Mo, 12:25 Uhr
28.09.2015
nnz-Ergebnisdienst: Kegeln
Jubel und Trübsinn
Drei Spiele, drei Siege für die Frauenmannschaft des Nordhäuser SV, Revanche der NSV-Senioren gegen Gebesee, aber eben auch Niederlagen der Salzaer Senioren und der NSV-Zweiten zu Hause gegen Exdorf – die Stimmung der Kegelteams aus dem Kreis war am Wochenende zwischen Jubel und Trübsinn hin und her gerissen, berichtet Uwe Tittel...
Es war natürlich keine leichte Partie, denn Weimar wollte endlich den ersten Saisonsieg.
Und die bestens disponierte Michaela Hellmund unterstrich mit der herausragenden Tagesbestleistung schon im ersten Paar dieses Vorhaben. Die keineswegs schlecht spielende Sonja Klaus hatte gegen sie keine Siegchance. Zwar leistete sie sich mit 11 auch ein paar Fehlwürfe zu viel, doch auch ohne die war an diesem Tag kein Kraut gegen die Einheimische gewachsen. Nur Bahn Zwei ging knapp an die NSV-Spielerin. Dennoch hatte sich Nordhausen die Chance zum ersten Auswärtssieg in Weimar erhalten, denn die nervenstark und sehr gleichmäßig spielende Regina Hahn landete in ihrem Duell einen sicheren 4:0-Sieg. Nur 16 Holz Rückstand für die Gäste vor dem zweiten Paar.
Hier tat sich Heike Fiedler diesmal sehr schwer, leistete sich im Räumen zu viele Fehler. Immerhin gelang ein deutlicher Bahnerfolg und damit hielt sie Anschluss, verlor nur wenige Zähler. Und spätestens nach Bahn Drei im zweiten Paar bestand am Nordhäuser Gesamtsieg schon kein Zweifel mehr. Denn Kapitän Tina Romhardt, seit Saisonbeginn schon in bestechender Form, war erneut eine Klasse für sich und ließ ihrer Kontrahentin auf allen vier Bahnen nicht die Spur einer Chance. Am Ende standen glänzende 542 Holz zu Buche, und das ohne einen einzigen Fehlwurf!
Landesliga Frauen 120 Wurf
SSV 1949 Weimar II – Nordhäuser SV 2:4 (1935:2010/6:10)
Gebesee wurde neuer Landeschampion, verwies den NSV auf Platz Zwei. Das versprach für das neuerliche Duell der beiden die letzte Saison eindeutig dominierenden Teams einen äußerst spannenden Kampf, auch wenn Gebesee diesmal ohne seinen Spitzenmann Uwe Stollberg angereist war. Und es begann wie erwartet spannend. NSV-Kapitän Reiner Hagemeier, wie schon so oft zu Hause mit argen Schwierigkeiten kämpfend, musste sich dem guten Ralf Konrad geschlagen geben. Auch Karl-Josef Gleitze lag beim Bahnwechsel nach 50 Wurf zurück, legte dann aber trotz fünf Fehlwürfen mit 230 Holz eine starke zweite Bahn hin und landete mit 448 Holz, der am Ende zweitbesten Tagesleistung, noch einen sicheren Einzelsieg.
Minimale elf Punkte Vorsprung für die Nordhäuser, damit war für den zweiten Durchgang noch alles offen.Aber nicht mehr lange, denn denn das zweite Nordhäuser Paar machte von der ersten Kugel an deutlich, dass man sich für die Niederlage vom letzten Jahr revanchieren wollte. Schon nach den ersten 25 Wurf in die Vollen hatten Rainer Wille und Uwe Schmögner ihre Gegner um weitere 48 Zähler distanziert. Die waren sichtlich beeindruckt, konnten danach auch beim Räumen nicht mithalten. Rainer Wille wechselte die Bahn schließlich mit einem Plus von 51 Holz, und der sich im Räumen in einen wahren Rausch steigernde Uwe Schmögner – 104 Räumer ohne Fehlwurf! - distanzierte den erst auf der zweiten Bahn sein wahres Leistungsvermögen zeigenden Hartmut Kampf um 65 Holz. Die Gäste waren damit schon geschlagen. Aber man wollte mehr. Jetzt ging es auch noch um ein annähernd gleichstarkes Resultat, wie es die Gebeseer vor Jahresfrist erzielt hatten.
