macht ihn auch langsamer. Hinzu kommt, dass Jendricke schon blässiert an den Start geht, denn er hat schon einen langen Hürdenlauf hinter sich. Und er geht mit einem Rucksack auf den Schultern in den Wettkampf, der, weil so schwer, ständig rutscht und ihm jederzeit zwischen die Beine fallen kann.

Und Herr Wieninger? Nun ja, der kraxelt über die Hürden wie über eine Eskaladierwand. Drücken wir der Partei die Daumen, vielleicht lässt Frau Rinke am Ende ja die Dokumentation des Zieleinflaufs verschwinden. Mit den Daten bei der Stadt hat das ja auch geklappt.
Retupmoc
06.01.2014, 07:50 Uhr
Hetze
Ich bin ja nun selbst kein Freund der SPD. Aber die Hetze wird ja unerträglich. Wenn ich hier eine Liste der Verfehlungen anderer Parteien und deren handelnden Personen aufführen würde, müssten man sehr lange srollen, bis die zu Ende ist. Es ist noch kein Wahlkampf liebe Freunde von schwarz/gelb!
punktum
06.01.2014, 08:21 Uhr
Stadtregierung ?
nur an Computer rückwärts, machen Sie es doch zählen, sie es doch auf. Die Nordhäuser Sozialdemokraten unterscheiden sich in ihrer Unglaubwürdigkeit in keiner Weise von denen aus dem Bund.

Man erinnere sich an das Wahlkampfgeschrei "keine große Koalition" eine so alte Partei macht doch nicht den Juniorpartner so riefen Nales und Gabriel. Liest man diesen Artikel, welcher auch noch von einem Sozialdemokraten verfasst wurde, findet man reichlich Ungereimtheiten, welche hier schon von den Kommentatoren beschrieben wurde.

Eine Wiederholung ist hier nicht von Nöten. Aber an die Adresse von "retupmoc" in Nordhausen gibt es nicht schwarz gelb als Stadtregierung sondern sondern schwarz (Herr Dr. Zeh) rot (Frau Haase) rosa (Herr Jendricke). Natürlich auch die drei Vertreter der FDP im Stadtrat, wir wollen sie hier nicht weg lügen!(Ausschussvorsitzende Frau Klingebiel fürs "Soziale", den Ausschussvorsitzenden Herrn Rossberg für "Bau und Wirtschaft", und den Ausschussvorsitzenden für den "Untersuchungsausschuss betreff der KUBIBO" Herrn Höfer)
Retupmoc
06.01.2014, 11:41 Uhr
Sie sagen es
@ Punktum ...und wieder wird einseitig geschrieben. Nehmen Sie Ihr Beispiel mit der großen Koalition. Sie sagen richtig, das Gabriel wieder vorher getönt hat, das es keine gibt. Und Sie haben Recht ... es ist eine Wahllüge. Vergessen haben Sie aber wieder die " Anderen ". Frau Merkel zum Beispiel sagte wörtlich: " Mit mir als Kanzlerin gibt es keine PKW-Maut " ! Nun frage ich mich, war das eine Wahlkampflüge oder tritt die Frau noch zurück? Frau Merkel ist übrigens nicht in der SPD.

Und um nochmal auf Nordhausen zurückzukommen ... Sie haben noch nicht einmal alle Stadträte aufgezählt. Es geht übrigens auch nicht alle Verfehlungen aufzuzählen. Was gewesen ist, kann man eh nicht mehr ändern. Richtigerweise ist bald wieder Wahl und ich sage Ihnen voraus, das sich dann nicht nur die SPD erschreckt. Und das ist auch gut so.
altmeister
06.01.2014, 12:31 Uhr
Kurzzeitgedächtnis
Sehr geehrter @Retupmoc, ich weiß, dass an einem Computer, nach dem Herunterfahren, der Arbeitsspeicher gelöscht ist. Wenn das auch auf umgedrehte Computer zutrifft, dann schade für Sie.

Das heisst aber nicht, dass alles was geschehen und tatsächlich nicht mehr zu ändern ist, durch die Bürger der Stadt vergessen wurde. Es fehlt zu vielen Fragen noch so manche Antwort und aus der Vergangenheit kann und sollte gelernt werden.

In dem oben stehenden Artikel und den nachfolgenden Kommentaren geht es in erster Linie um Stadtpolitik. Da lassen sich die Probleme, Fragen, Skandale, Hinterlassenschaften oder Verschwundenes schon gut zuordnen. Noch dazu, wo durch die involvierten Personen immer wieder selber das Gras entfernt wird, welches sich vielleicht erbarmen wollte und ansatzweise darüber gewachsen war.
Rainer H.
06.01.2014, 20:02 Uhr
Wie weiter mit der SPD
Es ist schon beachtlich, wie viele Kommentare hier zur SPD geschrieben werden. Wenn ein Bericht zu einer anderen Partei erscheint gibt es kaum Regung. Vermutlich sind auch einige unzufriedene SPD Genossen dabei die sich mal so richtig frei schreiben.

Der Ortsverband mag ja gute Arbeit leisten, aber die Ohnmacht der Mitglieder sich mal gegen seine Obersten auszusprechen ist nun mal da. Und so gibt es wohl auch 2014 nichts neues. Im Gegenteil, ich bin gespannt welche Geschichten die SPD noch lostreten und verdrehen will. Aber alles wird sich rächen. Den wie sagte schon Gorby: "Ich glaube, Gefahren warten nur auf jene, die nicht auf das Leben reagieren."
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