So, 14:11 Uhr
05.01.2014
Bleicheröder Kulturhaus arbeitet 2014 weiter
Einen Tango mit der alltäglichen Arbeit eines Bürgermeisters zu vergleichen scheint eigentlich unmöglich. Doch Bleicherodes Bürgermeister Frank Rostek gelang dieser Spagat in seiner diesjährigen Neujahrsansprache. Regina Englert berichtet...
Zu Beginn der Konzertreihe Kultur & Kulinarisch im örtlichen Kulturhaus formulierte er am Sonntag wortgewandt: Mit Hingabe und Leidenschaft wird der Tango gespielt und mit genau dieser Hingabe und Leidenschaft werden wir uns auch im neuen Jahr unseren Aufgaben für Bleicherode widmen.
Doch viel wichtiger war dem Publikum Rosteks erster Satz: Zu Ihrer Beruhigung möchte ich gleich sagen, dass wir das Kulturhaus auch 2014 weiter betreiben werden. Damit sprach er den gut hundert Menschen im Publikum aus der Seele. Eine mögliche Insolvenz ihres Kulturhauses war überall Tischgespräch.
Der meistgehörte Satz war: Wenn das Kulturhaus schließt, dann stirbt die Stadt – sonst macht doch niemand mehr was. Aber es wurden auch Aufforderungen an die Bleicheröder laut, die allzu gern knetschen, aber bei Veranstaltungen äußerst selten zu sehen sind: Lasst euch doch mal öfter blicken, dann müssen wir um die Kultur auch nicht fürchten. Die Menschen, die den mitreißenden Tangoklängen von Bettina und Wolfram Born lauschten, waren genau die, die sich diesen Schuh nicht anziehen müssen.
Meist waren es Bleicheröder, die das ganze Jahr über in ihrer Stadt aktiv sind – sei es im Wanderverein, im Sport, in der Kultur oder der Feuerwehr. Natürlich kommen wir, wenn hier etwas stattfindet. Alles ist immer so schön dekoriert, so sauber und ordentlich, alle sind freundlich, die Küche ist perfekt, die ausgewählten Musikprogramme vom Feinsten, wir können zu Fuß hingehen und das Schönste ist, dass es hier noch nicht so anonym ist, äußerte eine ältere Dame, die die Eintrittskarte dieses Mal von ihrer Tochter zu Weihnachten geschenkt bekommen hatte. Nun saßen die beiden einträchtig nebeneinander und freuten sich, Musik kennenzulernen, zu der sie bislang noch keinen Zugang hatten. Mit ihnen saß eine ganze Tafel von Freunden rund um Rechtsanwalt Thomas Kunze im Saal, die sich ein gemeinsames Erlebnis gleich zu Jahresbeginn gönnen wollten.
Genauso, wie die munteren Rentnerinnen Ingrid Maas, Erika und Marlies Ehrhardt und Marlies Klawikowski, die nun wirklich bei keiner Veranstaltung fehlen. Die Tafel 1 im Saal könnte eigentlich so ein Stammtisch-Schild bekommen, wie sie früher in Kneipen gängig waren, sie ist sozusagen der Stammplatz der Damen im Kulturhaus. Doch mindestens ebenso treu sind die Ehepaare Kölling, Basse und Henning-Jacob, die auf ihren Wunschzettel für 2014 eine weitere Ü-40 Party in Bleicherode schrieben.
Genau das hat bei uns gefehlt, das war eine gute Idee im letzten Jahr – weiter so, lieber Heimat- und Fremdenverkehrsverband.
Regina Englert
Autor: redZu Beginn der Konzertreihe Kultur & Kulinarisch im örtlichen Kulturhaus formulierte er am Sonntag wortgewandt: Mit Hingabe und Leidenschaft wird der Tango gespielt und mit genau dieser Hingabe und Leidenschaft werden wir uns auch im neuen Jahr unseren Aufgaben für Bleicherode widmen.
Doch viel wichtiger war dem Publikum Rosteks erster Satz: Zu Ihrer Beruhigung möchte ich gleich sagen, dass wir das Kulturhaus auch 2014 weiter betreiben werden. Damit sprach er den gut hundert Menschen im Publikum aus der Seele. Eine mögliche Insolvenz ihres Kulturhauses war überall Tischgespräch.
Der meistgehörte Satz war: Wenn das Kulturhaus schließt, dann stirbt die Stadt – sonst macht doch niemand mehr was. Aber es wurden auch Aufforderungen an die Bleicheröder laut, die allzu gern knetschen, aber bei Veranstaltungen äußerst selten zu sehen sind: Lasst euch doch mal öfter blicken, dann müssen wir um die Kultur auch nicht fürchten. Die Menschen, die den mitreißenden Tangoklängen von Bettina und Wolfram Born lauschten, waren genau die, die sich diesen Schuh nicht anziehen müssen.
Meist waren es Bleicheröder, die das ganze Jahr über in ihrer Stadt aktiv sind – sei es im Wanderverein, im Sport, in der Kultur oder der Feuerwehr. Natürlich kommen wir, wenn hier etwas stattfindet. Alles ist immer so schön dekoriert, so sauber und ordentlich, alle sind freundlich, die Küche ist perfekt, die ausgewählten Musikprogramme vom Feinsten, wir können zu Fuß hingehen und das Schönste ist, dass es hier noch nicht so anonym ist, äußerte eine ältere Dame, die die Eintrittskarte dieses Mal von ihrer Tochter zu Weihnachten geschenkt bekommen hatte. Nun saßen die beiden einträchtig nebeneinander und freuten sich, Musik kennenzulernen, zu der sie bislang noch keinen Zugang hatten. Mit ihnen saß eine ganze Tafel von Freunden rund um Rechtsanwalt Thomas Kunze im Saal, die sich ein gemeinsames Erlebnis gleich zu Jahresbeginn gönnen wollten.
Genauso, wie die munteren Rentnerinnen Ingrid Maas, Erika und Marlies Ehrhardt und Marlies Klawikowski, die nun wirklich bei keiner Veranstaltung fehlen. Die Tafel 1 im Saal könnte eigentlich so ein Stammtisch-Schild bekommen, wie sie früher in Kneipen gängig waren, sie ist sozusagen der Stammplatz der Damen im Kulturhaus. Doch mindestens ebenso treu sind die Ehepaare Kölling, Basse und Henning-Jacob, die auf ihren Wunschzettel für 2014 eine weitere Ü-40 Party in Bleicherode schrieben.
Genau das hat bei uns gefehlt, das war eine gute Idee im letzten Jahr – weiter so, lieber Heimat- und Fremdenverkehrsverband.
Regina Englert