Rainer Wille tat sich aber plötzlich schwer, ließ sich oft ablenken. Zwar gewann er auch seine zweite Bahn, blieb aber klar unter seinen Möglichkeiten. Alles lag nun an Uwe Schmögner. Der hatte Mitte des zweiten Räumens eine kleine Schwäche, fing sich aber schnell wieder und sorgte schließlich sogar noch für einen neuen Mannschaftsbahnrekord.
Erstmals wurden auf der Bahn an der Rotleimwiese über 1800 Kegel fallen gelassen. Und der alte Rekord der Gebeseer vom 13. September 2014 war um 12 Zähler verbessert. Eindrucksvoller hätte die Revanche nicht ausfallen können. Wird der Sieger dieser Partie damit auch wieder der neue Landesmeister?
Nordhäuser SV – KSV 1955 Gebesee 1804:1686
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In überragender Form beim NSV: Uwe Schmögner (Foto: Uwe Tittel)
In überragender Form beim NSV: Uwe Schmögner
Es fing schon wenig verheißungsvoll an für die NSV-Zweite. Noch annähernd gleich im Spiel in die Vollen hatten die Gäste im ersten Räumen trotz vieler Fehlwürfe schon die Nase vorn. Ingo Koudele verlor dann in die Vollen entscheidend an Boden. Er kämpfte sich am Ende des zweiten Räumens zum Glück wieder etwas heran. Und da Klaus Wilke gegen seinen nun zu schwach räumenden Gegner eine starke zweite Bahn spielte betrug der Rückstand der Gastgeber vor dem zweiten Durchgang nur 12 Holz. Das sollte zu korrigieren sein. Nach dem ersten Spiel in die Vollen schien auch alles in die richtigen Bahnen zu laufen. Kapitän Heinz Schulz hatte seinem schwach startenden Gegner allein 25 Holz abgenommen und der NSV führte nun mit neun Punkten. Ein leichter Rückschlag zwar dann im Räumen und wieder ein Minus von sieben Punkten, doch das schien noch nicht dramatisch. Nach dem letzten Bahnwechsel tat sich zunächst nicht viel. Kopf an Kopf ging es weiter und vor dem letzten Räumen lagen die Exdorfer noch mit fünf Zählern in Führung. Doch ausgerechnet der NSV-Kapitän zeigte nun Nerven. Fünf Fehlwürfe warfen ihn im Kampf mit Axel Walter entscheidend zurück. Der Exdorfer blieb auf seiner zweiten Bahn fehlerfrei, sorgte mit Tagesbestleistung für den knappen aber verdienten Gästesieg. Obwohl die Nordhäuser mit 35:47 deutlich weniger Fehlwürfe hatten gewannen die Gäste die Partie durch das mit 476:454 Holz klar bessere Räumen.
Landesliga Senioren 100 Wurf
Nordhäuser SV II – KC Exdorf 1613:1634
Landesliga Senioren 120 Wurf
SV 1883 Langula II – TSG Salza 5:1 (2047:1953/9:7)
Autor: redDrittes Spiel – dritter Sieg für NSV-Frauen!
Die Keglerinnen vom Nordhäuser SV fühlen sich in ihrer neuen Rolle als derzeitige Spitzenmannschaft des Landesliga sichtlich wohl. Mit dem aus dem glänzenden Saisonstart gewonnen Selbstvertrauen ins eigene Können reiste man am Sonntag erstmals als Favorit nach Weimar-Schöndorf und kehrte erstmals auch als Sieger nach Hause. 6:0 Punkte nach drei Spieltagen und Platz Eins in der Tabelle. Wer hätte das vor Saisonbeginn zu tippen gewagt?Es war natürlich keine leichte Partie, denn Weimar wollte endlich den ersten Saisonsieg.
Und die bestens disponierte Michaela Hellmund unterstrich mit der herausragenden Tagesbestleistung schon im ersten Paar dieses Vorhaben. Die keineswegs schlecht spielende Sonja Klaus hatte gegen sie keine Siegchance. Zwar leistete sie sich mit 11 auch ein paar Fehlwürfe zu viel, doch auch ohne die war an diesem Tag kein Kraut gegen die Einheimische gewachsen. Nur Bahn Zwei ging knapp an die NSV-Spielerin. Dennoch hatte sich Nordhausen die Chance zum ersten Auswärtssieg in Weimar erhalten, denn die nervenstark und sehr gleichmäßig spielende Regina Hahn landete in ihrem Duell einen sicheren 4:0-Sieg. Nur 16 Holz Rückstand für die Gäste vor dem zweiten Paar.
