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Mi, 10:08 Uhr
02.07.2014

Zwei Nordhäuser Künstler

...können am kommenden Sonntag noch einmal in der Flohburg entdeckt werden. Im Rahmen der Sonderausstellung zu Phillip Oeser und Marlies Müller präsentiert Heidelore Kneffel wissenswertes über Werk und Leben der Künstler...

Am kommenden Sonntag besteht im Museum Flohburg ab 15.00 Uhr die Möglichkeit, an einer weiteren Führung durch die aktuelle Sonderausstellung über die aus Nordhausen stammenden Künstler Philip Oeser, alias Helmut Müller, und Marlies Müller, geborene Pape, teilzunehmen. Der Name Pape deutet darauf hin, dass die Künstlerin der seit 1870 in Nordhausen ansässigen bekannten Malzfabrikanten-Familie entstammt.

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Etwa gleichaltrig - er 1929, sie 1930 geboren -, lernen sie sich im April 1947 in einem Zeichenkurs der Volkshochschule kennen, den der aus Breslau nach Nordhausen geflohene Künstlers Martin Domke leitet. Ab November sind beide Schüler der privaten Kunstschule der Künstlerin Renate Niethammer, 1913 in Nordhausen geboren, die in der Hohensteiner Straße 10 eine private Kunstschule führt.

Sonderausstellung zu Phillip Oeser und Marlies Müller (Foto: Heidelore Kneffel) Sonderausstellung zu Phillip Oeser und Marlies Müller (Foto: Heidelore Kneffel)

Helmut Müller wechselt dann zur privaten Kunstschule Martin Domkes, die dieser im instandgesetzten Judenturm auf dem Petersberg eingerichtet hat. Die jungen Leute sind so begabt, dass sie ein Stipendium für ein Kunststudium erhalten, das sie 1949 in Weimar antreten.

Die Ausstellung in Nordhausen macht das Leben und Schaffen dieser beiden Nordhäuser bereits ab 1947 deutlich. Dank mehrerer Ausstellungsstücke, die aus Nordhausen stammen und zur Präsentation der Kunstwerke dieses seit 1954 verheirateten Paares hinzu kommen, wird deutlich, wie verwoben dieses Künstlerpaar mit der Stadt am Südharzrand gewesen ist. Helmut Müller kehrt nach dem plötzlichen Tod seine Frau Marlies und seines neugeborenen Kindes 1959 noch einmal nach Nordhausen zurück, wo seine Eltern am Schurzfell 17 wohnen und seine Schwiegereltern im Altendorf 28.

Dort erhält er für drei Jahre in einer Dachkammer ein kleines Atelier, auch in der Windlücke bietet ein Holzhaus seines Freundes Wolfgang Müller, der nach seinem Studium Kunsterzieher in Nordhausen sein wird, die Möglichkeit intensiven künstlerischen Ausprobierens. Dank der zweiten Ehefrau des Künstlers, der Kunsthistorikerin Dr. Renate Müller-Krumbach, die er 1964 heiratet, als er Restaurator in den Weimarer Kunstsammlungen im Schloss ist, können aus dem Nachlass Philip Oesers, der in dieser Zeit seinen Künstlernamen annahm, in Nordhausen Werke von Marlies Müller gezeigt werden, die bereits in ihren Jugendjahren mit großem Einfühlungsvermögen porträtiert hat. So mancher Besuche in der Ausstellung fühlt sich, so die Aussagen, an die junge Käthe Kollwitz erinnert. Dank der Unterstützung von Dr. Renate Müller-Krumbach aus Weimar-Taubach und Meike Schmidt-Bula aus Nordhausen können auch die Bilder von Marlies Müller im Museum Flohburg angemessen dargeboten werden.
Heidelore Kneffel
Autor: red

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