Hier tat sich Heike Fiedler diesmal sehr schwer, leistete sich im Räumen zu viele Fehler. Immerhin gelang ein deutlicher Bahnerfolg und damit hielt sie Anschluss, verlor nur wenige Zähler. Und spätestens nach Bahn Drei im zweiten Paar bestand am Nordhäuser Gesamtsieg schon kein Zweifel mehr. Denn Kapitän Tina Romhardt, seit Saisonbeginn schon in bestechender Form, war erneut eine Klasse für sich und ließ ihrer Kontrahentin auf allen vier Bahnen nicht die Spur einer Chance. Am Ende standen glänzende 542 Holz zu Buche, und das ohne einen einzigen Fehlwurf!
Landesliga Frauen 120 Wurf
SSV 1949 Weimar II – Nordhäuser SV 2:4 (1935:2010/6:10)
| Regina Hahn | 1:0 | (503:471/4:0) |
| Sonja Klaus | 0:1 | (507:555/1:3) |
| Tina Romhardt | 1:0 | (542:445/4:0) |
| Heike Fiedler | 0:1 | (458:464/1:3) |
Eindrucksvolle Revanche der NSV-Senioren
Wie im letzten Jahr kam es am zweiten Spieltag der Senioren-Verbandsliga zum Kampf zwischen den Mannschaften vom Nordhäuser SV und dem KSV 1955 Gebesee. Vor Jahresfrist gewannen die Gebeseer an der Rotleimwiese sensationell deutlich und neuem Bahnrekord gegen den amtierenden Landesmeister. Diesen zwei verlorenen Punkten liefen die Nordhäuser in der Folge vergeblich hinterher.Gebesee wurde neuer Landeschampion, verwies den NSV auf Platz Zwei. Das versprach für das neuerliche Duell der beiden die letzte Saison eindeutig dominierenden Teams einen äußerst spannenden Kampf, auch wenn Gebesee diesmal ohne seinen Spitzenmann Uwe Stollberg angereist war. Und es begann wie erwartet spannend. NSV-Kapitän Reiner Hagemeier, wie schon so oft zu Hause mit argen Schwierigkeiten kämpfend, musste sich dem guten Ralf Konrad geschlagen geben. Auch Karl-Josef Gleitze lag beim Bahnwechsel nach 50 Wurf zurück, legte dann aber trotz fünf Fehlwürfen mit 230 Holz eine starke zweite Bahn hin und landete mit 448 Holz, der am Ende zweitbesten Tagesleistung, noch einen sicheren Einzelsieg.
Minimale elf Punkte Vorsprung für die Nordhäuser, damit war für den zweiten Durchgang noch alles offen.Aber nicht mehr lange, denn denn das zweite Nordhäuser Paar machte von der ersten Kugel an deutlich, dass man sich für die Niederlage vom letzten Jahr revanchieren wollte. Schon nach den ersten 25 Wurf in die Vollen hatten Rainer Wille und Uwe Schmögner ihre Gegner um weitere 48 Zähler distanziert. Die waren sichtlich beeindruckt, konnten danach auch beim Räumen nicht mithalten. Rainer Wille wechselte die Bahn schließlich mit einem Plus von 51 Holz, und der sich im Räumen in einen wahren Rausch steigernde Uwe Schmögner – 104 Räumer ohne Fehlwurf! - distanzierte den erst auf der zweiten Bahn sein wahres Leistungsvermögen zeigenden Hartmut Kampf um 65 Holz. Die Gäste waren damit schon geschlagen. Aber man wollte mehr. Jetzt ging es auch noch um ein annähernd gleichstarkes Resultat, wie es die Gebeseer vor Jahresfrist erzielt hatten.
Rainer Wille tat sich aber plötzlich schwer, ließ sich oft ablenken. Zwar gewann er auch seine zweite Bahn, blieb aber klar unter seinen Möglichkeiten. Alles lag nun an Uwe Schmögner. Der hatte Mitte des zweiten Räumens eine kleine Schwäche, fing sich aber schnell wieder und sorgte schließlich sogar noch für einen neuen Mannschaftsbahnrekord.
Erstmals wurden auf der Bahn an der Rotleimwiese über 1800 Kegel fallen gelassen. Und der alte Rekord der Gebeseer vom 13. September 2014 war um 12 Zähler verbessert. Eindrucksvoller hätte die Revanche nicht ausfallen können. Wird der Sieger dieser Partie damit auch wieder der neue Landesmeister?
Verbandsliga Senioren 100 Wurf
Nordhäuser SV – KSV 1955 Gebesee 1804:1686
| Karl-Josef Gleitze | 448:423 |
| Reiner Hagemeier | 425:439 |
| Rainer Wille | 438:382 |
| Uwe Schmögner | 493:442 |
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In überragender Form beim NSV: Uwe Schmögner (Foto: Uwe Tittel)
In überragender Form beim NSV: Uwe Schmögner
Nordhäuser Räumschwäche lässt Gäste jubeln
Trotz der Auftaktniederlage war die 2. Seniorenmannschaft des Nordhäuser SV mit der eigenen Leistung in Meiningen zufrieden gewesen. Mit der Leistung im ersten Heimspiel hingegen konnte man es überhaupt nicht sein. Und so war es fast folgerichtig, dass die Gäste vom KC Exdorf erstmals, wie von ihnen vor Spielbeginn auch erhofft, erstmals aus Nordhausen die Landesligapunkte entführen konnten.Es fing schon wenig verheißungsvoll an für die NSV-Zweite. Noch annähernd gleich im Spiel in die Vollen hatten die Gäste im ersten Räumen trotz vieler Fehlwürfe schon die Nase vorn. Ingo Koudele verlor dann in die Vollen entscheidend an Boden. Er kämpfte sich am Ende des zweiten Räumens zum Glück wieder etwas heran. Und da Klaus Wilke gegen seinen nun zu schwach räumenden Gegner eine starke zweite Bahn spielte betrug der Rückstand der Gastgeber vor dem zweiten Durchgang nur 12 Holz. Das sollte zu korrigieren sein. Nach dem ersten Spiel in die Vollen schien auch alles in die richtigen Bahnen zu laufen. Kapitän Heinz Schulz hatte seinem schwach startenden Gegner allein 25 Holz abgenommen und der NSV führte nun mit neun Punkten. Ein leichter Rückschlag zwar dann im Räumen und wieder ein Minus von sieben Punkten, doch das schien noch nicht dramatisch. Nach dem letzten Bahnwechsel tat sich zunächst nicht viel. Kopf an Kopf ging es weiter und vor dem letzten Räumen lagen die Exdorfer noch mit fünf Zählern in Führung. Doch ausgerechnet der NSV-Kapitän zeigte nun Nerven. Fünf Fehlwürfe warfen ihn im Kampf mit Axel Walter entscheidend zurück. Der Exdorfer blieb auf seiner zweiten Bahn fehlerfrei, sorgte mit Tagesbestleistung für den knappen aber verdienten Gästesieg. Obwohl die Nordhäuser mit 35:47 deutlich weniger Fehlwürfe hatten gewannen die Gäste die Partie durch das mit 476:454 Holz klar bessere Räumen.
Landesliga Senioren 100 Wurf
Nordhäuser SV II – KC Exdorf 1613:1634
| Ingo Koudele | 367:402 |
| Klaus Wilke | 421:398 |
| Rainer Gebhardt | 408:405 |
| Heinz Schulz | 417:429 |
Salzaer Senioren in Langula zu schwach
Ein allein erneut in Topform spielender Dieter Werner war zu wenig für die Landesliga-Senioren der TSG Salza, um bei der Zweiten des SV 1883 bestehen zu können. Dieter Werners klarer Sieg mit Tagesbestleistung gleich im ersten Paar, nur seine erste Bahn hatte er knapp abgeben müssen, blieb der einzige für die Gäste. Die anderen Salzaer – Pech hatte Karl-Heinz Meister, der schon nach wenigen Wurf verletzt ausgewechselt werden musste – blieben zum Teil erheblich unter ihren gewohnten Leistungen. Wolfgang Heinze verlor auf seinen beiden ersten Bahnen schon entscheidend an Boden. Rainer Schubert konnte seinen auf den Bahnen Zwei und Drei erkämpften Vorsprung auf dem vierten Abschnitt nicht verteidigen. Den Sieg hatten die Langulaer aber zu diesem Zeitpunkt durch die deutlich bessere Gesamtpunktzahl schon in der Tasche. Salza fehlt es derzeit ganz klar an der Konstanz und Ausgeglichenheit.Landesliga Senioren 120 Wurf
SV 1883 Langula II – TSG Salza 5:1 (2047:1953/9:7)
| Dieter Werner | 1:0 | (543:496/3:1) |
| Karl-Heinz Meister/ Rainer Krätzschel | 0:1 | (457:532/0:4) |
| Wolfgang Heinze | 0:1 | (459:505/2:2) |
| Rainer Schubert | 0:1 | (494:514/2:2) |


